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Tierische Begegnungen

In Australien leben einige der tödlichsten Tiere der Welt. Dies und mehr hört, sieht und liest man immer wieder. Ob diese Tatsache nun in einer BBC Reportage, in den Nachrichten oder in Dokumentationen vorkommt. Man sollte sich in acht nehmen vor den angriffslustigen Haien und Salzwasser Krokodilen, den hochgiftige Spinnen und Schlangen undnatürlich vor den äußerst tödlichen Quallen. Acht der zehn giftigsten Schlangen sind in Australien beheimatet. Darunter die giftigste aller Schlangen: der

Rainbow Lorikeet

Kookaburra

Kakadu

Bluebottle

Delfin

Eastern Rosellas

Dingo

Green Tree Ants Nest

Possum

Cane Toad

Green Tree Frog

Leadbeaters Cockatoo

Stick Insect

Inland-Taipan, welcher allerdings nur in Zentralaustralien beheimatet ist. Dicht gefolgt auf Platz 2 von der Eastern Brown Snake, die auf der Liste der gefährlichsten Arten den zweiten Platz einnimmt und von der das Gift zwölf Mal gefährlicher ist, als das der bekannten Kobra. Die King Brown Snake (Mulga Schlange) gehört ebenso auf die Liste der tödlichsten Schlangen.
Doch auch den vom Aussterben bedrohte Cassowary, der mit seinen messerscharfen Klauen großen Schaden anrichten kann, sollte man nicht vergessen. Wenn man dann tatsächlich nach Australien reist, hat man durch den ganzen Medienrummel zuerst seine eigenen Ängste im Zaum zu halten, sowie Verwandte und Freunde zu beruhigen.

An Kängurus, Koalas, Wombats und die vielen wunderschönen Papageienarten wird dann vorerst nicht mehr gedacht.

Deswegen und auch wegen der vielen Anfragen möchte ich an dieser Stelle etwas über meine Begegnungen mit der Tierwelt Australiens schreiben.

 

NEW SOUTH WALES

Meine erstes Aufeinandertreffen mit dem Kookaburra war eher etwas einseitig, da ich ihn jeden Morgen hörte, doch nicht sehen konnte. Darauf musste ich noch einige Wochen warten.
Als ich etwa nach meiner ersten Woche in Rose-Bay ein Krächzen auf dem Dach hörte, spitze ich die Ohren etwas mehr und suchte die Quelle des Geräusches. Neben meinem Bad wurde ich fündig, als ich einen Rainbow Lorikeet auf dem Dachgiebel nur einen Meter vor mir sitzen sah. Während ich nach meiner Kamera eilte, rief ich den Kindern zu, dass sie sich unbedingt den Papagei anschauen sollten. Matt meinte nur abgenervt, dass sie diese ständig sehen und ihm der Krach den die Vögel machen, tierisch auf die Nerven geht. Nun denn, als ich mit der Kamera wieder ins Bad stürzte, hatte der Papagei schon das Weite gesucht.

Als ich das erste Mal zum Hafen von Rose Bay wanderte, wurde ich freudig überrascht, denn auf dem schmalen Sandstreifen hatte sich einige Pelikane angesammelt. Ich habe die großen Vögel noch nie in freier Natur gesehen und war von deren Größe nachträglich beeindruckt.


Auf dem Weg zur Bushaltestelle musste ich die Balfour Road in Richtung New South Head Road laufen. Die Straße ist von Bäumen gesäumt, in denen sich mit Vorliebe Kakadus vergnügten.

Am Strand von Manly wurde ich im April von einer Blue Bottle Qualle erwischt. Diese Qualle wird nur in Australien und Neuseeland "Blue Bottle" ganannt. Im Rest der Welt kennt man sie unter den Namen "Portuguese Man o War". Die Tentakeln haben eine Länge von 15 cm bis zu 10 Metern. Wenn man von einer gestochen wird, sollte man die Tentakeln nicht abreiben, sondern sie ohne Berühung mit Wasser abspülen, da sie sonst noch mehr Gift pumpen. Nach dem Abspülen sollte man die betroffenen Stelle unbedingt mit einen Kühlkissen oder Eis kühlen. Eis bekommt man meist bei den Rettungsschwimmern, wenn man denn an einem gesicherten Strand badet und Blue Bottle Alarm herrscht. Die Quallen sind nicht hochgiftig, doch es kann trotzdem übel ausgehen, wenn man komplett erwischt wird.
Mich hat das Vieh ausgerechnet beim Rausgehen an der Innenseite des Handgelenks erwischt. Die blauen Tentakeln hingen noch auf meiner Haut und ließen sich nur schwer abkratzen (mein Fehler, dass ich es versucht habe). Anfangs wurde es nur an den Stellen rot, an denen vorher die Tentakeln klebten. Ich ging sofort zu den Lifeguards, welche nicht anderes tun konnten, als mir etwas Eis über die Stelle zu reiben und rieten mir, mich gleich unter die kalte Dusche zu stellen. Dennoch wurde das Brennen schlimmer und die Unterseite des kompletten Unterarm schwoll um etwa 2-3 mm an. Nachdem der Arm auch noch begann zu schmerzen, ging ich zum Haus der Lifeguards. Dort befanden sich weitere Opfer, die wesentlich schlimmer dran waren als ich. Einer wurde von mehreren Lifeguards unter die Dusche gehalten und bekam anschließend Sauerstoff. Auf seinem ganzen Rücken bis vorne zur Brust sah man die Spuren, die die Qualle hinterlassen hat. Scheinbar haben ihn die bis zu drei Meter langen Tentakeln ziemlich eingewickelt. Nun ja, ich bekam weiteres Eis und ein Lifeguard klärte mich darüber auf, warum ich solche Schmerzen im ganzen Arm hatte. Laut seiner Aussage ist das Gift in dem Lymphknoten unter den Arm gewandert und hat sich dadurch im Ganzen Arm verteilt. Super! Der Arm schmerzte bis etwas 21 Uhr am Abend weiter und die Spuren waren für weitere vier Wochen zu sehen.

Im April fuhr in für eine "Dolphin Watch Tour" nach Jervis Bay. Unterwegs hielten wir an einer Emu Farm. Der Emu ist der drittgrößte Vogel der Welt. Diese großen Vögel sind nicht flugfähig, können bis zur 2m hoch werden und haben ein Durchschnittsgewicht von 36 kg. Sie haben drei Zehen und ihre langen Beine ermöglichen den Emu's eine ungeheure Schnelligkeit.
Von dem Boot aus sahen wir in Jervis Bay auch tatsächlich etwa sechs Bottlenose Dolphins. Der Delfin, der mir am nächsten war, schwamm direkt am Boot etwa einen Meter tiefer neben mir. Auf der Rückfahrt nach Sydney sahen wir dann noch ein paar Kängurus, welche aber zu weit weg waren, um sie zu fotografieren. Zumindest bezüglich der Delfine hätte ich mir die Tour fast sparen können, denn nur wenige Tage später wurden alle Sonnenanbeter inkl. mir am Bondi Beach vom Besuch dreier Delfine überrascht. Einer kam entzückender Weise bis auf etwa drei Meter ans Ufer, sprang aus dem Wasser und vollführte ein Drehung, bevor er wieder eintauchte. Die versammelte Menge, die sich inzwischen am Ufer eingefunden hatte, gab ein einheitliches "Aaaahhhh" von sich. Gott, was habe ich die Leute auf den Surfbrettern beneidet, die zwischen den Delfinen umhertrieben. Obwohl ich wahrscheinlich in Panik ausgebrochen wäre, weil der Verstand bei einer aus dem Meer hervorschießenden Rückenflosse ja als erstes an Haie und nicht an Delfine denkt. Im November 2004 hörte ich in den Nachrichten, dass drei Rettungsschwimmer, die 100 Meter vor der Küste Whangarei's/Neuseeland schwammen urplötzlich einen drei Meter langen Weißen Hai anzogen. Eine Gruppe von Delfinen bemerkten dies, trieben die Schwimmer näher zusammen, umkreisten sie eng und und brachten sie innerhalb von 40 Minuten sicher bis ans Ufer.

Im Juni sah ich in Nambucca Heads zum ersten Mal einen Bowerbird und auch Pelikane und einige Eastern Rosellas bekam ich dort vors Gesicht.
In Byron Bay wurde ich durch ein kleines Rascheln auf eine knallgrüne, etwa 50 cm lange Schlange aufmerksam. Es könnte durchaus die ungiftige "Green Tree Snake" gewesen sein. Von einem Lookout in der nähe des Leuchtturms sah ich einen Buckelwal, von dem ich aber nur die Wasserfontäne sehen konnte.


QUEENSLAND

In Noosa machte ich einen kleine Walk am Meer entlang, als plötzlich zwei Delfine an mir vorbeischnellten. Ein Anblick für die Götter. Auch einen etwa 40 cm langen Lizard entdeckte ich durch mein gutes Gehör. Für einen kurzen Moment dachte ich, es wäre ein große Schlange, da nur der Kopf unter dem Laub hervorschaute und dieser sag sehr schlangenähnlich aus. Es war wahrscheinlich ein Blue-Tongue Lizard.

Auf Fraser Island habe ich insgesamt vier Dingoes gesehen. Der Dingo hat eine Länge von 1.2m und ist Australiens grösster an Land lebender Fleischfresser. In der heutigen Zeit lebt der Dingo in den meisten der australischen Lebensräume - von Küstengebieten bis zu den Bergen und Wüsten - ausgenommen Tasmanien. Weitere Informationen: Australia's Lost Kingdoms und Dingo Fact Sheet, Australia Museum

In einem Packlager in Bundaberg, in dem ich im Juni Tomaten sortierte und abwog, sah ich meine erste Huntsman Spider. Ich konnte die Einheimischen gerade noch davon abhalten, das arme Ding nicht zu töten.Durch mein Rumgeblaffe erbarmten sie sich und die große, grau behaarte Spinne wurden nach draussen gebracht.
In Airlie Beach traf ich im Hostel auf Buschhühner und Possums. Die Possums waren wirklich sehr süß und ließen sich von einem anderen Hostelgast mit Nüssen füttern. Possums gelten bei den Australiern übrigens als Pest und dementsprechend wird es nicht gerne gesehen, wenn man sie füttert. Während meiner Whitsunday Segeltour wurde natürlich auch am Riff geschnorchelt und so durfte ich die verschiedensten Arten von Fischen und Korallen bewundern.

In Bowen sag ich meine ersten Wedged Tail Eagles über den Feldern kreisen. Ein königlicher Anblick. Diese Adler können bis zu 4 kg schwer werden und erreichen eine Flügel Spannweite von 2,5 Metern. Somit ist diese Art die größte unter den Raubvögeln. Sie jagen kleine Säugetiere, wie Hasen, und machen sich auch über Aas her. Auch Nester von Green Tree Ants sahen wir häufig. Mit einem seidigen Sekret, welches von den Larven produziert wird, werden Blätter für das Nest zusammengeklebt. Dafür werden Larven zu der "Baustelle" transportiert und dort von den Arbeiter leicht gedrückt, damit das Sekret produziert wird und für die Weiterverarbeitung verwendet werden kann. Diese Ameisen stechen nicht, wie viele Verwandte, sondern beißen und reiben auf der Bisswunde ihren Bauch, aus dem eine Säure abgegeben wird, die Irritationen verursacht.

Nach meinem Aufenthalt in Singapur ging es nach Townsville. Von dort aus fuhr ich für einigen Stunden nach Magnetic Island, wo mich das Erblicken von mehreren Yellow-tailed Black Cockatoo's und eine neongrüne Jumping Spider aufmunterten und ich so die Enttäuschung über die Insel schnell vergaß.

Nachdem Andrew sich zu mir gesellte hatte, fuhren wie nach Bowen. Dieses Mal musste ich Bekanntschaft mit den schwarz-weißen Magpies machen, die ihr Nest gegen mich zu verteidigen suchten. Es ist schon beängstigend, wenn die Vögel 2 cm am eigenen Kopf vorbeisausen. Bei einer Magpie kann man sich ja noch einigermaßen durchwusteln, aber wenn zwei von verschieden Seiten auf einen zustürzen, kann das oftmals zu einer Panikattacke des Opfers führen. Zumindest ging es mir so.

Auch den süßen Green Tree Frog sowie Cane Toads (Aga Kröte) sah ich beim zweiten Mal in Bowen. Der Green Trea Frog erreicht -je nach Geschlecht- eine Länge von 6 cm bis zu 11 cm.
Cane Toads
werden bis zu 22,5 cm groß. Ursprünglich in Südamerika beheimatet wurden die Kröten als biologische Schädlingsbekämpfung auf Zuckerrohrfeldern in Australien und anderen Pazifikländern eingeführt. Da hier die natürlichen Fressfeinde und tödliche Parasiten nicht vorhanden sind, weiten sie sich immer mehr zur Plage aus, die einheimsche Tiere in Gefahr bringen. Selbst giftige Schlangen im Daintree NP sind inzwischen nicht mehr sicher. Gegen Feinde setzten sich die Kröten mit ihrem giftigen Hautsekret zur Wehr, dass sie auch abspritzen können. Beim Menschen kommt es bei direkten kontakt zur Schleimhaut- und Hautreizungen. Auch Todesfälle sind inzwischen bekannt. Beim Fotografieren ist also Vorsicht geboten (wusste ich vorher nicht).

In der Nähe des Hauses einer Freundin befand sich ein bevorzugtes Futterfeld der Leadbeaters Cockatoo's. Diese Kakadus fallen durch ihr rosanes Federgewand auf und fressen am Erdboden, sowie im Baumgeäst.

Etwa zwei Wochen später fuhren wir mit dem Bus weiter nach Cairns. Von dort aus ging es für drei Tage zum Cape Tribulation. Bevor wir den Daintree River überquerten hielten wir kurz für einen Walk. Während des Walks machte uns der Tourguide auf ein Stick Insect aufmerksam, dass uns ohne sein scharfes Auge (er weiß ja auch wonach er suchen musste) nie aufgefallen wäre. Auf das Foto bin ich nichts desto Trotz sehr stolz.

Während unserer Fahrt auf dem "Daintree River" sahen wir gleich zu Beginn ein (angeblich) 8 m langes Salzwasserkrokodil. Diese Krokodile werden im Durchschnitt 4,2 bis 5,2 m langund wiegen bis zu 2500 Pfund

Salzwasser Krokodil im Daintree River

     

Im Resort trafen wir am ersten Tag auf einen etwa 1,50 m langen Lace Monitor (Common Guanna > Waran), der uns mächtig beeindruckte. Diese Warane können bis zu zwei Meter lang werden und suchen bei androhender Gefahr Schutz auf Bäumen. Sie ernähren sich von Insekten, Reptilien und kleinen Säugetieren.

Einige Tage später liefen wir am "Lake Barrine" einer etwa 80 cm langen, giftigen Red Belly Black Snake (Rotbäuchige Schwarzotter) über den Weg, die sich durch ein leichtes Rascheln verriet. Andrew hat sie nicht gehört und war von meinem "Stop, don't move" und meinem "Pssst" leicht genervt, weil ich ihm nicht erklären konnte, warum er ruhig sein sollte. Ich wollte einfach einige Fotos von der Schlange machen und hatte Angst, dass sie sich weiter verkriecht, wenn er sich rührt. Im Touri Shop zeigte ich der Verkäuferin die Fotos und sie nannte mir den Namen der Schlange. Wie es der Name schon sagt, ist die Schlange oberhalb von schwarzer Farbe und unterhalb von hellroter. Sie lebt größtenteils an der Ostküste Australiens und dort in der Nähe von Wasserquellen. Sie können etwa 2 Meter lang werden. Diese Schlange ist tagaktiv. Der Biss diser Otter ist gefährlich und man sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Das Gift äußert sich in allgemeinen Muskelschmerzen bis zu einer extremen Muskelschwäche.
Leider (!) sollte dies das einzige Zusammentreffen mit einer giftigen Schlange bleiben.

Im Paronella Park in den Atherton Tablelands hatten wir die Gelegenheit im "Tunnel of Love" eine Micro Bat Kolonie von Nahem zu betrachten. Micro Bats leben in Kolonien in Hoehlen, Tunneln oder alten Gebaueden zusammen. Sie ernaehren sich von kleinen, fliegenden Insekten und einige Arten jagen in Gruppen. Des weiteren hingen in den Bäumen des Parks große Spectacled Flying Foxes. Diese "Flughunde" ruhen hoch in den Aesten der Baeume. Sie ernaehren sich von Nektar und Pollen, sowie von Fruechten. Um Fluessigkeit zu sich zu nehmen ueberfliegen sie Wasseroberflaechen und werden dabei auch schon mal von einem Krokodil erwischt. Weitere Informationen auf Bats in Australia, Australia Museum

 

VICTORIA

Als wir an einer "Great Ocean Road" Tagestour teilnahmen, bekamen wir endlich Koalas in freier Wildbahn zu sehen. Diese Wollknäul ließen sich so gar nicht von den kleine Menschengruppen stören. Der Name "Koala" wurde von dem Namen "Gula" abgeleitet. Der Begriff stammt aus der Sprache "Dharug", die von Aborigines aus der Sydney Region gesprochen wurde. Auch die Ngunnawal nannten die Wuscheltiere Gulas. Für was der Name stand ist nicht überliefert. Weitere Namen der Aborigines für den Koala sind Cullawines, Karbors, Bangaroos, Koolewongs, Narnagoons und Cholos. Der Koala gehört nicht zu der Familie der Bären. Er wird 5-14 kg schwer und lebt ca. 15 Jahre. Er verharrt 19 Stunden des Tages zumeist schlafend im Baum. Vier von fünf wachen Stunden verbringt er mit dem Fressen von Eucalyptusblättern.

 

NEW SOUTH WALES

Zurück in Sydney wollte ich endlich eine der hochgiftigen Redbacks sehen und so hat Andrews Bruder Colin mir eine in seinem Garten gesucht. Weihnachten war die Suche nicht von Erfolg gekrönt, doch dafür fanden wir im Februar gleich drei Stück. Zwei waren noch Jungtiere und die dritte ausgewachsen. Das die beiden kleinen unter den Gartenstühlen lebten, beruhigte mich nicht gerade. Die größere der Spinnen befand sich draussen unter einem Fenstersims, wo ich sie auch fotografierte. Etwa acht Wochen später brachte Colin die Spinne um die Ecke, weil sie immer größer wurde und er Angst hatte, dass sie einen der Hunde beißt. Schade, hätte ich gerne gesehen, denn schon als ich sie sah, beeindruckte ihre Größe. Möglicherweise hat Colin sie auch kurz vor der Eiablage gekillt. Charakteristisch ist jedenfalls der rote Fleck auf den Rücken. Bei einem Biss sollte man keinen Druckverband anlegen, sondern die Bisstelle mit Eis kühlen und sofort ins Krankenhaus fahren. Die Redback verursacht mehr Giftunfälle als jedes andere Tier in Australien.

Einige Tage später entdeckte Andrew eine Huntsman, die an einem Abflussrohr neben unserer Terrassentür krabbelte. Diese Spinne sind sehr haarig, sie haben sehr lange Beine und sind sehr schnell. Von Bein zu Bein kann sie 15 cm groß werden. Sie leben größtenteils auf Pflanzen, kommen aber auch gerne ins Haus oder verstecken sich im Auto (liebend gerne unter der Sonnenblende). Als ich vor meiner Reise nach Australien in verschiedenen Foren gelesen habe, dass die Huntsman so groß sind, wie ein Handteller, bin ich davon ausgegangen, dass der Körper so groß ist. Da aber die langen Beine eingerechnet sind, finde ich die Spinnen nicht so furchtbar groß. Huntsman können beißen, doch das ist selten. Der Biss würde sehr schmerzhaft sein und es würde sich evtl. eine kleine Schwellung bilden. In so einem Fall heißt es kühlen und zum Arzt, wenn die Schmerzen unerträglich sind oder die Schwellung überdemensionale Ausmaße annimmt. Wie bei allen Insektengiften könnte es wohl im Einzelfall zu allergischen Reaktionen kommen. Ich habe übrigens in den zwölf Monaten niemanden kennengelernt, der von einer Huntsman gebisse wurde.
Anmerkung: Denkt an das Gesicht dieser Huntsman, wenn ihr das nächste mal darüber nachdenkt, ob ihr ihr eine Huntsman, die euch zu nahe gekommen ist, leichtfertigt erschlagt.

In Sydney's "Botanical Gardens" entdeckte Andrew in der Nähe vom "Tropical Centre" einen nicht gerade kleinen Lizard und nur wenige Minuten einen etwas kleineren. Ich hätte die beiden glatt übersehen. Der größere war total relaxt und ließ sich durch meine fotografischen Escapaden nicht nicht weiter stören, wo hingegen der kleinere merklich scheuer war.

Den Australian White Ibis sieht man sehr häufig in Sydney. Besonders in den Parks und in der Nähe von Mülleimern. Er hat einen weißen, plumpen Körper, einen schwarzen federlosen Kopf und einen langen, schwarzen und nach unten gebogenen Schnabel.

Während unserer Tagestour in die Blue Mountains habe ich doch glatt nochmal vier verschiedene Papageienarten beobachten dürfen. Darunter der King Parrot und der Crimson Rosella. Die King Parrots (u.a. auch "Blue Mountain Rosellas genannt) sind oft zusammen mit verschiedenen Arten von Rosellas zu sehen. Beide Papageienarten leben an der Ostküste, wobei Rosellas auch auf Tasmanien zu finden sind.

Crimson RosellaKing Parrot - male

King Parrot - female

Das Copyright für veröffentlichte, von der Autorin selbst erstellte Objekte/Fotos bleibt allein bei der Autorin der Seiten. Eine Vervielfältigung oder Verwendung solcher Grafiken und Texte ist ohne ausdrückliche Zustimmung der Autorin nicht gestattet, siehe Haftungsausschluss

Lace Monitor

Red Bellied Black Snake

Flying Foxes

Microbats

Koala

Schmetterling

Redback

Spinne

Huntsman Spider

Lizard

Lizard

Ibis

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