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Wieder
in Sydney 12.11.2004 |
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Wer hätte das gedacht... ich bin seit zwei
Tagen wieder im guten, alten und bekannten Sydney.
Ein Familienmitglied Andrews liegt im Krankenhaus
und wird bald ihrer Krankheit erliegen und so entschloss
er sich, nach SYD zu fliegen. Obwohl Andrew mir
versicherte, dass er es mir nicht übel nehmen
würde, wenn ich nicht mitkäme, flog ich
mit, da mein Konto nach den Touren um Cairns wieder
auf 0 stand und ich mir dachte, dass ich dann hier
bis Ende Januar arbeite und anschließend noch
Darwin, den Kakadu, Alice Springs, Uluru und Katia
Tuta und evtl. noch Melbourne, Adelaide und Perth
mache. Je nachdem was das Geld so sagt.
Gestern und heute haben wir zwecks Shared Accomodation
und möblierten Apartments herumtelefoniert
und morgen gehen wir uns einige Zimmer ansehen.
Momentan wohnen wir bei Andrews Eltern und schlafen
in getrennten Zimmern, weil sein Bett zu klein ist.
In der ersten Nacht lagen wir beide noch in dem
90cm Bett… nun ja… so lange bis ich
AJ rausschmiss. Ich habe so getan, als ob ich im
Schlaf wegdrängle, damit er es mir nicht ganz
so übel nimmt.
Wie sich herausstellte sind die beiden Hunde hier
im Haus nicht so furchteinflössend wie ich
zunächst gedacht habe. Ganz im Gegenteil. Trixi
(Kelpie Mix), das Mädel, hat scheinbar einen
Narren an mir gefressen und Jordan (laut Andrew
a Mastiff Mix!!!) ist auch ein Schnuffelchen. Jordan
scheint eher nach etwas Labrador und vielleicht
Stafford Blut in sich zu haben, als Mastiff.
Andrews Eltern Margaret und John und sind auch sehr
nett. Als ich Trixi einmal mit deutschem Akzent
ausgesprochen habe, als ich sie zu mir rief, wurde
ich doch tatsächlich von AJ's Mom hochgenommen
und nachgeäfft. Da war ich zugegebenermaßen
ein paar Sekunden eingeschnappt. Andrew meinte daraufhin,
dass sie einfach nur Akzente liebt und sich nichts
dabei denkt.
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Endlich
ein Apartment 17.11.2004 |
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Wir haben inzwischen ein 1-Zimmer Apartment
in Darling Point, einen noch sehr zentral
gelegenen Stadtteil Sydneys, und sind wie wild dabei
einen Job zu suchen.
Unser kleines Apartment hat einen Schlafraum annehmbarer
Größe. Der Wohnraum mit einer Küchenecke
und einem Fernseher ist etwas kleiner. Das Badezimmer
mit Dusche ist echt winzig. Wir zahlen zusammen $360
pro Woche, was zwar nicht gerade wenig ist, doch zumindest
wohnen wir in Darling Point, einem netten Bezirk, der
sehr nahe am Bahnhof von Edgecliff liegt. Bis in die
Stadt sind es zwei Bahnstationen.
Im Edgecliff Centre, welches direkt
am Bahnhof liegt, gibt es einen Coles Supermarkt,
was natürlich äußerst praktisch ist.
Des Weiteren findet man dort Video Ezy, Cafés,
einen IGA Supermarkt, eine Bäckerei, Banken,
Ärzte und noch einige weitere Geschäfte. |
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Endlich
Arbeit 27.11.2004 |
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Juhu, seit gestern Abend arbeite ich in einem griechischen
Restaurant im Sydney CBD. Die haben größtenteils
Gruppen mit einem "All you can eat" Einheitsmahl.
Nachdem der letzte Gang von den Gästen verspeist wurde,
dürfen sie Sirtaki und Co tanzen. Die Head Waitress
(na ja, vielleicht ist sie sogar stellvertretende Restaurantmanagerin,
keine Ahnung) ist eine Italienerin, die ebenfalls mit einem
WHV hier ist. Nach dem Jahr in Australien, welches für
sie im Februar endet, geht sie für ein Jahr nach China.
Die restlichen Kolleginnen sind auch zum größten
Teil WHV'ler aus England, Polen und Ungarn.
Da bekomme ich 13$ cash pro Stunde. Nicht sooo schlecht,
werde mir aber -da ich nur abends zwischen 5 und 7 Stunden
arbeite- evtl. noch einen zweiten Job suchen, damit ich
im Februar mit Andrew problemlos reisen kann.
Dieser wird mich übrigens im nächsten Jahr in
Deutschland besuchen kommen (so wie es jetzt aussieht).
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Schimmel
02.12.2004 |
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Wat soll ich sagen??? Wir haben in unserm
Apartment massig Schimmel entdeckt und sind daraufhin
am nächsten Tag ausgezogen... und zwar in das sechsstöckige
Haus gegenüber. Soviel Schimmel wie in der Mona
Rd. 15a habe ich meinen Lebtag noch nicht gesehen. Dazu
kommt, dass ich wohl eine Schimmelpilz Allergie habe.
Kein Wunder, dass ich in der Wohnung ständig am
Keuchen und Schniefen war. Der Witz ist, dass Effi bis
zum Ende behauptet hat, es wäre kein Schimmelpilz
(siehe Foto!). Nun, hätte sie es zugegeben, hätte
sie kein Geld mehr von uns verlangen können und
sogar etwas zurückzahlen müssen. Jetzt müssen
wir doppelt Miete zahlen, weil die Vermieterin einen
an der Klatsche hat. Nun ja, zumindest zahlen wir jetzt
etwas weniger, sprich $310 pro Woche. |

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Weihnachten
vorbei 29.12.2004 |
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So, ich hoffe
ihr habt alle schoen Weihnachten gefeiert.
Am 25.12. um kurz nach 0 Uhr bekam ich meine Geschenke
von meinem Schatzi: Ein Wildlife Photography Buch, ein
Buch von Peter Moore und einen Delfin Kalender.Bei uns
war es also wirklich schoen, nur nicht so ganz wie Weihnachten.
Die ganze Deko fehlte irgendwie. Ja, hier und da war
mal ein Schaufenster dekoriert, aber die privaten Haeuser
waren da nicht so dolle.
Als wir am 25. zu Andrews Eltern nach Fairfield fuhren,
stellte ich fest, dass die "Western Suburbs"
etwas mehr dekorieren.
Nachdem wir einige Stunden mit Andrews Eltern und Grosseltern
verbracht haben fuhren wir mit John (Andrews aeltestem
Bruder) nach St. Claire um dort den Abend und die Nacht
bei Andrews anderem Bruder Colin und seiner Frau Sandy
zu verbringen.Die beiden haben ein nettes Haeusschen
mit einem grossen Garten, einer schoenen BBQ Ecke und
einem Pool in guter Groesse. Leider war es nicht warm
genug um zu schwimmen. Zudem haben sie zwei schnuffelige
Hunde: Olli, den Zwergpudel und Rusty den "Australian
Cattledog".
Mein gerahmtes Bild von "Oli" Sandy's Zwergpudel,
ruehrte Sandy zu Traenen. Ich bekam uebrigens natuerlich
auch einige Geschenke von AJ's Familie: ein Coles Meyer
Gutschein, einige Ferrero Pralinen und ein Bodylotion/Bathgel
Set.
Abends gab schliesslich ein leckeres Barbie mit Chicken
und Beef Steaks, Salaten und ueberbackenen Kartoffeln,
wir haben wirklich jede Menge Spass gehabt und am naechsten
Morgen gab es leckere Mini Pfannkuchen *schmatz*. |
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Alles
vorbei? 06.01.2005 |
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HORROR!!!!!
Am 31.12.2004 bin ich mit Andrew, einer Flasche Cola,
einer Tüte Apfelsaft, etwas Schokolade aus Deutschland
und einem Sechserpack Bier in Richtung Botanischen
Garten marschiert.
Auf dem Weg dorthin haben wir eine Mampfpause an "Harry's
Cafe de Wheels" gemacht, wo ich einen
Hotdog mit zermanschten Erbsen und Chili con Carne
verspeist habe.
Als wir am Botanischen Garten ankamen, mussten wir
feststellen, dass wir Andrew's Bier nicht reinbekommen
würden. Super, wir marschierten weiter in Richtung
Hafen. Doch leider gab es auch dort (wie überall)
Kontrollen. Nach langem Hin und Her brachten wir das
Bier ins Griechische Restaurant und gingen wieder
zum Macquarie Point. Dort was es
aber als wir dort ankamen schon so megamäßig
voll, dass ich vor Enttäuschung fast ausgerastet
bin (armer AJ). Mich machten die Menschenmassen, die
dort größtenteils aus Backpackern bestanden,
etwas nervös. Wir überlegten hin und her
(ich war in SMS Kontakt mit Daniel, der sich am Circular
Quay befand und Andrew tauschte Messages mit einem
Freund in Nord-Sydney aus) und fuhren dann mit dem
Zug über die Harbour Bridge nach Northern
Sydney.
Dort war es etwas leerer und super entspannend. Die
Atmosphäre wirkte weniger geladen, sprich durchweg
freundlich. Wir suchten uns ein ruhiges Eckchen, freundeten
uns nach ca. zwei Stunden mit unseren Nachbarn an,
ärgerten uns alle gemeinsam über die asiatische
Familie, die über unsere Decken stapften und
herumdrängelten und warten auf das Feuerwerk.
Um 21 Uhr fand das Familienfeuerwerk statt, welches
ganz nett war und schon auf das größere
Feuerwerk um Mitternacht einstimmte.
Um 22.55 Uhr musste ich dann auf die Toilette. Dort
musstet ich 45 Minuten auf eine freie Toilette warten.
Da sich schon Panik in mir breit machte joggte ich
zu unserem Platz zurück, hüpfte von der
Rasenfläche auf die Straße
U N D fiel... und zwar richtig. Der Schmerz war immens,
denn ich bin erst umgeknickt und dann gefallen. Für
etwa 3 Minuten saß ich auf der Straße.
Hat mir jemand geholfen? Natürlich nicht! Irgendwie
schaffte ich es von alleine aufzustehen und auf einem
Fuß zu unserem Platz zu hüpfen. Bin dahin
hatte ich meinen Tränen noch zurückgehalten
(hat mir deshalb keiner aufgeholfen?), doch als ich
Andrew endlich im Blickwinkel hatte (und er mich),
schossen mir die Tränen in die Augen und ein
Wasserfall senkte sich über meine hohen Wangenknochen
herab um den trockenen Boden unter mir zu befeuchten
(wie poetisch!). AJ kam sofort auf mich zugeschossen
und half mir zu unserem Platz, wo ich begann am ganzen
Körper zu zitternd und wie ein Kleinkind vor
mich hin heulte. Nachdem ich erzählt hatte, was
passiert ist, formten Andrew und unsere neuen Bekannten
ein schützendes Schild um mich herum, damit keiner
meinen Fuß berührt. Schnell wurden Taschen
und Decken unter meinem Bein aufgetürmt. Eine
der Frauen stellte sich hinter mich, damit ich etwas
zum Anlehnen hatte und ich dachte nur an Fotos und
Schmerzen. Immer noch heulend druckte ich AJ meine
Kamera in die Hand, damit er Fotos vom Feuerwerk macht,
von dem ich nur einen Teil sah. Zwischendurch hat
ein Jüngling noch das schützende Schild
durchbrochen und ist gegen meinen Fuß gelaufen,
so dass ich einen SEHR lauten Schmerzensschrei vom
Stapel abgelassen habe und er mit derben Flüchen
meines Schutzschildes von dannen gejagt wurde. Nach
dem Feuerwerk warteten wir, bis sich der größte
Teil der Schaulustigen vom Acker machte, um dann die
Sanitäter zu holen. Diese verpassten mir nur
eine Bandage, gaben mir einige Ibuprofen, erwähnten
(Gott sei Dank) dass der Krankenwagen $180 kostet
und ließen mich ziemlich schnell wieder mit
meinen Schmerzen alleine. Meine menschlichen Schutzschilder
mussten auch los und so waren wir alleine und versuchten
über eine Transportmöglichkeit nachzudenken.
AJ war für ein Taxi, doch ich bestand auf den
Zug. Nachdem ich mich mit AJ’s Hilfe etwa 6m
den Weg hochgeschleppt habe, kam ein weiblicher Teenie
mit einem Stuhl zuhilfe. Auf dem saß ich dann
erstmal wieder 15 Minuten. Doch irgendwann mussten
wir ja weiter und so schleppte ich mich langsam und
unter Schmerzen voran, bis ein paar Schotten (tatsächlich
in Schottenröcken) mit einem Stuhl vorbeikamen.
AJ sprach die Beiden sofort an, ob sie uns nicht zum
Bahnhof helfen könnten. Jaaa, also verfrachteten
sie mich auf den Stuhl und fingen an zu schleppen.
Aus Einfachheitsgründen ließen sie den
Stuhl nach einigen Minuten weg und trugen mich die
ca. eineinhalb km bis kurz vor den Bahnhof. Andrew
lief hinter uns hinterher, für den unwahscheinlichen
Fall, dass ich nach hinten kippe (ja ja...). Wir mussten
zum Glück nur kurz auf den Zug warten, an der
Townhall nochmal umsteigen und in Edgecliff krabbelte
ich in einen Einkaufwagen, in dem Andrew mich zum
Apartment schob.
Am 4. Januar (nach 4 Tagen auf Ibuprofen) gingen
wir zum Arzt, der nur mal kurz schaute, der dann ein
zeitaufwändiges Problem mit dem Computer hatte,
welcher dann $80 berechnen wollte, weil wir die 15
Minuten für $55 überschritten hätten
und nach meiner gezischten Beschwerde doch nur $55
berechnete und der mich dann zum Röntgen und
zum Ultraschall schickte, was mich auch nochmal $210
kosteten. Nachdem der Arzt meinte, dass gleich zwei
Bänder gerissen waren, kamen mir kurz die Tränen,
als der Arzt mal kurz verschwand und heulte, als ich
mit Andrew die Praxis verließ.
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Am 06. ging ich mit den Bildern wieder zum Arzt (nochmal $55),
der mir nur eine Bandage verpasste und meinte, dass in 2-3
Wochen wieder alles okay ist. Ja ja, wer es glaubt.JETZT werde
ich nicht mehr arbeiten können, wohl nicht mehr den Kakadu
NP und den Uluru sehen und finde das echt zum Würgen
. Momentan bezahlt Andrew ALLES. Er bekommt natürlich
auch alles wieder.
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Umzug
nach Guilford 09.01.2005 |
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Wie sind heute zu John, Andrew's aeltestem
Bruder gezogen, weil wir hier in Guilford zusammen nur
$170 zahlen. Das Haus gehoert Andrew Bruder David und
seiner Verlobten Debbie, die vor einigen Wochen nach
Melbourne gezogen sind. Wir haben ein kleines Zimmer,
in dem im Moment nur ein Einzelbett steht. Das Zimmer
ist mit Teppich ausgelegt, was natuerlich meiner Hausstaubmilbenallergie
nicht gerade zugute kommt, doch dann muss ich halt oft
staubsaugen.
Momentan schlaeft AJ auf der Couch und ich in unserem
Zimmer. Uebel! Naechste Wochen wird ein Bett gekauft.
Zumindest haben wir hier unbegrenztes Breitband Internet
und Pay TV. |
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Ein
Fernseher muss her 18.01.2005 |
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Da John Abends auch mal das sehen moechte, was er will
(Sport!) muessen wir in den naechsten Tagen einen Fernseher
kaufen. Naja,sind ja nicht sooo teuer, aber in Anbetracht
der Tatsache, dass wir kein Geld haben, weil ich noch nicht
arbeiten kann...
aber zumindest haben wir inzwischen ein Bett *sing* mit
einer Foammatress, die jetzt schoen Hoehlen ausweist. Trotzdem
schoen... auch wenn wir jetzt kaum noch Platz im Zimmer
haben. Wenn man ins Zimmer kommt, faellt man nach einem
Meter direkt auf das Bett.
Aehm... und der Internetanschluss ist seit einigen Tagen
ziemlich lahm. Es wurde also hilfesuchend David angerufen,
der John den Provider Account aufrufen lies. Schnell stellte
sich heraus, dass die mit dem schnellen Zugang erlaubt Downloadmenge
ueberschritten wurde. Das war natuerlich mein Fehler, doch
wenn man mir sagt, dass ich unbegrenzten Internetzugang
habe, gehe ich auch davon aus, dass die Downloadmenge unbegrenzt
ist. Nun haben wir also noch bis zum Monatsende einen langsamen
Zugang. Suuuper!
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Familientreffen
30.01.2005 |
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Da Andrew's Bruder David mit seiner Verlobten aus Melbourne
vorbeigeschaut hat, trafen wir uns mit seinen Eltern in einem
Pub, um zu quatschen und zu speisen. Habe einen super leckeren
Chickenburger verdrueckt. Spaeter sind Margret und John (Eltern)
noch mit zu John (Junior) gekommen. Hilfe, das mit dem Staubsaugen
stellt ein kleines Problem dar. Scheinbar halten es einige
Leute nicht fuer noetig einen Sauger mit grosser Wattzahl
zu kaufen. Der jetzige Staubsauger scheint nicht mehr Kraft
zu haben, als wenn ich persoenlich mit meiner Lungenkapazitaet
den Staub vom Teppich einsaugen wuerde.
Ach ja, wir haben inzwischen auch einen Fernseher. Zumindest
brauchen wir uns jetzt keine Gedanken mehr darueber machen,
welche Shows John gutheisst und welche nicht. und Andrew kann
jetzt jedenzeit seine DVD's ansehen. Ick war ma wieder janz
nett und habe mir mit ihm zusammen diese zwei QT Filme mit
Uma Thurman Filme angesehen. Nicht so mein Fall.
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Hagelsturm
02.02.2005 |
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Wir hatten gerade einen Hagelsturm. Ein sehr interessantes
Erlebnis, wo hier doch sommerliche Verhaeltnisse herrschen
sollten. Die Regentropfen waren so riesig, das man sie
bei normaler Kamerageschwindigkeit (Exposure) auf dem
Foto sieht und die Hagel "koerner" waren teilweise
faustgross. Hagelkoerner dieser Groesse habe ich bei uns
in Norddeutschland noch nicht gesehen.
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Endlich
eine Redback 03.02.2005 |
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Wir haben heute Abend
mal kurz Colin und Sandy besucht und Colin hat mir
endlich eine ... aehm ne, es waren gleich 3... Redback
Spiders gefunden.
Isn't she BEAUTIFUL? Immerhin ist sie eine der gifitgsten
Spinnen der Welt. Glücklicherweise gibt es seit
Jahren ein Gegengift. Das zwei der drei Spinnen unter
den Plastikstuehlen in der BBQ Ecke sassen, trug allerdings
nicht gerade zu meinem Wohlbefinden bei.
Um 20 Uhr begaben wir uns in aller Eile wieder auf
den Rückweg, da wir natürlich nicht die
erste Folge von "LOST" verpassen wollten. |
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Northern
Beaches 06.02.2005 |
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Ich kann es kaum glauben.
Unsereins hat kein Geld und John investiert gestern
100-200 AUD ins Pferderennen und gewinnt $700.
Heute Morgen um 11 Uhr (auf die Minute) sind wir mit
John zu den Northern Beaches gefahren.
Zuerst ging es zum "Mona Vale Beach",
wo wir auch unser Mittagessen an einem kleinen, aber
sehr geschäftigen Kiosk zu uns nahmen (Hot Dogs).
Mit vollem Magen sind wir danach zum Strand hinuntergegangen
um eine Runde zu schwimmen, wenn man denn meinen "ich
paddel ein bissl mit einem Fuss" Getue als schwimmen
bezeichnen kann. Etwa drei Meter vom Strand entfernt
befindet sich eine Sandbank im Wasser. Als John wieder
das Meer verliess, kam Andrew ins Wasser, der vorher
am Strand auf die Kamera aufgepasst hat.
Anschliessend fuhren wir weiter zum bekannten "Palm
Beach", an dem ab und an mal "Home
and Away" gedreht wird. Dieser 2,5 km lange Strand
liegt am etwas nobleren Stadtteil Palm Beach und erstreckt
sich bis zum Barrenjoey Head. Warum jeder Touri zum
Palm Beach geschickt wird, kann ich nicht sagen. Ist
ein netter Strand, aber das war es auch schon. Ich konnte
allerdings nicht an die Klippen, denn klettern kann
ich ja nun noch nicht. Vielleicht wäre das noch
ein Highlight gewesen. Der Mona Vale Beach war um einiges
schöner, ob nun zum Schwimmen oder nur zum Sonnen.
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...
und noch einmal 10.02.2005 |
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Da weckt AJ mich morgens um 9:30 Uhr, damit
ich mich fertig mache und in die Stadt komme... und was
passiert: Ich fahre mit dem Bus zur Bahnstation "Merrylands"
und alles ist gut, nehme den Zug zur Townhall
und alles ist gut, steige dort aus, gehe
ins Internet Cafe "Cuve", welches sich m McDonalds
befindet, drucke etwas fuer die Versicherung aus und alles
ist gut... doch dann moechte ich MCD verlassen
und nichts ist mehr gut, denn ich vertrete
mich vom kleinen Absatz auf den Fussweg und knicke wieder
mit dem kaputten Fuss um. Kurzer Schrei, vielen Flueche
und Traenen, die sich langsam in meinen Augen
bemerkbar machen. Ein Paerchen und
ein Inder helfen mir zur Sitzecke des Cafe . Der Inder
gibt mir noch etwas von seiner Creme, die er dabei
hat, weil ihm vor kurzem etwas aehnliches passiert
ist. Nach fuenf Minuten (meine Helfer habe ich inzwischen
weitergescheucht) frage ich die Cafe Tante, ob sie
mir bitte Eis bringen koennte. Als ich da so unter
Traenen sitze (die mehr aus der Enttaeuschung und
weniger aus dem Schmerz resultierten) kommt ein Macho
Moechtegern vorbei und laesst ein "Hey Sexy,
are ya alright?" ab. Ich wuerdige ihn keine Blickes.
Wenig spaeter kommt der (ebenfalls indische) Manager,
bringt Eis und kuehlt meinen Fuss. Unter Traenen erzaehle
ich ihm, das mein Freund jeden Moment kommen wird.
Einige Minuten spaeter steht mein Schnuckel vor mir
und bringt mich erstmal wieder zum Lachen. Nachdem
der super nette Manager ein Unfallreport ausgefuellt
hat, mache ich mich mit AJ also nach etwa eineinhalb
Stunden in Sydney CBD wieder auf de Rueckweg .
Die Schmerzen sind heftig, aber nicht so schlimm wie
beim ersten Mal, was entweder bedeutet, dass nur eines
der Baender wieder nachgegeben hat oder |
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sich mein Korper inzwischen an die Schmerzen gewoehnt hat.
Vielleicht ist auch einfach nur ein drittes Band gerissen.
Wer weiss... zum Arzt gehe ich hier bestimmt nicht mehr.
Somit hat sich also nun die Chance, etvtl. einen Job fuer
zwei Wochen zu finden und doch noch den Uluru oder den Kakadu
NP zu besuchen endgueltig verfluechtigt.
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Chinesisches
Neujahr 13.02.2005 |
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Die Chinesen feiern von
03.02.2005 bis zum 20.02.2005 um das Jahr des Hahnes
zu begruessen (http://www.cityofsydney.nsw.gov.au/cny/).
Andrew und ich haben uns somit gestern auf die Socken
gemacht, um uns die Chinesische Neujahrsparade
anzusehen. Da wir etwas spaet dran waren, haben wir
uns gleich zur Marketcity begeben, sprich zum Ende
des Zuges. Menschen draengelten sich an einigen der
besten Stellen dicht aneinander. In einer Kurve stand
noch niemand und so fragte ich einen "Parade
Offiziellen" ob der Zug hier langkommen wuerde.
Er bejahte und so stellten wir uns dorthin. Urploetzlich
gesellten sich weitere Menschenmassen zu uns.
Ziemlich schnell habe ich festgestellt, dass meine
Kamera dummerweise noch auf "Play Mode"
stand und die Batterien nahezu leer waren. Die Anzeige
war schon am Blinken. Der arme Andrew musste also
zum naechsten Laden laufen und mir Batterien besorgen.
Nach einigen Minuten kam er mit zwei statt vier Batterien
zurueck, so dass die Kamera nach viel zu kurzer Zeit
wieder den Geist aufgab. Er musste also nochmal los.
Mit vier neuen Batterien lief dann gluecklicherweise
alles bestens und ich konnte die Parade geniessen.
Andrew stand inzwischen leider 3 Reihen hinter mir.
Ich fand die Parade ganz beeindurckend, da ich die
Farbenpraechtigkeit der Drachen und des Make Ups liebe.
Nach der Parade haben wir uns mit Susann, die fuer
eine Woche in Sydney sein wird, an der Townhall
getroffen und sind zusammen weiter zu den Gloria
Cafe gegangen um endlos zu tratschen. Es war uebrigens
unmoeglich von Susann und Andrew ein vernueftiges
Erinnerungsfoto zu machen. Einer von beiden hat
immer ein komisches Gesicht gezogen. Na ja, zumindest
haben wir jetzt was zu lachen, wenn wir uns die
Bilder ansehen.
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Langeweile
19.02.2005 |
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Am 14.02. sprich am Valentinstag
habe ich eine wunderschoene rote Rose, Ferrero Kuesschen
und ein KitKat Caramel vom Schatzi bekommen. Schnuffig!
Da ich sentimentalveranlagt bin musste ich die Rose
natuerlich mal wieder fotografieren. Fragt mich
nicht, wie ich den Effekt dabei hinbekommen habe.
Es hat wahrscheinlich etwas mit dem Blitz und der
Folie, in der die Rose sich befand, zu tun.
Naechsten Samstag geht es mit dem Firefly Bus nach
Melbourne. Dort kommen wir bei David, Andrews Bruder
unter. An einem Tag werden wir uns Melbourne ansehen
(Andrew war natuerlich schon mal da), am Sonntag
wahrscheinlich eine Great Ocean Road Tour und am
Dienstag geht es nach St. Kilda, bevor wir wieder
zurueckfliegen.
Ja... und ansonsten gammel ich rum, hock vor dem PC,
gucke Fernsehen, lese und mache weitere so aufregende
Sachen. Gestern war ich mal kurz im Shoppingcenter
in Merrylands, habe zwar bei Coles fleissig Lebensmittel
eingekauft, aber da ich praktisch pleite bin war es
das auch schon. Dafuer wird es heute leckere Schaschlik
geben. Ob Andrew die isst (angeblich kein Schweinefleisch
Fan) steht in den Sternen. Wenn nicht, habe ich eben
fuer mich mehr. *grunz* und Leberwurst habe ich auch
wieder gekauft. Unglaublich, in Deutschland habe ich
die vielleicht einmal im Monat gegessen, wenn es hochkommt.
Laufen kann ich eigentlich ganz gut, doch musste ich
gestern feststellen, dass es in Schuhen doch etwas
anderes ist, denn diese reiben ganz widerlich auf
dem gerissen Band und verursachen dann doch noch zuviele
Schmerzen. Morgen werden wir ins Kino gehen, um
uns "Aviator" mit Leo anzusehen. Der Film
ist AJ's Wahl... meine Valentinstagaufmerksamkeit.
Etwas spaeter am Tage
Uuuunglaublich... da habe ich superleckere Schaschlik
bereitet, eine Currysosse gemixt, diese in der Mikrowelle
erwaermt und was passiert, als ich mit AJ am Tisch
sitze... ich knocke den Becher mit der Sosse um,
welche bruehend heiss auf meinen Oberschenkel laeuft.
Schon zuvor haben wir 40 Minuten auf AJ's Eltern
gewartet, welche ihr neues Auto praesentieren wollten.
Es war ja klar, dass sie genau dann kommen, wenn
mir mal wieder was passiert ist. Da mir klar war,
dass sie zum falschen Zeitpunkt erscheinen wuerden,
habe ich AJ in unser Zimmer gejagt, um |
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mir eine Hose zu holen, da mein Roeckl mit Currysosse bedeckt
war. Als ich also gerade in sauberer Hose und mit Kuehlakku
auf meinem Oberschenkel da stehe, liess AJ und schon seine
Eltern in die Kueche. Nun denn, John machte sich also ers
mal wieder nett ueber meine Schusseligkeit lustig, waehrend
ich zwei weitere Gedecke auf den Tisch stellte. Margaret
half uns beim Aufwischen der Sosse (die sich auch and er
Wand befand) und anschliessend verspeisten wir die Schaschliks
(ike?) und fuhren danach eine Runde mit dem neuen Holden
um den Block.
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Schlechte
Laune 24.02.2005 |
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Das glaube ich ja jetzt nicht. Da wird AJ im Januar erst
tagelang bedraengt, dass er sich trotz fehlenden Geldes
einen eigenen Fernseher kaufen soll, nur weil wir zwei Serien
(Nip/Tuck und Carnevali) sehen wollten, die ihn nicht interessierten
und nun hat John sich exakt denselben Fernseher gekauft.
Das Ding ist, dass unsere Serien gar nicht mehr laufen und
"LOST" und "Desperate Housewives" haben
wir uns immer zusammen angesehen. Da musste ich mich ganz
arg zusammenreissen das ich nicht ausraste. Als er den Karton
vor unsere Nase hingestellt hat habe ich ungelogen mit offenen
Mund da gesessen.
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Melbourne
26.02.
- 01.03.2005 |
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Natuerlich nicht unter "Wieder in Sydney" zu finden,
sondern hier
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Leichhardt 06.03.2005 |
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Wir wurden
heute von Margaret und John abgeholt, die nochmal
etwas mit uns unternehmen wollten und so kamen sie
auf die Idee, mit mir uns für das italienische
Festival und ein Mittagessen nach Leichhardt zu
fahren. Bevor wir uns also in die Menschenmassen
stürzten aßen wir beim Italiener zu Mittag,
wo ich mir mal wieder leckere Pasta mit Schinken
und Champignons in Sahnesoße bestellte. Gott,
war das lecker.
Das Festival zieht sich die Norton Road entlang.
Die Straße war unglaublich voll. Das war echt
Wahnsinn. An den Seiten gab es massig Snacks, Schmuckstände
und ähnliches. Die Stimmung war supernett und
alles wirkte friedlich und "südländisch".
Tipp: Mit den Bussen 436 und 440
kommt man recht zügig von der Innenstadt nach
Leichhardt. |
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Dritter
Abschied 09.03.2005 |
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Heute bin ich mit AJ
ins Einkaufszentrum nach Fairfield gefahren, um
endlich meinen Weihnachtsgutschein einzuloesen.
Letztendlich habe ich mir das neue Buch von Dean
Konntz (Life Expectancy) und die neue Single von
J.Lo (Get Right) ausgesucht. AJ's Dad hat uns vom
Einkaufszentrum abgeholt, weil wir uns bei ihm mit
Sandy und Colin zum Pizza-Abschiedessen verabredet
hatten. Nach der Begruessung der menschlichen Lebewesen
bin ich zu den Tieren uebergegangen und habe zusammen
mit Aj Jordan und Trixie begruesst. Beide sind vor
Freude fast ausgerastet. Bevor wir wieder ins Haus
gingen haben wir noch einige Runden mit den Suessen
geschmust. Das Foto links habe ich uebrigens aufgenommen,
kurz nachdem Jordan Andrew quer durchs Gesicht leckte.
Leider habe ich den genauen Moment etwas verpasst.
Das AJ einige Fotos von Trixie und mir machen konnte
grenzte bei ihrer Hyperaktivitaet an ein Wunder.
Nach einer Weile mussten wir uns dann wirklich wieder
im Haus sehen lassen. Dort habe ich mich erst ein
wenig mit John ueber Dean Koontz unterhalten und
spaeter mit Sandy und Margaret ueber diverse andere
Dinge.
Etwa eine Stunde spaeter kamen die Pizzen an. Da
wir alle dermassen unterschiedliche Geschmacksrichtungen
bevorzugten, wurden von Margaret Supremes, Chicken,
Meatlovers, Mexican und Vegetable Pizzen bestellt.
Ich glaube wir hatten so um die 7 Pizzen zum verdruecken.
Bevor Sandy und Colin sich endgueltig von mir verabschiedeten
durfte ich nochmal eine klitzekleine Wende mit dem
Holden drehen. |

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Blue
Mountains 10.03.2005 |
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Den Bericht zu unserem kleinen Tagesausflug in die Blue
Mountains findet ihr hier
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Abschied 13.03.2005 |
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Ich bin am Freitag, den 11. März 2005 nach Deutschland
geflogen. Am Donnerstag haben uns seine Eltern vom Bahnhof
abgeholt, noch einigen Minuten mit uns im Haus verbracht
und sich dann endgültig (was für ein abartiges
Wort) verabschiedet. Nachts konnte ich die dritte Nacht
in Folge nicht schlafen. Obwohl ich schon um 2 Uhr total
verzweifelt war, habe ich Andrews Aufforderung ihn zu wecken
wenn ich wieder nicht schlafen könnte nicht in Anspruch
genommen. Doch als mein Hin- und herwälzen immer schlimmer
wurde und begann zu schluchzen wachte er um 3 Uhr –mehr
oder weniger- von alleine auf. Unter Tränen erzählte
ich ihm, da ich wieder nicht schlafen könne. Ich bin
dann in die Küche, um mir heulend einen Tee zu kochen.
AJ schlurfte mir hinterher und nahm mich immer wieder in
den Arm und murmelte sanft auf mich ein, um mich zu beruhigen
und
| meine Heulattacken zu stoppen.
Mit Tee und Freund bin ich wieder ins Bett, doch
konnte ich immer noch nicht schlafen. Da AJ über
mich wachte und mir sanft über den Rücken
strich bin ich wohl doch noch mal für eine
halbe bis eine Stunde eingeschlafen, doch der Wecke
klingelte erbarmungslos um 5.30 Uhr.
Am Freitag sind wir also schon sehr früh mit
Bus und Bahn zum Flughafen gefahren, damit ich meinen
gewünschten Fensterplatz bekam. Da wir etwas
zu früh dran waren, mussten wir noch 40 Minuten
warten, bis der China Air Check-In öffnete.
Als mein Gepäck gewogen wurde machte sich Erleichterung
breit: Nur 19,4 kg. Andererseits ärgerte ich
mich, dass ich nicht mehr eingepackt habe. Nachdem
ich mit Andrew etwas umhergestrollt bin, sind wir
zu Travellex, da ich noch etwas Geld umtauschen
musste, was ich vorher leider versäumt habe.
Die wollten doch glatt $8 für das Untauschen
von $40 haben. Fuer $20 bezahlt man "nur"
$2. Wir haben das dann so gelöst, das erst
ich und anschließend AJ je $20 umgetauscht
haben. Anschließend sind haben wir uns bei
SUBWAY etwas zu essen genehmigt. Viel zu schnell
ist die Zeit für den Gang durch die Sicherheitszone
zum Boarding gekommen. Nach einigen Tränen
von beiden Seiten habe ich mich losgerissen und
bin tapfer zur Pass und Sicherheitskontrolle marschiert.
Der Airbus A340 ist etwa 10 Minuten früher
als geplant abgeflogen.
In der ersten Stunde machte ich einige Fotos. Zuerst
von Sydney, dann vom Himmel und dem Outback, ueber
welches wir in Richtung Darwin flogen. Die Qualitaet
der Bilder von Sydney aus der Hoehe hat mich doch
etwas ueberrascht, auch wenn wir uns noch nicht
in allzu grosser Hoehe befunden haben. Da das Flugzeug
nur etwa 3/4 belegt war, habe ich mir nach etwa
einer Stunde Flugzeit die Freiheit genommen, es
mir auf einer Vierer Sitzreihe bequem zu machen.
Waehrend des Fluges nach Taipei habe ich mir "Ladder
49" mit John Travolta angesehen (nein, er sass
nicht neben mir, sondern war einer der Darsteller
im Film), was so ungefaehr der einzige Film war,
der mich interessiert hat. So gut war dieser aber
leider nicht.
Wenn ich nicht gerade (manchmal sogar erfolgreich)
versucht habe etwas zu doesen, habe ich Solitair
gespielt oder mir Notizen fuer einen CIAO Bericht
zum Thema China Airlines gemacht. Zwischendurch
habe ich noch die Abschiedskarte von Andrew's Eltern
gelesen, die mich nateurlich auch wieder zu Traenen
geruehrt hat. Mit der Karte habe ich einen verschnoerkelten
Weisheitsanhaenger mit Lederband bekommen, welchen
ich mir auch sofort umgelegt habe.
Als wir nach viel zu vielen Stunden in Taipei ankamen
musste ich im Flughafen feststellen, das P. (Geschichte
dazu hier)
sich ebenfalls an Bord befunden hat. Ich dachte
ich raste aus, habe sie dann aber einfach wie sich
auch mich) nicht weiter beachtet. Als diese dann
aber im Flugzeug nach Frankfurt fast neben mir sass,
musste ich mich doch nochmal zusammenreissen.In
Taipei hatten wir uebrigens vier Stunden Aufenthalt.
Ich habe mich einige Zeit mit zwei Deutschen unterhalten
und den Rest der Zeit gefleht, dass die Zeit schneller
vergeht.Die Maschine in Richtung Frankfurt war fast
ausgebucht und das Essen war richtig schlecht. Ich
habe mir den schon etwas aelteren Film "A.I."
(Artificial Intelligence), der mich fast ein wenig
begeistert und zu Traenen geruehrt hat, und "Bridget
Jones -The Edge of Reason" (or whatever) angesehen.
Bridget Jones war wirklich zum Einschlafenund ich
hatte auch direkt Muehe die Augen offen zu halten.
Um 6:30 Uhr kamen wir in Frankfurt an, wo ich mir
etwa 7 Stunden vertreiben musste, da meine Mitfahrgelegenheit
erst um 15 Uhr nach Hannover fuhr. Nachdem ich den
Zug (fuer EUR 3,60) vom Fluhafen zum Hauptbahnhof
genommen hatte, besorgte ich mir dort fuer EUR 3
ein Schliessfach fuer mein Gepaeck und ging dann
um ca. 8:30 in die Stadt um mich dort ein wenig
umzusehen. Da es eisig kalt war machte ich nach
etwa |




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eineinhalb Stunden kehrt und ging wieder zum Bahnhof, um
mich dort irgendwo aufzuwaermen. In der Touristeninformation
fragte ich die Dame in Ende Vierzig, ob es einen kostenlosen
Warteraum gaebe, worauf sie mir grinsend erklaerte, es gaebe
wohl einen Glaskasten, der sich links in der Halle befaende.
Als ich sie nach einer genaueren Beschreibung des Standortes
fragte (denn mir war vorher kein Glaskasten aufgefallen)
meinte sie patzig grinsend: "Gehen sie doch einfach
links raus und gucken sie nach". Das ging mir eindeutig
zu weit, und im Umdrehen sagte ich noch so etwas wie "Das
kann nicht war sein, das ist man sich gleich klar, dass
man sich wieder in der Servicewueste Deutschland befindet".
Als ich bei den Gleisen einen Angestellten nach dem Glaskasten
fragte, erklaerte dieser mir, dass es den schon seit Jahren
nicht mehr gaebe. Da ware ich fast wieder ins Infocenter
gestuermt um die Frau zur Schnecke zu machen. Was hat die
sich nur eingebildet?!
Nachdem ich zur Beruhigung, zum Aufwaremen und zum Stillen
des Hungers einige Kartoffelecken (viel zu wenig fuer den
Preis) verdrueckt hatte, ueberdachte ich meine Lage. Ich
hatte kein Geld mehr, um mich laenger in einem der Bistros
aufzuhalten, eines komplett kostenlosen Warteraum gab es
nur mit DB Ticket und auch sonst befand sich kein warmes
Oertchen im Bahnhof. Nach langem Hin und Her ging ich die
Bahnhofsmission, erklaerte meine Lage, holte mein Gepaeck
und liess mich dort fuer etwa zwei Stunden nieder. Unangenehm
und nun kann ich mir in etwa vorstellen, wie sich Obdachlose
fuehlen muessen. Leider schloss die Mission fuer etwa 20
Minuten (Schichtwechsel) und so musste ich etwa gegen 14
Uhr wieder in die Kaelte. Irgendwie habe ich die eine Stunde
bis zur Abholung durch den Andreas ueberlebt und wurde dann
auch um 15 Uhr samt meines Gepaecks in seinem warmen BMW
verfrachtet. Wir wartetet noch auf zwei weitere Mitfahrer
und machten uns dann durch Schneeregen und Wind auf nach
Hannover, wo mein Vater mich um etwa 18:45 Uhr uebernahm
und mit mir nachhause fuhr. Dort angekommen haben ich mir
gleich zwei deutsche Bratwuerste und Pommes in die Friteuse
geschmissen, denn darauf hatte ich mich schon seit Wochen
gefreut.
Allen die bald nach Australien fliegen um dort ihre Working
Holidays zu verbringen wuensche ich viel Spass!
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