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In
den Blue Mountains 01.06.2004 |
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Nachdem ich die vorletzte Nacht kaum geschlafen habe, etliche
Probleme damit hatte, die letzten Kleinigkeiten in meiner
Tasche zu verstauen, dann auch noch knapp den Zug verpasst
habe und eine Stunde warten musste, kam ich endlich um etwa
16 Uhr in Katoomba an.
Bill wartete schon auf mich und erkannt habe ich ihn sofort,
obwohl ich ihn mir anders vorgestellt habe.
Bevor wir zu den Gundugurra Gebäuden fuhren, rollten
wir noch an dem "Three Sisters" Lookout ran, damit
ich schon einige Fotos schiessen konnte. Dort gibt es eine
Tafel mit einer "Dreamtime" Story. Bill erklärte
mit sofort, dass die Geschichte nicht richtig wäre (ein
Engländer hat sie nacherzählt) und er vorhätte,
auf der Website die richtige Geschichte zu veröffentlichen.
Des weiteren erzählte er mir, das es den Ausdruck "Three
Sisters" nur gäbe, weil ein kleines englisches Mädchen
die Felsformation gesehen und sie so genannt hat. Wenn, dann
müssten sie die "Seven Sisters" genannt werden,
da die Three Sisters fünf weitere Geschwister haben,
die allerdings von dem Lookout nicht zu sehen sind.
Wir hielten noch bei zwei anderen "Sehenwürdigkeiten",
deren Namen ich mir aber auf die Schnelle nicht merken konnte.
Letzte Nacht habe ich relativ gut geschlafen, obwohl es schweinekalt
war und Bill megamäßig geschnarcht hat. Übrigens
ist es hier auch am Tag schon saukalt! Ich frier mir quasi
den Hintern ab. Bis Freitag werde ich auf jeden Fall bleiben,
da Bill mit mir in den Nationalpark fährt. Unter anderem,
um mir einige Plätze zu zeigen, die "normale"
Backpacker eigentlich nicht zu sehen bekaemen. Aufregend!
Zur Zeit lade ich eine 30 Tages Version von Adobe Photoshop
CS runter. damit ich das Logo der "Gundungurra Tribal
Councils" etwas überarbeiten kann. Ach ja, Breitband
Internet plus Flatrate habe ich hier.
Noch was ganz Wichtiges: "Der Herbert hat Geburtstag""
*sing*. Alles Gute und bleib sauber!
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Nicht
wirklich toll 04.06.2004 |
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finde ich es hier. Okay, die Blue Mountains sind ganz nett,
aber irgendwie erinnert mich das ein wenig an Österreich.
Zudem hatte sich Bill noch keine Gedanken zu der Website gemacht.
Ich musste mir also so einiges aus den Fingern saugen. Hochladen
kann ich die Seite auch nicht, weil er erst heute (!!!) die
Domain und den Webspace bestellt hat. Super! Na ja, was solls...
nicht mein Problem.
Zu allem Überfluss hat er ständig (alle 3 Minuten)
Töne von sich gegeben, auf die ich an dieser Stelle
nicht weiter eingehen möchte. Wer mich kennt weiss,
dass ich darauf gar nicht kann. Ausserdem hat er geatmet,
als ob er gerade einen Marathon hinter sich hat. Manchmal
klangen seine Atemzüge als ob er schläft. Er ist
ja wirklich nett und kann da bestimmt nichts für, aber
genervt hat es mich trotzdem.
Das Bad und die Küche waren nicht gerade sauber. Ich
habe mich größtenteils von Bananen und Kakao
ernährt. Ich bin also SEHR froh, dass ich morgen wieder
nach Sydney (nachhause!) komme.
Heute Nachmittag waren wir mit einer Mitarbeiterin des "National
Park and Wildlife Services" in den King Tablelands.
Dort habe ich das "Battleshiptops" gesehen, eine
Aboriginal Stätte, unter der ein paar Vollidioten ein
geklautes Auto angezündet haben, so dass ein Großteil
der Malereien verkohlt wurden. Wir sind bis zum Sydney Water
Supply (ziemlich leer!) "Lake Burragurang"
gefahren, was wirklich sehr schoen war.
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Back
at home 06.06.2004 |
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Gestern um etwa halb Drei bin ich wieder in Sydney angekommen
und bin gleich bis Edgecliff durchgefahren. Auf den Bus
nach Rose Bay musste ich dann leider etwas warten. Als ich
irgendwann wieder in Alisons Haus stand, konnte ich mir
ein breites Grinsen nicht verkneifen. Die Kids kamen auch
wenig spaeter mit Annelies an. Ich war so glücklich
wieder "Daheim" zu sein.
Nachts habe ich kaum schlafen können und heute morgen
um exakt 6:25 Uhr kam Matthew in den TV Raum gestürmt,
hat aber auf dem Absatz wieder kehrt gemacht, als er mich
sah. Leider hatte er das Licht schon angeknipst, so das
mir so war, als ob ich Gott dem Allmächtigen im Himmel
gegenüber... aeh... liege. Jedenfalls war ich geblendet
und völlig geschockt. Habe wohl sowas wie "Willst
du deinen Game-Boy... hier... spiel im Schlafzimmer deiner
Eltern" gefaselt.
Um 8:30 Uhr bin ich mit den Kids zum Schwimmunterricht
in den Hakoon-Club, wo Alison extra eine Karte für
mich hat anlegen müssen, damit ich am Security Mann
vorbei komme. Als wir dann endlich vor dem Pool standen,
war mir klar, wo sich die gutaussehenden Männer Australiens
verkriechen: In Sportclub, um kleinen Kiddies das Schwimmen
beizubringen. Den Schwimmlehrer meiner Kids fand ich echt
ganz schnuckig. Die Kids ärgern ihn, indem sie ihn
"Baum" nennen, denn eigentlich heisst er "Blatt".
Natürlich auf Englisch "Leaf" (ich weiss,
dass das wohl falsch getippt ist...).
Um 11 Uhr bin ich in die Stadt gefahren, um mir eine duennere
Regenjacke zu kaufen. Zurück kam ich mit einer Regenjacke,
einem Multi-Taschenmesser, einem Feuerzeug, Taschentüchern,
zwei Kinderbüchern, einem Gürtel, Abschminktüchern
(naja, für meinem Abdeckstift) und vier neuen wiederaufladbaren
Batterien.
Ich habe auch nochmal so einige (zu viele!) Fotos geschossen.
Muss ich mir gleich nochmal anschauen, bevor ich versuche
zu schlafen.
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Ach ja, vielen Dank fuer deine Mails Bea. Sehr amüsant,
dass du (wie ich) alles auf den letzten Rest organisierst
*grins*. Du musst mir dann unbedingt ein Foto davon schicken,
wie du mit deinem Würml durch die Gassen joggst. Das
das schon bald soweit ist... mein Gott, wie die Zeit rennt!!!
Fette Umarmung!
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Bald
ist es soweit 08.06.2004 |
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... am Donnerstag geht es weiter. Gestern habe ich mir
in Bondi Junction ein 2000 km Greyhound Ticket gekauft.
Mal schauen, wie weit ich komme.
Jaaa und eine neue schwarze Hose habe ich mir auch kaufen
muessen, weil meine andere (die ich 2002 in Heraklion *schluchzend
vor Heimweh* gekauft habe) so häufig von mir getragen
wurde, dass die quasi nach und nach auseinander fiel.
An einen potentiellen HelpX Host in Nambucca Heads habe
ich gerade eine Mail geschickt, ob ich am Donnerstag Abend
bei ihm einlaufen kann, bzw. ob er Platz hat und mich abholen
kann. Bei ihm müsste ich zwei Stunden por Tag in Haus
oder Garten arbeiten und ca. 5$ pro Tag für Nahrungsmittel
zahlen. In der Regel arbeitet man nämlich 4-5 Stunden
pro Tag.
Ach ja und heute habe ich endlich mal eine Mail vom Möhre-Monster
bekommen. Unglaublich aber wahr! Das ist so erfreulich,
dass ich es hier vermerken muss. In der Hoffnung, dass sie
sich mal ein klitzeklein bisschen regelmäßiger
meldet. Bitte nun nicht von allen Seiten auf mich einprügeln...
ich weiss, dass ich auch nicht viel besser bin. Aber ich
schreibe ja extra Tagebuch, damit ihr immer auf dem neuesten
Stand seid.
Inzwischen hat sogar mein Papa den Weg zum Tagebuch gefunden.
Herzlichen Glückwunsch! Ich kann nämlich nicht
ständig SMSen schicken, denn das geht ganz schön
ins Geld. Ich werde aber demnächst (morgen?) mal anrufen.
Von hier aus ist das ja billiger, als von Deutschland nach
Australien.
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Nambucca
Heads 12.06.2004 |
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Ich bin vorgestern gut und nach
zehn Stunden Busfahrt um 23 Uhr bei meinem Help
Exchange Host in Nambucca Heads gelandet.
Er hat mich auch gleich in mein Zimmer geführt,
welches nicht nur fürchterlich stank, sondern
auch voll mit Spinnenweben und Schimmel war. Die
Krönung war die durchgelegene Matratze. Juhu,
was habe ich mich gefreut!!! HelpX hat sich wohl
damit fuer mich erledigt. Zwei nicht wirklich
positive Erfahrungen reichen...oder bin ich zu
pingelig??? Demnächst werde ich dann mal
das Wwoofing ausprobieren.
Doug, der Host, war allerdings ganz witzig und
nett. Gestern hat er sich mit mir auf eine kleinere
Wanderung begeben und mir die schönsten Aussichtspunkte
gezeigt. Das war wirklich schön. |
Gerade wenn es wärmer ist, lohnt es sich 100%ig
hier einen kleinen Stop einzulegen.
Heute morgen habe ich zwei Stunden lang das Zimmer
so gut es eben ging gesäubert. Am Tag sah es
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noch schlimmer aus als in der Nacht zuvor. In einer
Ecke lag in großen Mengen etwas, was Ähnlichkeit
mit den Ausscheidungen einer Eule hatte. Mir wäre
um Haaresbreite schlecht geworden. Der Schrank war voll
von Schimmel, welchen ich auch einigermaßen abgewischt
habe, obwohl das mit meiner Schimmelpilz-Allergie bestimmt
keine so gute Idee war. Ich hoffe mein Bandana hat die
Pollen etwas gefiltert, obwohl ich da keine großen
Hoffungen habe, da meine Nase ein bissl lief. Auf Doug's
Veranda hatten sehr haeufig Eastern Rosella's und Rainbow
Lorikeet's zu Besuch. Ich habe natuerlich Fotos von
den wunderschönen Papageien geknipst, wenn sie
schon fast direkt vor mir saßen.Zum Mittag gab
es eine Gemüsesuppe mit Zutaten aus Dougs Garten.
War ganz okay. Momentan ist Bill, ein Freund von Doug
zu Besuch. Wir hatten schon |
nette Gespräche über die Art der Australier, die
Aborigines, amerikanische Politik und weitere interessante
Themen. Zudem hat er die ganze Zeit Witze gerissen, so dass
ich mich fast weggelacht habe. Um 15 Uhr werden die beiden
mich zum Information Point bringen, wo ich vom Greyhound Bus
abgeholt werde. Eigentlich wollte Doug $5 pro Tag fuer die
Mahlzeiten haben, aber ich habe ihm im Gegenzug eine kleine
einseitige (also mit nur einer Seite) Website gebastelt, so
dass ich um die $$ rum gekommen bin.
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Sonnenschein
in Byron Bay 13.06.2004 |
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So, ich komme gerade von meinem Fussmarsch zum Cape Byron
wieder. Letzte Nacht habe ich wirklich sehr gut geschlafen.
Abgesehen davon, dass man um 3 Uhr morgens mal kurz von den
angetrunkenen Fussballfans geweckt wurde, die relativ leise
ins Zimmer gepoltert kamen. Nach stundenlanger Fahrt kam ich
spätabends in Byron an, habe
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mich für ein Mixed Dorm im Backpackers
Inn entschieden und zahle 20$ dafür, acht
Paar Käsefüße zu riechen. Zumindest
habe ich ein Einzelbett am Fenster.
Heute morgen um 6 rum wurde man dann wieder mal kurz
von einem abreisenden Pärchen geweckt. Doch auch
danach bin ich wieder eingeschlafen. Ab 9 Uhr ging dann
nix mehr. Ich war mehr als wach und die restlichen Sechs
waren noch fest am Ratzen. Trotzdem bin ich um 9.30
Uhr aufgestanden und hab mich auf den Weg zur Dusche
gemacht. Davon gibt es in diesem Hotel lachhaft wenige.
Mit Jo (dem einzigen anderen Mädel im Zimmer) habe
ich mich zum Strand begeben, nachdem wir uns ein kleines
(viel zu teures) Frühstück genehmigt hatten.
Das war mein erstes "englisches" |
Frühstück: Toast mit Ei und gebratenem Speck. Eingecremt
hatten wir uns beide nicht, da wir nicht damit gerechnet hatten,
dass die Sonne so heftig powert. Jo hatte auch blizschnell
rote Flatschen auden Armen und mir war so ganz ungeschützt
auch nicht wirklich wohl, weswegen wir uns wieder auf den
Weg zu der Shopping Straße machten. Sonnencreme musste
her.Nachdem ich mir welche gekauft hatte (ebenfalls viel zu
teuer), ging ich ohne Jo wieder
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in Richtung Strand, da ich mir den Leuchtturm
ansehen wollte und Jo lieber am Strand blieb.
Über den Main Beach ging es zum Clarks
Beach und weiter zum Wategos
Beach, wo ich vom Captain Cook
Lookout den Blick auf Watego's
Bay genoß. Schliesslich
wanderte ich weiter zum Little
Wategos, wo ich eine kleine
Pause einlegte und ganze drei Müsliriegel
und eine Mandarine in der Sonne verdrückte. |
Nach etwa einer halben Stunde ging ich die etwa 3 km
weiter zum östlichsten Punkt Australiens. Eine
Aussichtsplattform in der Nähe war zum "Whale
Watching" (Wale beobachten) gedacht und ich habe
auch tatsächlich zwei in der Ferne gesehen. Die
waren allerdings so weit weg und nur immer so kurz an
der Wasseroberfläche, dass man das Fotografieren
gleich vergesen konnte. Eigentlich waren die Fontänen
das aufälligste am ganzen Geschehen. Irgendwann
landete ich |
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beim Leuchturm, der mich allerdings nicht wirklich
interessierte. Dort genehmigte ich mir ein Eis und genoss
den Blick auf den Tallow Beach. Nachdem
ich mein etwa 80stes Strandfoto geschossen hatte, machte
ich mich (übrigens mit nicht gerade wenigen Zahnschmerzen)
auf den Rückweg.
Bei Woolworth kaufte ich mir eine Packung Paracetamol.
Die zwei Tabeletten, die ich geschluckt habe, beginnen
übrigens gerade an zu wirken. Ich nehme auch mal
wieder Antibiotika. Vielleicht haette ich den Zahn doch
ziehen lassen sollen.
Jo hat mich gefragt, ob ich heute Abend mit ihr weggehe,
ab ich glaube, das lasse ich lieber. Bin nach meinem
stundenlangen Marsch doch etwas geschlaucht. |
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Gleich
geht es weiter 14.06.2004 |
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... nach Brisbane, wo ich um etwa 19 Uhr ankommen werde.
Gestern sind drei neue Maenners bei uns eingezogen: ein Chinese
(Craig) und zwei Kanadier. Craig hat ziemlich viele geplappert.
Mit den zwei Kanadiern habe ich mich auch ganz gut unterhalten.
Der eine (Mist, Namen vergessen) hat von einem Kumpel erzaehlt,
der (wie ein weiterer Kumpel) mitten in der Nacht mal von
einer deutschen TV- Produktionsfirma angerufen und gefragt
wurde, ob er verliebt sein. Nach einigen Gespraechen wurden
die beiden, die im Urlaub mit zwei deutschen Maedels zusammen
waren, nach Deutschland geflogen, um in einer Show aufzutreten
und die Maedels
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wiederzusehen. Das konnte doch nur "Nur die
Liebe zaehlt" sein, oder??? Mein Zimmergenosse
hatte es seinem Kumpel nicht geglaubt und mich gefragt,
ob wir so eine Show haben.
Heute Morgen um 9.10 Uhr ist mir eingefallen, dass ich
ja um 10 auschecken muss. Das war vielleicht ein Stress.
Gott sein Dank bin ich aufgewacht, denn meinen Wecker
hatte ich auf 10 gestellt.
Um 15 Uhr geht jedenfalls mein Bus nach Brisbane. Erst
war ich am ueberlegen, ob ich einen Stop in "Surfers
Paradise" einlege, doch nach einigem Hin- und Her
entschied ich mich dagegen. Meinen Sitzplatz habe ich
auch erst gestern Abend um 19.30 Uhr reserviert,. obwohl
man das spaetestens 24 Stunden vorher machen sollte.
Na ja, hat ja noch geklappt. |
In Brisbane werde ich im selben Hostel wie
Claudi absteigen, die dort auf ihren Wagen wartet, der gerade
repariert wird. Das Zimmer habe ich gerade reserviert. Yepp,
meine halbe Stunde freies Internet ist rum und zu Woolworth
und ins Information Centre muss ich auch noch...also bis
denne.
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Brisbane
- nur eine weitere Stadt 15.06.2004 |
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Ich bin seit gestern in Brisbane.
Die Fahrt mit dem Greyhound hierher war schrecklich.
Ich musste mich die ganze Zeit darauf konzentrieren,
dass ich mich nicht übergebe. Gott, mir war so
was von schlecht. Die Fahrt dauerte vier Stunden und
als ich schliesslich im Transit Center von Brisbane
stand, musste ich nur noch das Hostel anrufen, damit
sie mich abholen. Claudi hat sich nämlich im "Belmoral
Inn" eingenistet, so entschied ich mich dazu, dort
ebenfalls kurzfristig einzuziehen.
Der Manager des Hostels erklärte mir aber, als
er mich abholte, dass er kein Zimmer mehr frei haette
(ist ihm ja früh eingefallen) und ich für
denselben Preis ($16) eine Nacht im Hostel eines Freundes
schlafen könne. Wir haben meine Sachen also zu
dem anderen Hostel gebracht und anschliessend bin ich
mit ins Belmoral gefahren, um Claudi zu treffen. Das
Mädel hat doch (nach ihren zwei Typen in SYD) tatsächlich
schon wieder zwei Typen anne Backen. Unglaublich! Wir
sind zusammen in die Stadt gegangen, wo allerdings gar
nichts los war. Da ich den ganzen Tag nichts Richtiges
gegessen hatte, hielten wir bei MCDONNIE und ich schob
mir ganz genüsslich einen Quarter Pounder mit einer
mittleren Pommes rein. War echt lecker! Das war das
erste Mal, dass ich von dem "M Menu" alles
geschafft habe. Um die 22 Uhr rum kamen wir (nach meiner
verzweifelten Suche) wieder in meinem Hostel an, wo
wir uns für den folgenden Tag verabredeten. |
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Heute sind wir gemütlich durch die
Stadt gebummelt, haben uns die "ach so tolle"
(na ja) handgemachte Lagune in den South Banks
Parklands angesehen und sind irgendwann bei
Peter Pan gelandet, um ein bissl im Net zu surfen.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir Brisbane mitsamt
seiner fast zwei Millionen EInwohner nicht so gut gefällt.
Nur China-Town ist netter als in Sydney. Mein Empfinden
mag unter anderem an der Tatsache liegen, das Brisbane
nicht am Meer liegt. Stadt und kein Meer in der Nähe...
das ist wohl zuviel (zu wenig?) für mich.
Das Belmoral Hostel wuerde ich nur empfehlen, wenn man
kein Problem mit Dreck und völlig auseinanderfallenden
Matratzen hat. Gut, $16 ist zwar billig, aber das zahl
ich lieber $2 mehr fuer ein sauberes Hostel. Jetzt bin
ich mit mir am Kämpfen, |
ob ich morgen weiterziehe oder noch mit Claudi bis Freitag
bleibe. Wir fahren eventuell am Freitag zusammen in den "Australia
Zoo", dessen Inhaber der bekannte Crocodile Hunter Steve
Irwin ist. So wie es aussieht werde ich ein Stückl mit
Claudi in ihrem "Ford Falcon Kombi" reisen. Ich
muss aber erstmal abchecken, ob das mit Camping und im Auto
schlafen etwas für mich ist. Ich habe dann ja schon ganz
gerne eine Toilette oder mal ne Dusche in erreichbarer Nähe...
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Milsey
in Brissi 16.06.2004 |
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Da wandere ich so durch die Stadt als ich plötzlich ein
megamäßiges Gekreische und ganz nett klingende
Musik höre. Ich konnte nicht anders, als auf den Krawall
hinzuzumaschieren. Vor mir stand plötzlich eine Horde
(um die 150?) Teenager und auf einer einfachen Holzbühne
ein Jüngling, der vor sich hin singt und von einem Mann
mit Gitarre begleitet wird.
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| Ich fragte ein Gruppe Mädels,
wer dieser Jüngling sei und sie antworteten
mir wie aus einer Pistole geschossen, dass dies
Rob "Milsey" Mills wäre und dieser
beim "Australian Idol" den 5. Platz
belegt hätte. Super, ich kannte ihn zwar
nicht, doch hab vorsichtshalber mal ein paar Bilder
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geschossen, für den Fall, dass dieser auch
in Deutschland rauskommt. Lustig war auch die
Tatsache, das ich zweimal von deutschen Mädels
gefragt wurde, wer dort auf der Bühne steht.
Nach einiger Zeit tauchten noch zwei andere Möchtegerns
auf, die ebenfalls unter den Top 20 waren. |
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Morgen
es weiter 17.06.2004 |
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Morgen geht es endlich weiter. Könnte es in dem
Dreckloch auch nicht eine Nacht länger aushalten.
Heute Morgen hat die Putzfrau nicht mal die Bettwäsches
gewechselt, nachdem ein Mädel aus unserem Zimmer
abgereist ist, sondern nur die Laken glattgestrichen.
Wir fahren morgen in den Australia Zoo, der dem bekannten
Crocodile Hunter Steve Irwin gehört. Hm, habe ich
das gestern nicht schon mal geschrieben??? Egal! Danach
geht es weiter in Richtung Rockhampton oder Noosa. Mal
schauen!
Gestern ist die Jenny für eine Nacht bei uns eingezogen.
A ganz nettes Mädel aus der Nähe von Düsseldorf.
Da sie Interesse am Animationsjob gezeigt hat, habe
ich erstmal alles über meine Zeit als Ani erzählt.
Die Arme! Sie hat mich wiederrum (auf Nachfrage!) an
ihren Fruitpicking Erlebnissen teilhaben lassen. Ich
weiss nun, dass ich keine Mangos pflücken werde,
weil die wohl beim Abschlagen ein Art Gift verspritzen,
von dem man grosse Pusteln bekommt. Pflänzchen
werde ich auch nicht pflanzen, da man ja den ganzen
Tag hockt oder kniet und da würde ich ja nach drei
Tagen vor Rückenschmerzen |
| umkommen.Ich glaube eine Bananenfabrik oder so
etwas wäre nicht schlecht für mich. Halt
irgendwas mit verpacken oder waschen (obwohl... wenn
ich an Schrumpelfinger denke...).
Hier ist es heute ziemlich bewölkt und dadurch
wesentlich kuehler, als die letzten Tage.
Dann hoffe ich mal, dass ich die naechsten Tage wieder
günstige Internet-Cafes finde.
Ach ja: VIELEN HERZLICHEN DANK FÜR EURE
GEBURTSTAGS SMSen UND MESSAGES! Tut mir leid,
dass ich mich erst jetzt bedanke, aber ich bin leider
immer wieder darüber hinweg gekommen
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Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut, konnt aber
keine Dankes SMSen zurueckschicken. Das ist so verdammt teuer!
*fette Umarmung* Jenny
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Zu
meiner derzeitigen Unterkunft 20.06.2004 |
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| BOOOOH! Wir sind in Noosa und das
Net ist hier schweineteuer. Zu meiner Unterkunft
in Claudias Auto: Sie fährt einen Ford Falcon
Kombi! Da ist die Rückbank umgeklappt und
wir schlafen bequem nebeneinander im Auto. Das
ist teilweise bequemer als im Hostel |
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und auf jeden Fall günstiger! Also keine Panik
BITTE!!!
Angekommen sind wir hier gestern um etwa 18 Uhr, haben
ewig lange
| nach dem Strand und einem Parkplatz gesucht
und sind schließlich am Strand in eine Veranstaltung
geplatzt, bei der es sogar ein Feuerwerk gab.
Da wir den Campingplatz nicht fanden, auf dem
wir eigentlich übernachten wollten, sind
wir über Umwege zurück zum Bruce Highway
gefahren, |
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um dort auf einem Rastplatz
zu übernachten. Überraschenderweise habe ich
sehr gut geschlafen, wenn auch nicht lange.
Heute Vormittag habe wir einen Walk im Noosa Nationalpark
gemacht, der am Wasser entlangführte. Auf dem Rückweg
verspeisten wir unsere Marschverpflegung, als plötzlich
zwei Delfine an uns vorbeischossen. Da sie wirklich
schnell waren, hat Claudia sie leider nicht mehr gesehen. |
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Fruitpicking
in Bundaberg 30.06.2004 |
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Seit Freitag Mittag sind Claudia und ich in Bundaberg
im NOMAD Workers und Dive Hostel. Wir wohnen mit Ben
(29jähriger Engländer) und Takashi (22jähriger
Japaner) in der besten Unit. Sprich: wir wohnen tatsächlich
nur zu viert und haben eine eigene Wohn-Küche mit
Fernseher, einem Bad und Dusche. Die Jungs sind wirklich
supernett. Der Takashi wird in einigen Tagen an dem
Marathon an der Goldcoast teilnehmen.
Am Samstag durfte ich gleich Erbsen pflücken, der
absolute Horrorjob. Wir werden nach Leistung, sprich
gepflückten Kilos, bezahlt.
Wenn man auf einem schlechten Feld arbeitet, kann man
viel Asche vergessen. Am ersten Tag habe ich ca. 25
kg in vier Stunden gepflückt, beim zweiten Mal
waren es 55 kg in sieben Stunden und gestern ca. 45
kg in sieben Stunden (beschissenes Feld). |
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Pro Kilo gibt es nur ca. 80 Cent *heul*. Darf man gar nicht
drueber nachdenken.
Am Sonntag hatte ich das (zweifelhafte) Glück in einem
Packlager fuer die gelben Cocktailtomaten zu arbeiten. Dort
stand ich zuerst am Fliessband und habe mit drei anderen die
grünen und schlechten Tomaten aussortiert. Nach zwei
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Stunden dachte ich, mein Rücken
bricht mir einmal in der Mitte durch. Um 11:30 war Mittagspause.
Danach füllte ich Tomaten in die kleine Boxen.
Zum Schluss habe ich dann noch einige Kartons gefaltet.
Heute habe ich wieder in dem Packlager gearbeitet. Zuerst
Boxen gefüllt, danach Fliessband und zuletzt gefüllte
Boxen nachwiegen. Abends sitzen wir blöd rum und
schauen meistens das im TV, was Ben sehen möchte
(Big Brother *k...*). Das ist halt die Langeweile. Keiner
hat das Geld, um jeden Abend auszugehen und Alkohol
und Parties sind in dem Hostel verboten. Dazu kommt
dann noch eine Lautsprecheranlage, die einem das Gefühl
gibt, man sitzt im Gefängnis. Ähm und ab 22
Uhr liegen wir meistens im Bett. |
Den Schlaf benötift man hier aber auch dringends.
Ich werde mich spätestens am Montag vom Acker machen
(dieser Spruch wird für mich auch nie wieder derselbe
sein), um mir in Airlie Beach oder Townsville einen Barjob
oder so etwas zu suchen.

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