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Juni 2004
01.06. In den Blue Mountains 15.06. Brisbane - nur eine weitere Stadt
04.06. Nicht wirklich toll hier 16.06. Milsey in Brissi
06.06. Back home (in Sydney) 17.06. Morgen geht es weiter in den Norden
08.06. Bald ist es soweit 18.06. Australia Zoo
12.06. Nambucca Heads 20.06. zu meiner derzeitigen Unterkunft
13.06. Sonnenschein in Byron Bay 22.06. Drei Tage Fraser Island
14.06 Gleich geht es weiter 30.06. Fruitpicking in Bundaberg


In den Blue Mountains 01.06.2004

Nachdem ich die vorletzte Nacht kaum geschlafen habe, etliche Probleme damit hatte, die letzten Kleinigkeiten in meiner Tasche zu verstauen, dann auch noch knapp den Zug verpasst habe und eine Stunde warten musste, kam ich endlich um etwa 16 Uhr in Katoomba an.
Bill wartete schon auf mich und erkannt habe ich ihn sofort, obwohl ich ihn mir anders vorgestellt habe.
Bevor wir zu den Gundugurra Gebäuden fuhren, rollten wir noch an dem "Three Sisters" Lookout ran, damit ich schon einige Fotos schiessen konnte. Dort gibt es eine Tafel mit einer "Dreamtime" Story. Bill erklärte mit sofort, dass die Geschichte nicht richtig wäre (ein Engländer hat sie nacherzählt) und er vorhätte, auf der Website die richtige Geschichte zu veröffentlichen. Des weiteren erzählte er mir, das es den Ausdruck "Three Sisters" nur gäbe, weil ein kleines englisches Mädchen die Felsformation gesehen und sie so genannt hat. Wenn, dann müssten sie die "Seven Sisters" genannt werden, da die Three Sisters fünf weitere Geschwister haben, die allerdings von dem Lookout nicht zu sehen sind.
Wir hielten noch bei zwei anderen "Sehenwürdigkeiten", deren Namen ich mir aber auf die Schnelle nicht merken konnte.

Letzte Nacht habe ich relativ gut geschlafen, obwohl es schweinekalt war und Bill megamäßig geschnarcht hat. Übrigens ist es hier auch am Tag schon saukalt! Ich frier mir quasi den Hintern ab. Bis Freitag werde ich auf jeden Fall bleiben, da Bill mit mir in den Nationalpark fährt. Unter anderem, um mir einige Plätze zu zeigen, die "normale" Backpacker eigentlich nicht zu sehen bekaemen. Aufregend!

Zur Zeit lade ich eine 30 Tages Version von Adobe Photoshop CS runter. damit ich das Logo der "Gundungurra Tribal Councils" etwas überarbeiten kann. Ach ja, Breitband Internet plus Flatrate habe ich hier.

Noch was ganz Wichtiges: "Der Herbert hat Geburtstag"" *sing*. Alles Gute und bleib sauber!

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Nicht wirklich toll 04.06.2004

finde ich es hier. Okay, die Blue Mountains sind ganz nett, aber irgendwie erinnert mich das ein wenig an Österreich. Zudem hatte sich Bill noch keine Gedanken zu der Website gemacht. Ich musste mir also so einiges aus den Fingern saugen. Hochladen kann ich die Seite auch nicht, weil er erst heute (!!!) die Domain und den Webspace bestellt hat. Super! Na ja, was solls... nicht mein Problem.

Zu allem Überfluss hat er ständig (alle 3 Minuten) Töne von sich gegeben, auf die ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen möchte. Wer mich kennt weiss, dass ich darauf gar nicht kann. Ausserdem hat er geatmet, als ob er gerade einen Marathon hinter sich hat. Manchmal klangen seine Atemzüge als ob er schläft. Er ist ja wirklich nett und kann da bestimmt nichts für, aber genervt hat es mich trotzdem.

Das Bad und die Küche waren nicht gerade sauber. Ich habe mich größtenteils von Bananen und Kakao ernährt. Ich bin also SEHR froh, dass ich morgen wieder nach Sydney (nachhause!) komme.

Heute Nachmittag waren wir mit einer Mitarbeiterin des "National Park and Wildlife Services" in den King Tablelands. Dort habe ich das "Battleshiptops" gesehen, eine Aboriginal Stätte, unter der ein paar Vollidioten ein geklautes Auto angezündet haben, so dass ein Großteil der Malereien verkohlt wurden. Wir sind bis zum Sydney Water Supply (ziemlich leer!) "Lake Burragurang" gefahren, was wirklich sehr schoen war.

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Back at home 06.06.2004

Gestern um etwa halb Drei bin ich wieder in Sydney angekommen und bin gleich bis Edgecliff durchgefahren. Auf den Bus nach Rose Bay musste ich dann leider etwas warten. Als ich irgendwann wieder in Alisons Haus stand, konnte ich mir ein breites Grinsen nicht verkneifen. Die Kids kamen auch wenig spaeter mit Annelies an. Ich war so glücklich wieder "Daheim" zu sein.

Nachts habe ich kaum schlafen können und heute morgen um exakt 6:25 Uhr kam Matthew in den TV Raum gestürmt, hat aber auf dem Absatz wieder kehrt gemacht, als er mich sah. Leider hatte er das Licht schon angeknipst, so das mir so war, als ob ich Gott dem Allmächtigen im Himmel gegenüber... aeh... liege. Jedenfalls war ich geblendet und völlig geschockt. Habe wohl sowas wie "Willst du deinen Game-Boy... hier... spiel im Schlafzimmer deiner Eltern" gefaselt.

Um 8:30 Uhr bin ich mit den Kids zum Schwimmunterricht in den Hakoon-Club, wo Alison extra eine Karte für mich hat anlegen müssen, damit ich am Security Mann vorbei komme. Als wir dann endlich vor dem Pool standen, war mir klar, wo sich die gutaussehenden Männer Australiens verkriechen: In Sportclub, um kleinen Kiddies das Schwimmen beizubringen. Den Schwimmlehrer meiner Kids fand ich echt ganz schnuckig. Die Kids ärgern ihn, indem sie ihn "Baum" nennen, denn eigentlich heisst er "Blatt". Natürlich auf Englisch "Leaf" (ich weiss, dass das wohl falsch getippt ist...).

Um 11 Uhr bin ich in die Stadt gefahren, um mir eine duennere Regenjacke zu kaufen. Zurück kam ich mit einer Regenjacke, einem Multi-Taschenmesser, einem Feuerzeug, Taschentüchern, zwei Kinderbüchern, einem Gürtel, Abschminktüchern (naja, für meinem Abdeckstift) und vier neuen wiederaufladbaren Batterien.

Ich habe auch nochmal so einige (zu viele!) Fotos geschossen. Muss ich mir gleich nochmal anschauen, bevor ich versuche zu schlafen.
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Ach ja, vielen Dank fuer deine Mails Bea. Sehr amüsant, dass du (wie ich) alles auf den letzten Rest organisierst *grins*. Du musst mir dann unbedingt ein Foto davon schicken, wie du mit deinem Würml durch die Gassen joggst. Das das schon bald soweit ist... mein Gott, wie die Zeit rennt!!! Fette Umarmung!

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Bald ist es soweit 08.06.2004

... am Donnerstag geht es weiter. Gestern habe ich mir in Bondi Junction ein 2000 km Greyhound Ticket gekauft. Mal schauen, wie weit ich komme.
Jaaa und eine neue schwarze Hose habe ich mir auch kaufen muessen, weil meine andere (die ich 2002 in Heraklion *schluchzend vor Heimweh* gekauft habe) so häufig von mir getragen wurde, dass die quasi nach und nach auseinander fiel.

An einen potentiellen HelpX Host in Nambucca Heads habe ich gerade eine Mail geschickt, ob ich am Donnerstag Abend bei ihm einlaufen kann, bzw. ob er Platz hat und mich abholen kann. Bei ihm müsste ich zwei Stunden por Tag in Haus oder Garten arbeiten und ca. 5$ pro Tag für Nahrungsmittel zahlen. In der Regel arbeitet man nämlich 4-5 Stunden pro Tag.

Ach ja und heute habe ich endlich mal eine Mail vom Möhre-Monster bekommen. Unglaublich aber wahr! Das ist so erfreulich, dass ich es hier vermerken muss. In der Hoffnung, dass sie sich mal ein klitzeklein bisschen regelmäßiger meldet. Bitte nun nicht von allen Seiten auf mich einprügeln... ich weiss, dass ich auch nicht viel besser bin. Aber ich schreibe ja extra Tagebuch, damit ihr immer auf dem neuesten Stand seid.

Inzwischen hat sogar mein Papa den Weg zum Tagebuch gefunden. Herzlichen Glückwunsch! Ich kann nämlich nicht ständig SMSen schicken, denn das geht ganz schön ins Geld. Ich werde aber demnächst (morgen?) mal anrufen. Von hier aus ist das ja billiger, als von Deutschland nach Australien.

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Nambucca Heads 12.06.2004

Ich bin vorgestern gut und nach zehn Stunden Busfahrt um 23 Uhr bei meinem Help Exchange Host in Nambucca Heads gelandet.
Er hat mich auch gleich in mein Zimmer geführt, welches nicht nur fürchterlich stank, sondern auch voll mit Spinnenweben und Schimmel war. Die Krönung war die durchgelegene Matratze. Juhu, was habe ich mich gefreut!!! HelpX hat sich wohl damit fuer mich erledigt. Zwei nicht wirklich positive Erfahrungen reichen...oder bin ich zu pingelig??? Demnächst werde ich dann mal das Wwoofing ausprobieren.
Doug, der Host, war allerdings ganz witzig und nett. Gestern hat er sich mit mir auf eine kleinere Wanderung begeben und mir die schönsten Aussichtspunkte gezeigt. Das war wirklich schön.

Gerade wenn es wärmer ist, lohnt es sich 100%ig hier einen kleinen Stop einzulegen.

Heute morgen habe ich zwei Stunden lang das Zimmer so gut es eben ging gesäubert. Am Tag sah es

noch schlimmer aus als in der Nacht zuvor. In einer Ecke lag in großen Mengen etwas, was Ähnlichkeit mit den Ausscheidungen einer Eule hatte. Mir wäre um Haaresbreite schlecht geworden. Der Schrank war voll von Schimmel, welchen ich auch einigermaßen abgewischt habe, obwohl das mit meiner Schimmelpilz-Allergie bestimmt keine so gute Idee war. Ich hoffe mein Bandana hat die Pollen etwas gefiltert, obwohl ich da keine großen Hoffungen habe, da meine Nase ein bissl lief. Auf Doug's Veranda hatten sehr haeufig Eastern Rosella's und Rainbow Lorikeet's zu Besuch. Ich habe natuerlich Fotos von den wunderschönen Papageien geknipst, wenn sie schon fast direkt vor mir saßen.Zum Mittag gab es eine Gemüsesuppe mit Zutaten aus Dougs Garten. War ganz okay. Momentan ist Bill, ein Freund von Doug zu Besuch. Wir hatten schon
nette Gespräche über die Art der Australier, die Aborigines, amerikanische Politik und weitere interessante Themen. Zudem hat er die ganze Zeit Witze gerissen, so dass ich mich fast weggelacht habe. Um 15 Uhr werden die beiden mich zum Information Point bringen, wo ich vom Greyhound Bus abgeholt werde. Eigentlich wollte Doug $5 pro Tag fuer die Mahlzeiten haben, aber ich habe ihm im Gegenzug eine kleine einseitige (also mit nur einer Seite) Website gebastelt, so dass ich um die $$ rum gekommen bin.

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Sonnenschein in Byron Bay 13.06.2004

So, ich komme gerade von meinem Fussmarsch zum Cape Byron wieder. Letzte Nacht habe ich wirklich sehr gut geschlafen. Abgesehen davon, dass man um 3 Uhr morgens mal kurz von den angetrunkenen Fussballfans geweckt wurde, die relativ leise ins Zimmer gepoltert kamen. Nach stundenlanger Fahrt kam ich spätabends in Byron an, habe
mich für ein Mixed Dorm im Backpackers Inn entschieden und zahle 20$ dafür, acht Paar Käsefüße zu riechen. Zumindest habe ich ein Einzelbett am Fenster.

Heute morgen um 6 rum wurde man dann wieder mal kurz von einem abreisenden Pärchen geweckt. Doch auch danach bin ich wieder eingeschlafen. Ab 9 Uhr ging dann nix mehr. Ich war mehr als wach und die restlichen Sechs waren noch fest am Ratzen. Trotzdem bin ich um 9.30 Uhr aufgestanden und hab mich auf den Weg zur Dusche gemacht. Davon gibt es in diesem Hotel lachhaft wenige.

Mit Jo (dem einzigen anderen Mädel im Zimmer) habe ich mich zum Strand begeben, nachdem wir uns ein kleines (viel zu teures) Frühstück genehmigt hatten. Das war mein erstes "englisches"
Frühstück: Toast mit Ei und gebratenem Speck. Eingecremt hatten wir uns beide nicht, da wir nicht damit gerechnet hatten, dass die Sonne so heftig powert. Jo hatte auch blizschnell rote Flatschen auden Armen und mir war so ganz ungeschützt auch nicht wirklich wohl, weswegen wir uns wieder auf den Weg zu der Shopping Straße machten. Sonnencreme musste her.Nachdem ich mir welche gekauft hatte (ebenfalls viel zu teuer), ging ich ohne Jo wieder
in Richtung Strand, da ich mir den Leuchtturm ansehen wollte und Jo lieber am Strand blieb. Über den Main Beach ging es zum Clarks Beach und weiter zum Wategos Beach, wo ich vom Captain Cook Lookout den Blick auf Watego's Bay genoß. Schliesslich wanderte ich weiter zum Little Wategos, wo ich eine kleine Pause einlegte und ganze drei Müsliriegel und eine Mandarine in der Sonne verdrückte.
Nach etwa einer halben Stunde ging ich die etwa 3 km weiter zum östlichsten Punkt Australiens. Eine Aussichtsplattform in der Nähe war zum "Whale Watching" (Wale beobachten) gedacht und ich habe auch tatsächlich zwei in der Ferne gesehen. Die waren allerdings so weit weg und nur immer so kurz an der Wasseroberfläche, dass man das Fotografieren gleich vergesen konnte. Eigentlich waren die Fontänen das aufälligste am ganzen Geschehen. Irgendwann landete ich
beim Leuchturm, der mich allerdings nicht wirklich interessierte. Dort genehmigte ich mir ein Eis und genoss den Blick auf den Tallow Beach. Nachdem ich mein etwa 80stes Strandfoto geschossen hatte, machte ich mich (übrigens mit nicht gerade wenigen Zahnschmerzen) auf den Rückweg.
Bei Woolworth kaufte ich mir eine Packung Paracetamol. Die zwei Tabeletten, die ich geschluckt habe, beginnen übrigens gerade an zu wirken. Ich nehme auch mal wieder Antibiotika. Vielleicht haette ich den Zahn doch ziehen lassen sollen.
Jo hat mich gefragt, ob ich heute Abend mit ihr weggehe, ab ich glaube, das lasse ich lieber. Bin nach meinem stundenlangen Marsch doch etwas geschlaucht.

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Gleich geht es weiter 14.06.2004

... nach Brisbane, wo ich um etwa 19 Uhr ankommen werde.

Gestern sind drei neue Maenners bei uns eingezogen: ein Chinese (Craig) und zwei Kanadier. Craig hat ziemlich viele geplappert. Mit den zwei Kanadiern habe ich mich auch ganz gut unterhalten. Der eine (Mist, Namen vergessen) hat von einem Kumpel erzaehlt, der (wie ein weiterer Kumpel) mitten in der Nacht mal von einer deutschen TV- Produktionsfirma angerufen und gefragt wurde, ob er verliebt sein. Nach einigen Gespraechen wurden die beiden, die im Urlaub mit zwei deutschen Maedels zusammen waren, nach Deutschland geflogen, um in einer Show aufzutreten und die Maedels
wiederzusehen. Das konnte doch nur "Nur die Liebe zaehlt" sein, oder??? Mein Zimmergenosse hatte es seinem Kumpel nicht geglaubt und mich gefragt, ob wir so eine Show haben.
Heute Morgen um 9.10 Uhr ist mir eingefallen, dass ich ja um 10 auschecken muss. Das war vielleicht ein Stress. Gott sein Dank bin ich aufgewacht, denn meinen Wecker hatte ich auf 10 gestellt.
Um 15 Uhr geht jedenfalls mein Bus nach Brisbane. Erst war ich am ueberlegen, ob ich einen Stop in "Surfers Paradise" einlege, doch nach einigem Hin- und Her entschied ich mich dagegen. Meinen Sitzplatz habe ich auch erst gestern Abend um 19.30 Uhr reserviert,. obwohl man das spaetestens 24 Stunden vorher machen sollte. Na ja, hat ja noch geklappt.

In Brisbane werde ich im selben Hostel wie Claudi absteigen, die dort auf ihren Wagen wartet, der gerade repariert wird. Das Zimmer habe ich gerade reserviert. Yepp, meine halbe Stunde freies Internet ist rum und zu Woolworth und ins Information Centre muss ich auch noch...also bis denne.

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Brisbane - nur eine weitere Stadt 15.06.2004

Ich bin seit gestern in Brisbane. Die Fahrt mit dem Greyhound hierher war schrecklich. Ich musste mich die ganze Zeit darauf konzentrieren, dass ich mich nicht übergebe. Gott, mir war so was von schlecht. Die Fahrt dauerte vier Stunden und als ich schliesslich im Transit Center von Brisbane stand, musste ich nur noch das Hostel anrufen, damit sie mich abholen. Claudi hat sich nämlich im "Belmoral Inn" eingenistet, so entschied ich mich dazu, dort ebenfalls kurzfristig einzuziehen.
Der Manager des Hostels erklärte mir aber, als er mich abholte, dass er kein Zimmer mehr frei haette (ist ihm ja früh eingefallen) und ich für denselben Preis ($16) eine Nacht im Hostel eines Freundes schlafen könne. Wir haben meine Sachen also zu dem anderen Hostel gebracht und anschliessend bin ich mit ins Belmoral gefahren, um Claudi zu treffen. Das Mädel hat doch (nach ihren zwei Typen in SYD) tatsächlich schon wieder zwei Typen anne Backen. Unglaublich! Wir sind zusammen in die Stadt gegangen, wo allerdings gar nichts los war. Da ich den ganzen Tag nichts Richtiges gegessen hatte, hielten wir bei MCDONNIE und ich schob mir ganz genüsslich einen Quarter Pounder mit einer mittleren Pommes rein. War echt lecker! Das war das erste Mal, dass ich von dem "M Menu" alles geschafft habe. Um die 22 Uhr rum kamen wir (nach meiner verzweifelten Suche) wieder in meinem Hostel an, wo wir uns für den folgenden Tag verabredeten.

Heute sind wir gemütlich durch die Stadt gebummelt, haben uns die "ach so tolle" (na ja) handgemachte Lagune in den South Banks Parklands angesehen und sind irgendwann bei Peter Pan gelandet, um ein bissl im Net zu surfen.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir Brisbane mitsamt seiner fast zwei Millionen EInwohner nicht so gut gefällt. Nur China-Town ist netter als in Sydney. Mein Empfinden mag unter anderem an der Tatsache liegen, das Brisbane nicht am Meer liegt. Stadt und kein Meer in der Nähe... das ist wohl zuviel (zu wenig?) für mich.

Das Belmoral Hostel wuerde ich nur empfehlen, wenn man kein Problem mit Dreck und völlig auseinanderfallenden Matratzen hat. Gut, $16 ist zwar billig, aber das zahl ich lieber $2 mehr fuer ein sauberes Hostel. Jetzt bin ich mit mir am Kämpfen,
ob ich morgen weiterziehe oder noch mit Claudi bis Freitag bleibe. Wir fahren eventuell am Freitag zusammen in den "Australia Zoo", dessen Inhaber der bekannte Crocodile Hunter Steve Irwin ist. So wie es aussieht werde ich ein Stückl mit Claudi in ihrem "Ford Falcon Kombi" reisen. Ich muss aber erstmal abchecken, ob das mit Camping und im Auto schlafen etwas für mich ist. Ich habe dann ja schon ganz gerne eine Toilette oder mal ne Dusche in erreichbarer Nähe...

 

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Milsey in Brissi 16.06.2004

Da wandere ich so durch die Stadt als ich plötzlich ein megamäßiges Gekreische und ganz nett klingende Musik höre. Ich konnte nicht anders, als auf den Krawall hinzuzumaschieren. Vor mir stand plötzlich eine Horde (um die 150?) Teenager und auf einer einfachen Holzbühne ein Jüngling, der vor sich hin singt und von einem Mann mit Gitarre begleitet wird.
Ich fragte ein Gruppe Mädels, wer dieser Jüngling sei und sie antworteten mir wie aus einer Pistole geschossen, dass dies Rob "Milsey" Mills wäre und dieser beim "Australian Idol" den 5. Platz belegt hätte. Super, ich kannte ihn zwar nicht, doch hab vorsichtshalber mal ein paar Bilder
geschossen, für den Fall, dass dieser auch in Deutschland rauskommt. Lustig war auch die Tatsache, das ich zweimal von deutschen Mädels gefragt wurde, wer dort auf der Bühne steht.

Nach einiger Zeit tauchten noch zwei andere Möchtegerns auf, die ebenfalls unter den Top 20 waren.

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Morgen es weiter 17.06.2004

Morgen geht es endlich weiter. Könnte es in dem Dreckloch auch nicht eine Nacht länger aushalten. Heute Morgen hat die Putzfrau nicht mal die Bettwäsches gewechselt, nachdem ein Mädel aus unserem Zimmer abgereist ist, sondern nur die Laken glattgestrichen.
Wir fahren morgen in den Australia Zoo, der dem bekannten Crocodile Hunter Steve Irwin gehört. Hm, habe ich das gestern nicht schon mal geschrieben??? Egal! Danach geht es weiter in Richtung Rockhampton oder Noosa. Mal schauen!

Gestern ist die Jenny für eine Nacht bei uns eingezogen. A ganz nettes Mädel aus der Nähe von Düsseldorf. Da sie Interesse am Animationsjob gezeigt hat, habe ich erstmal alles über meine Zeit als Ani erzählt. Die Arme! Sie hat mich wiederrum (auf Nachfrage!) an ihren Fruitpicking Erlebnissen teilhaben lassen. Ich weiss nun, dass ich keine Mangos pflücken werde, weil die wohl beim Abschlagen ein Art Gift verspritzen, von dem man grosse Pusteln bekommt. Pflänzchen werde ich auch nicht pflanzen, da man ja den ganzen Tag hockt oder kniet und da würde ich ja nach drei Tagen vor Rückenschmerzen

umkommen.Ich glaube eine Bananenfabrik oder so etwas wäre nicht schlecht für mich. Halt irgendwas mit verpacken oder waschen (obwohl... wenn ich an Schrumpelfinger denke...).

Hier ist es heute ziemlich bewölkt und dadurch wesentlich kuehler, als die letzten Tage.

Dann hoffe ich mal, dass ich die naechsten Tage wieder günstige Internet-Cafes finde.

Ach ja: VIELEN HERZLICHEN DANK FÜR EURE GEBURTSTAGS SMSen UND MESSAGES! Tut mir leid, dass ich mich erst jetzt bedanke, aber ich bin leider immer wieder darüber hinweg gekommen

Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut, konnt aber keine Dankes SMSen zurueckschicken. Das ist so verdammt teuer! *fette Umarmung* Jenny

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Zu meiner derzeitigen Unterkunft 20.06.2004

BOOOOH! Wir sind in Noosa und das Net ist hier schweineteuer. Zu meiner Unterkunft in Claudias Auto: Sie fährt einen Ford Falcon Kombi! Da ist die Rückbank umgeklappt und wir schlafen bequem nebeneinander im Auto. Das ist teilweise bequemer als im Hostel
und auf jeden Fall günstiger! Also keine Panik BITTE!!!

Angekommen sind wir hier gestern um etwa 18 Uhr, haben ewig lange
nach dem Strand und einem Parkplatz gesucht und sind schließlich am Strand in eine Veranstaltung geplatzt, bei der es sogar ein Feuerwerk gab. Da wir den Campingplatz nicht fanden, auf dem wir eigentlich übernachten wollten, sind wir über Umwege zurück zum Bruce Highway gefahren,
um dort auf einem Rastplatz zu übernachten. Überraschenderweise habe ich sehr gut geschlafen, wenn auch nicht lange.

Heute Vormittag habe wir einen Walk im Noosa Nationalpark gemacht, der am Wasser entlangführte. Auf dem Rückweg verspeisten wir unsere Marschverpflegung, als plötzlich zwei Delfine an uns vorbeischossen. Da sie wirklich schnell waren, hat Claudia sie leider nicht mehr gesehen.

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Fruitpicking in Bundaberg 30.06.2004

Seit Freitag Mittag sind Claudia und ich in Bundaberg im NOMAD Workers und Dive Hostel. Wir wohnen mit Ben (29jähriger Engländer) und Takashi (22jähriger Japaner) in der besten Unit. Sprich: wir wohnen tatsächlich nur zu viert und haben eine eigene Wohn-Küche mit Fernseher, einem Bad und Dusche. Die Jungs sind wirklich supernett. Der Takashi wird in einigen Tagen an dem Marathon an der Goldcoast teilnehmen.
Am Samstag durfte ich gleich Erbsen pflücken, der absolute Horrorjob. Wir werden nach Leistung, sprich gepflückten Kilos, bezahlt.
Wenn man auf einem schlechten Feld arbeitet, kann man viel Asche vergessen. Am ersten Tag habe ich ca. 25 kg in vier Stunden gepflückt, beim zweiten Mal waren es 55 kg in sieben Stunden und gestern ca. 45 kg in sieben Stunden (beschissenes Feld).
Taka
Pro Kilo gibt es nur ca. 80 Cent *heul*. Darf man gar nicht drueber nachdenken.

Am Sonntag hatte ich das (zweifelhafte) Glück in einem Packlager fuer die gelben Cocktailtomaten zu arbeiten. Dort stand ich zuerst am Fliessband und habe mit drei anderen die grünen und schlechten Tomaten aussortiert. Nach zwei

Ben
Stunden dachte ich, mein Rücken bricht mir einmal in der Mitte durch. Um 11:30 war Mittagspause. Danach füllte ich Tomaten in die kleine Boxen. Zum Schluss habe ich dann noch einige Kartons gefaltet.
Heute habe ich wieder in dem Packlager gearbeitet. Zuerst Boxen gefüllt, danach Fliessband und zuletzt gefüllte Boxen nachwiegen. Abends sitzen wir blöd rum und schauen meistens das im TV, was Ben sehen möchte (Big Brother *k...*). Das ist halt die Langeweile. Keiner hat das Geld, um jeden Abend auszugehen und Alkohol und Parties sind in dem Hostel verboten. Dazu kommt dann noch eine Lautsprecheranlage, die einem das Gefühl gibt, man sitzt im Gefängnis. Ähm und ab 22 Uhr liegen wir meistens im Bett.

Den Schlaf benötift man hier aber auch dringends. Ich werde mich spätestens am Montag vom Acker machen (dieser Spruch wird für mich auch nie wieder derselbe sein), um mir in Airlie Beach oder Townsville einen Barjob oder so etwas zu suchen.

Taka, Ben, Claudia und ich