Gestern war ich den ganzen Tag (na
ja nicht wirklich) in Jervis Bay.
Das war meine erste Tour mit einer Gruppe und Tourguide.
Ob ich so etwas nochmal mitmache, ist eine andere
Frage, doch nun zum Ablauf meiner "Dolphin Watching
Tour"...
Treffpunkt sollte um 7.30 an der YHA Sydney Central
sein. Gleich am Anfang schon ein Dilemma, denn Giles,
der Guide, kam eine halbe Stunde zu spaet. Was ich
bei einem so eng gefassten Zeitrahmen schon ziemlich
uebel finde.
Nun ja, mit mir waren noch etwa 10 andere mit von
der Partie, darunter Deutsche, Englaender und Hollaender.
Neben mir sass Lucy, eine 23jaehrige, englische Jurastudentin,
mit der ich mich super verstanden habe.
Das erste Mal machten wir am Royal National
Park Station, wo wir einen Tee/Kaffee tranken
und einen jungen Koala streicheln und das ganze fototechnisch
festhalten durften. Den Koala duerfte man nicht am
Kopf beruehren, das sonst die Gefahr bestanden haette,
das er sich mit menschlichen Krankheitserregern infiziert.
Es ist uebrigens in NSW gestzlich verboten, Koalas
anzufassen. In den Park selbst (der eh noch nicht
geoeffnet hatte) gingen wir nicht, denn das hatte
den Zeitrahmen gesprengt.
Waehrend der Weiterfahrt erklaerte Giles uns, wie
die Aborigines Namen fuer die Orte, die wir besuchten,
oder an denen wir vorbeifuhren, entstanden sind und
was sie bedeuten. Als nächstes führte uns
der Weg zu einer Emu Farm. Des weiteren habe es dort
einen kleinen Laden, in dem man größtenteils
Teebaumöl Produkte kaufen konnte.
Billabong: always
water (ein beständiges Wasserloch)
Wollongong: hard place by the
sea (ein Platz mit hartem/felsigen Grund in
der Nähe des Meeres)
Gerribong: soft place by the
sea (Platz mit weichem Grund in der Nähe
des Meeres)
kiama: like a whale (wie ein
Wal)
bong: water (Wasser) |
Weiter ging es nach Kiama zum "Blowing
Whole", das aber nicht wirklich hoch gespuckt
hat. Auch die Umgebung war (fuer mich) eher gewoehnlich.
Erinnerte mich sehr an Milatos auf Kreta.
In Berri legten wir einen 15 Minuten
Stop ein. Lucy und ich spazierten drauflos und fanden
uns in einem Surfershop wieder. Nachdem wir dort mal
kurz fuer kleine Maedchen gingen, kamen wir fast zu
spaet bei Bus an.
Ich denke, wir kamen so etwa gegen 12 Uhr in Jervis
Bay an, wo wir uns zum Strand in der Naehe von Huskisson
begaben. Dort hatten wir nur 15 Minuten, um mal ins
Wasser zu huepfen, weswegen ich (und bis auf Lucy
auch alle anderen) mir das auch gleich gespart habe.
So habe ich nur ein paar Fotos vom Strand geschossen.
Eigentlich bin ich auch davon ausgegangen, dass wir
zum "Hervey Bay" Strand fahren. Von diesem
hatte ich schon so einige nette Fotos gesehen. Nun
ja, letztendlich war es so vielleicht sogar besser,
denn sonst haette ich mich noch mehr ueber die fehlende
Zeit geaergert.
Es gab ein ziemlich einfallsloses Mittagessen: Salate
und Brot.Um ca. 13 Uhr brachen wir auf, um mit dem
Boot die Delfintour zu starten. nach
ca. einer Stunde fanden wir auch endlich einige und
ich konnte einige Fotos schiessen. Die Tour dauerte
etwa 3 Stunden.
Der Bottlenose Dolphin kommt in
allen Ozeanen und Meeren vor, an der Kueste und im
offenen Meer. Er ist der "klassische" Delfin
und wohl das Meeressaeugetier, das die meisten Leute
auf Anhieb erkennen. Er hat ein kurze, abgerundete
Schnauze und eine Gesamtkoerperlaenge die zwischen
1,9m und 4 m variiert. Die grosse Rueckenflosse is
leicht gebogen und
befindet sich in der Mitte des Rueckens. Allgemein
gesehen besteht die Farbe des Koerpers aus einer Serie
verschiedener Grautoene mit einem deutlich helleren
grau an den Seiten, welches zum Bauch hin in eine
cremige Farbe uebergeht.
Auf dem Rueckweg nach Sydney fuhren wir am Kangoroo
Valley vorbei, wo wir auch aus der
Ferne einige Kaengurus beobachten durften.
Eine halbstuendigen Stop machten wir noch bei den
Fitzroy Falls, wo wir etwas Zeit
hatten zum Fusse des Wasserfall zu wandern und an
den verschiedenen "Lookouts" Fotos machen
konnten. Leider war es nur eine sehr kurze
Wanderung (vielleicht 15 Minuten, wenn ueberhaupt!!!)
Um ca. 19 Uhr kamen wir wieder in Sydney an, wo ich
schon ins Kings Cross ausstieg, um den Bus nach Rose
Bay zu bekommen.
Also empfehlen wuerde ich diesen Tagesausflug nicht
unbedingt.
Fuer mich steht fest, dass ich versuchen werde, alles
auf mich zu kommende selbst zu erkunden. Soweit das
eben moeglich ist. Diese Touren sind echt stressig
und der Zeitplan meist so eng gefasst, dass man ueberhaupt
keine Gelegenheit hat, die Tour zu geniessen.
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