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Fraser
Island
vom 22. Juni bis zum 24. Juni 2004 |
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Koordinaten: 25°17'48.33"S 153°
5'36.88"E
———— KURZINFO ———— |
K' Gari, wie die Aborigines die mit 120 km Länge
und einer Fläche von 184.000 Hektar größte
Sandinsel der Welt ursprünglich nannten, bedeutet
„Paradies“. Mit seiner unglaublich vielfältigen
Landschaft wird Fraser Island diesem Namen durchaus
und sogar mehr als gerecht. Wo sonst wächst dichter
Regenwald auf 200 m hohen Sanddünen? Über
200 verschiedenen Vogelarten und 25 Arten von Säugetiere
vergnügen sich hier im Regenwald und in den über
40 Seen. Um nur mal einige der ansässigen Tierarten
zu nennen: Kakadus, Magpies, Seeadler, Rainbow Lorikeets,
Pelikane und Kingfisher, Dingos, Wallabies, Possums,
Flying Foxes, Echidnas, Schildkröten, Schlangen
und Lizards. Das Paradies liegt dem Örtchen Hervey
Bay gegenüber, 300 km nördlich von Brisbane. |
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1 |
Basin
Lake und Lake McKenzie |
Lake McKenzie: 25°26'38.87"S
153° 3'16.48"E
Frühmorgens um halb sechs hieß es aufstehen,
sich und das leichte Gepäck auf das Abenteuer vorzubereiten
und als nächstens an der Ausflugsbesprechung teilzunehmen.
Chris, der Guide von Fraser Escape, ging haarklein die
Route und die Gefahren mit uns durch, erzählte uns
mehrfach, dass wir auf jeden Fall die Zeiten von Ebbe
und Flut beachten müssen und dass wir uns vor den
gefährlichen, aber harmlos erscheinenden Dingos und
den Washout's in Acht nehmen sollten, welche etwa wöchentlich
neue Unfallopfer forderten. In den letzten sechs Jahren
wurden etwa 20 Leute von Dingos angegriffen und im Jahr
2001 ist ein sechsjähriger Junge einem Angriff erlegen.
Die Eltern hatten ich einige Meter entfernt alleine am
Strand spielen lassen, woraufhin ein Dingo die Gunst der
Stunde nutze und ihn angriff.
Um etwa 8 Uhr morgens ging es in einem Konvoi von vier Landcruisern
auf den Weg in Richtung Fähre nach Fraser Island. Für
den Moment waren noch Fahrer des Ausflugunternehmens bei
uns, die dafür sorgten, dass die Jeeps ordnungsgemäß
und vor allem heile auf der Fähre ankamen. Die Fahrt
mit derselben dauerte ungefähr 20-30 Minuten. Auf der
Fähre hatte man die Gelegenheit, einige letzte Snacks
erstehen, während sich langsam Aufregung breit machte:
Wer fährt das
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Auto!!?? Irgendwann hat sich der
blonde, muskulöse Kanadier Chris, der mit seiner
zierlichen Freundin Megan an Bord
war, breitschlagen lassen. Dies stellte sich als
hervorragend heraus, denn er hatte schon 4WD Erfahrung
in Kanada auf Offroad-Strecken und im Schnee machen
können. Unsere Gruppe bestand aus elf Leuten:
Sechs Iren (Paul, Feysel, Kathrine, Lee, Linda,
Linda), einer Engländerin (Rebecca), zwei Kanadiern
(Chris und Megan) und Claudia und mir. Nach der
stürmischen Überfahrt, auf welcher der
eine oder andere ein wenig nass wurde, fuhren wir
zur Central Station, um von dort aus durch den beeindruckenden
und äußerst lebhaften Regenwald, am schmalen
Wangoolba Creek vorbei, die circa
2,5 km zum Basin Lake zu wandern.
Auf dem Foto sieht der Wangoolba Creek schlammig
aus, doch tatsächlich besteht der Grund aus
weißem Sand und das Wasser, welches der Bach
führt, ist glasklar.
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Obwohl sich die Wassertemperatur des Basin Lakes als ziemlich
niedrig herausstellte, sprangen fast alle hinein. Das Wasser
dieses See schimmerte dunkelgrün und er ist von dichtem
Regenwald umschlossen. Die mehr oder weniger von Chris versprochenen
Schildkröten haben wir, trotz verzweifelter Suche, leider
nicht gesehen.
Nachdem wir schätzungsweise zwei Stunden später
wieder am Wagen ankamen, fuhren wir zum Lake McKenzie
um eine weitere Runde zu schwimmen, Fotos zu schießen
und um endlich unseren Mägen etwas zuzuführen.
Der See war unbeschreiblich schön. Nicht nur das der
Strand wirklich strahlend weiß war, auch das Wasser
ist super klar. Jenes schimmerte in den unterschiedlichsten
Farben und kann jedem Vergleich mit der Karibik standhalten.
Aufpassen sollte man hier besonders auf seine Kamera, denn
der Sand ist so fein, dass er sich in alles hineinkrümelt
und dadurch schon so manche Kamera den Geist aufgegeben
hat. Der Sand soll sich auch hervorragend zum polieren von
echtem Schmuck eignen. Der Wasser dieses Sees war übrigens
kälter als das des vorherigen, so dass sich schnell
eine hartnäckige Gänsehaut auf meinem Körper
breit machte. Unser kanadisches Pärchen baute eine
kleine Sandburg, welche ohne die ständige Dammerneuerung
Megans den kleinen Wellen des Sees nicht lange hätte
trotzen können.
Nachdem wir unsere Sandwiches heruntergeschlungen hatten,
fuhren wir zum Eurong Resort um Feuerholz
für das spätere Lagerfeuer zu sammeln. Auf dem
Weg dahin sahen wir unseren ersten Dingo, der gerade ein
dunkelbraunes Wallaby erlegt hatte. Davon musste ich gleich
einige Fotos schießen. Später habe ich noch ein
Video von zwei Deutschen aus einem der anderen Autos gesehen,
die das vermeintliche Glück hatten, die "Dingo
erlegt Wallaby" Szene zu filmen. Nach Sichtung des
Videos war ich ganz froh, dass wir etwas später dazustießen.
Am Euron Resort füllten zwei Leute die Wasserkanister
auf und wir anderen klaubten Feuerholz zusammen. Als Regel
gilt hier, das pro Person ein Arm Feuerholz mitgenommen
werden darf.
Kurz darauf fuhren wir weiter in Richtung Norden nach
Poyungan und bauten unsere Zelte am Strand
auf. Das wir nur vier popelige Hering hatten, um dass
Zelt zu fixieren, machte mich sofort etwas nervös,
denn zum einen war es recht kühl und zum anderen
sehr windig. Dazu kam der Umstand, dass die anderen drei
Gruppen vor uns dort waren und demnach die
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besten Zeltplätze schon vergeben
waren. Abspannen konnten wir auch nichts und so lag
das Außenzelt direkt auf dem Moskitozelt. Nun
stand also auch unser silberfarbenes Igluzelt, wenn
auch mehr schlecht als recht. Die anderen hatten schon
zwei Lagerfeuer entzündet, die im Wind zaghaft
vor sich hinknisterten. Irgendwann hockten wir dann
mit etwa 35 Leuten drumherum. Nach einigen Diskussionen
mit Chris und Megan haben wir noch um 22 Uhr (!!!)
und in absoluter Dunkelheit Spaghetti Bolognese zubereitet
und gegessen. Ungefähr um Mitternacht kroch ich
ins Zelt und auch Claudia kam nur wenig später
nach. In dem Moment geschah das nicht ganz unerwartete:
Es begann zu regen und zwar nicht nur einige Tropfen...
NEIN, es musste gleich ganz fiese, stundenlange Regengüsse
sein. Normalerweise finde ich Regen in der Nacht toll
und atmosphärisch, doch wenn man sich daran erinnert,
was ich über die Zelte geschrieben habe, dürfte
jedem klar sein, was passiert ist: Der Regen ging
glatt durch und an den Innenseiten bildeten sich kleine
Rinnsäle. Ich musste infolgedessen die ganze
Zeit darauf achten, dass mein Schlafsack nicht nass
wird, was mir nur bedingt gelang. Nach einige Stunden
fiel mir ein, |
dass mein Handy neben mir am Zeltrand, sprich im Rinnsal liegt.
Kurze Panikattacke, inneres Zittern, doch es war okay. Wieder
ein Grund mehr auf mein Nokia 5210 stolz zu sein. Nun, ich
konnte die ganze Nacht nicht schlafen, was umso deprimierender
ist, wenn man neben sich eine Person hat, die so fest ratzt,
das selbst eine Sturmflut sie nicht hätte aufwecken können.
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2 |
Indian
Head, Moheno Schiffswrack und die Champagne Pools |
Indian Head: 25° 0'21.29"S 153°21'33.87"E
Moheno Schiffswrack: 25°16'0.25"S
153°14'18.28"E
Champagne Pools: 24°59'21.06"S
153°21'6.23"E
Am nächsten Morgen wurde festgestellt, dass mehr oder
weniger alle nass geworden sind. Nach unserem Frühstück
fuhren wir über den 75 Mile Beach zum Indian Head.
Da die Flut um 12:03 Uhr am höchsten stand, sollten
wir nicht später als 9:30 Uhr an der Landzunge Indian
Head ankommen. Das schafften wir nicht wirklich, so dass
Chris zwischenzeitlich etwas panisch reagierte. Nachdem
wir alle auf ihn einredeten, beruhigte er sich jedoch wieder
einigermaßen. Man darf mit den Autos (logischerweise)
nicht ins Salzwasser fahren und es war nicht so einfach
dem Wasser, das sehr schnell den Strand hochkroch, auszuweichen.
Bei Missachtung hätten wir zusammen für die Nachbehandlung
und Lackschäden aufkommen müssen. Zusätzlich
hätte es passieren können, dass man im feuchten
Sand stecken bleibt. Zu guter Letzt kamen wir jedoch unbeschadet
um ungefähr 10 Uhr beim Indian Head an,
wo Chris sich mit dem Wagen erst durch knietiefen Pudersand
kämpfen musste. Dies ist eindeutig eine der kritischsten
Stellen, durch die man fährt. Doch auch darauf wurden
wir im Meeting theoretisch vorbereitet, auch wenn ich bezweifle,
dass wir ohne Chris dadurch gekommen wären. Der Wagen
einer Peter Pan Gruppe steckte schon fest, doch Chris erledigte
das Ganze mit Bravour und fuhr wenig später sogar den
völlig festgesetzten Wagen der anderen heraus.
Vom Indian Head aus sollten wir laut den Infos im Meeting
nach Haien, Delfinen, Walen, Schildkröten und Mantas
Ausschau halten. Da es aber immer noch sehr windig und die
See dadurch sehr rau war, haben wir nichts dergleichen gesehen.
Denn welcher Tigerhai riskiert es schon durch die Brandung
am Beach zu stranden oder gar gegen die Felsen geschleudert
zu werden. Nach einer halben Stunde fuhren wir weiter zu
den Champagne Pools, die von Felsen vulkanischen
Ursprungs vom eigentlichen Meer abgeschirmt wurden. Bei
Hochwasser werden die Pools vom Meerwasser, welches über
die Felsen prescht, gefüllt. Obwohl die Sonne immer
noch mit einer recht dicken, grauen Wolkendecke zu kämpfen
hatte, es recht kühl war und zwischendurch nieselte,
stürzte ich mich sofort in die flachen "Pools"
und ersoff halb darin. Das ist der einzige Ort auf Fraser
Island, wo man im Salzwasser baden kann, denn wer möchte
schon nähere Bekanntschaft mit Hammer- und Tigerhaien
machen.
Etwas später führte uns unser Weg zurück
zum Indian Head, wo wir unser Mittagessen (Würstchen
mit Sandwiches) zu uns nahmen.
Nachdem die Ebbe wieder eingesetzt hatte, fuhren wir nach
Dundabarra , um mal wieder die Wasserkanister aufzufüllen
und Feuerholz zusammenzutragen. Anschließend ging
es weiter zum S.S. Maheno Schiffswrack,
welches 1935 hier auf Land gelaufen ist.
Auf dem Weg dorthin fuhr Paul, der einige
Mal zu sehr aufs Gas drückte. Irgendwann sahen wir
zwei Wagen einer anderen Firma am Strand. Wir fuhren mit
ca. 60 km/Std. in deren Richtung, als wir gerade noch
rechtzeitig bemerkten, dass sich ein hoher Washout
direkt vor uns befand. Die anderen Gruppen gaben uns nicht
einmal ein Warnzeichen und einige der Vollidioten standen
noch lachend daneben. Dazu muss man wissen, dass der Washout
an der Stelle, wo Paul gerade noch abbremsen konnte etwa
40 cm hoch war. Fatal, wenn man in einem großen
Landcruiser unterwegs ist. Wer jetzt glaubt, dass so ein
sportliches Teil da doch wie im Film einfach rübergehüpft
wäre, hat die Größe des Gefährts
noch nicht realisiert. Was passiert, wenn man mit etwa
50-60 km/h und einem so großen Wagen zu nahe an
eine Art steile, 40 cm hohe Sandklippe fährt? Der
Sand bricht unter den Vorderreifen weg und der Wagen knallt
vorne runter und überschlägt sich im wahrscheinlichsten
Fall, oder er kippt einfach um. Bei solchen Aktionen erlöschten
schon einige Lebenslichter. Gerade eine Woche vor unserer
Tour ereignete sich ein Unfall dieser Art. Eine Person
hat sich dabei das Genick gebrochen, bei den Mitfahrern
waren es andere Arten von Knochenbrüchen.
Am Abend schlugen wir unser Camp wieder hinter einer Düne
am Strand auf. Diesmal standen wir alle) etwas dichter beieinander,
was bei etwa 30 silbernen Igluzelte ziemlich interessant
aussah. Dazu kamen etwas abseits 10 weitere Zelte einer
Escape Gruppe, die an ihrem ersten Tag zu weit gefahren
ist.
Nach einer Stunde lies sich ein Dingo blicken, der ängstlich
von allen beäugt wurde. Ich persönlich konnte
die Angst nicht verstehen, denn immerhin saßen wir
mit wenigstens 30 Leuten um die Lagerfeuer, wir waren damit
eine große "Herde", die ein Dingo nie angegriffen
hätte.
Nachdem die Lagerfeuer vor sich hin flackerten, begannen
Chris, Megan, Claudia und ich das Abendessen vorzubereiten.
Die Iren, über welche Megan und ich in passenden Momenten
lästerten, ließen sich fleißig von uns
bedienen. Es gab Steaks mit Bratkartoffeln (nie wieder werde
ich meine Kartoffeln schälen um Bratkartoffeln zu machen!!!).
Je später es wurde, desto häufiger lies sich der
mit einem grünen Chip im Ohr markierte Dingo blicken.
Chris und ich standen wir die Bescheuerten da und schossen
Fotos am laufenden Band. Durch die eingeklemmte Rute war
klar, dass der ziemlich dürre Dingo mehr Angst vor
uns, als wir vor ihm, hatten. Das einzige was ihn hielt,
war der Hunger und so scharrte er fleißig am Boden
herum, um einige heruntergefallenen Essensreste zu ergattern.
An diesem Abend lernten wir dann auch einige der anderen
Leute etwas besser kennen. Die zwei Deutschen Rayk und *verdammt
jetzt habe ich den Namen vergessen* waren ganz nett. Etwa
um Mitternacht legte sich der Dingo eineinhalb Meter von
mir entfernt zu uns ans Feuer. Ganz augenscheinlich fühlte
er sich in der Gesellschaft von Menschen nicht allzu unwohl.
Nachdem Claudia einige Fotos von dieser Sensation geschossen
hat, kam einer der Ir(r)en mit einem dicken Ast von hinten,
was den armen Dingo so erschreckte, dass er wieder auf Abstand
ging. Ich meine, dass ich mich um ca. 1:30 Uhr ins Bett
aufgemacht habe.
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3 |
Lake
Wabby, Eli Creek und Lake McKenzie |
Lake Wabby: 25°27'26.79"S 153°
7'47.23"E
Lake McKenzie: 25°26'38.87"S 153°
3'16.48"E
Am Morgen blieb einer der Jeeps im sandigen Boden unseres
Camps stecken, denn irgendjemand hatte sich einen Streich
erlaubt und die 4WD Sicherung umgelegt. Der Versuch unserer
„Teamkollegen“ auf Anhieb im normalen Gang aus
dem weichen Sand herauszukommen scheiterte kläglich.
Da die beiden anderen Gruppen schon das Weite gesucht haben,
machten wir uns daran, vor und hinter den vier Reifen den
Sand mit Schaufeln und Händen abzutragen, so wie es
uns im Meeting erklärt worden war. Auch so gelang es
nicht, den Wagen nach der ersten Schaufelaktion herauszufahren
und daher mussten wir die Prozedur noch einige Mal wiederholen.
Unser Jeep war ebenfalls entsichert, doch wir hatten ja
den Vorteil, dass wir den 4WD checken konnten, nachdem wir
miterlebten, wie die anderen stecken blieben.
Leider mussten wir noch einmal zurück zu unserem ersten
Zeltplatz, denn Feysel hat dort am Morgen zuvor sein Handy
verloren. Glücklicherweise fand Paul es relativ unbeschadet
wieder.
Für uns ging es dann weiter zum Lake Wabby,
dem tiefsten See Fraser Islands. Zwischen diesem See und
dem Meer befinden sich riesige Sanddünen, die den See
höchstwahrscheinlich irgendwann überdecken werden.
Die "Sandblow" dehnt jährlich um etwa 3 Meter
weiter ins Inselinnere aus. Die erste Düne am See ist
dafür bekannt, dass es Spaß bringt, sie bis ans
Wasser hinunterzulaufen. Dies ist eigentlich verboten, doch
kaum einer hält sich an die Vorschrift. Da ich jedoch
zu einem beträchtlichem Unfallrisiko neige, überlies
ich den Spaß den risikofreudigen Iren und Engländern.
Obwohl uns der Guide vorher davor gewarnt hatte, NICHT über
die Dünen bis zum Meer zu laufen, haben Chris und Megan
gleich zu Beginn die Dünen in Angriff genommen. Da ich
mir vorgenommen hatte, in jedem Nass zu schwimmen, machte
ich mich schnell nackig (na ja... fast) und schwamm gemächlich
eine Runde im kühlen Wasser des schimmernden Sees. Ich
wurde (leider?) nicht von den winzigen Fischlein angeknabbert,
die über so manchem Schwimmer in diesem See
herfallen, um sie von Schweiß und
Hautschüppchen zu befreien. Da ich unbedingt ein
Bild von den Dünen, mit dem Meer im Hintergrund,
zu haben wünschte, verlies ich nach einigen Minuten
das kühle Nass, um doch noch über die Dünen
in Richtung Meer zu wandern. Nach einer ganzen Weile
sah ich Claudia WEIT hinter mir (und wenn ich weit sage,
dann meine ich weit), die wie wild winkte. Ich schaute
auf meine Uhr und wäre vor Schreck fast aus den
Latschen gekippt, wenn ich welche angehabt hätte.
Wir sollten uns schon fast wieder auf dem Rückweg
befinden. Als ich einige Minuten später bei Claudia
ankam, drückte mir diese meine Klamotten in die
Hand und erzählte mir etwas abgenervt, dass sich
die gesamte Mannschaft die Kehle nach mir ausgeschrieen
hat. Wie unangenehm!
Zuletzt fuhren wir zum Eli Creek, der
mich nicht sonderlich begeistert hat, was aber auch
am Wetter gelegen haben kann. Abschließend fuhren
wir noch einmal zum Lake McKenzie, um uns dann nur wenig
später wieder mit der Fähre auf den Rückweg
zu begeben. |
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