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Ich habe die News rund um Stevo und dem Zoo verschoben. Alle News zu Steve Irwin und dem Australia Zoo jetzt hier. Es wurden mehr und mehr Infos, so dass es in diesen Bereich einfach nicht mehr passte. Vielen Dank für euer Verständnis.

Australia Zoo in Beerwah am 18. Juni 2004

Kurzinfo (mehr Infos sind im Text enthalten)

Der Zoo wirkt relativ "offen", die meisten der Tiere wirken nicht eingesperrt, da sie grosse Grasflächen haben, um sich zu vergnügen.

KURZINFO
Standort Beerwah, 45 Minuten nördlich von Brisbane
Koordinaten 26°50'17.10"S 152°57'31.30"E
Fläche über 65 Acker (wird auf 300 Acker erweitert)
Tierarten 750 (ein Großteil davon sind die verschiedenen Vogelarten)
Angestellte mehr als 400
Eintritt 2004 $27
Eintritt 2005 $29 (Kids bis 14 J. $19)
Eintritt 2006 $46 (Kids bis 14 J. $29, Students $36)


Unterwegs im Zoo

Mitte Juni kam ich also endlich dazu, den Australia Zoo zu besuchen, dessen stolzer Besitzer kein geringerer ist, als der benannte "Crocodile Hunter" Steve Irwin. Durch ihn ist der Zoo einen internationalen Bekanntheitsgrad erreicht.

Schon an dem Parkplatz wurden wir von einem großen, schnuckeligen Kamel begrüßt. Nachdem wir unsere $27 Eintritt an einer der Kassen bezahlt und ich auf die Schnelle noch etwas Speicher auf meiner 256 MB XD Karte freigemacht habe, begannen wir unseren Rundgang um etwa 10 Uhr. Am Eingang bekamen wir sogleich mitgeteilt, das es ziemlich sicher wäre, dass Steve Irwin, von treuen Fans einfach "Stevie" genannt, selbst die Croc-Show am Mittag durchführen wird. Klein Jen hat sich natürlich gefreut wie ein Honigkuchenpferd, wo hingegen die Claudi nur mild lächelte. Wie so viele andere war sie der Meinung, dass Steves Verhalten in seinen Shows viel zu übertrieben und gespielt wäre.

Neben dem Eingang hausten ein paar kuschelige Koalas. Natürlich waren sie am Schlafen, wie sollte es auch anders sein. Trotzdem machte ich einiges Fotos, bevor es weiter ging.

Kamel Koala
Koala

Als nächstes kamen die Aldabran Tortoises und die Galapagos Landschildkröte "Harriet", die schon über 175 Jahre alt ist und der noch ihre Zwischenmahlzeit, einige rote Hibiskusblüten, aus dem Maul hingen.
Auf dem Weg zum "Crocosseum" sahen wir uns die Elefantenfütterung an. Hier hatte man die Gelegenheit einige Möhren zu kaufen, wofür ich mein Geld natürlich nicht ausgegeben habe. Die Kinder waren natürlich von der Aktion mehr als begeistert.

Harriet, die Galapagos Tortoise Aldabran Tortoise
Elefant

Nach einigen zurückgelegten Metern kamen wir auch schon an einigen Salz- und Süßwasser-Krokodilen vorbei, die sich in ihren Pools oder Schlammlöchern aalten. Im ganzen Zoo gibt es ca. zehn Krokodile. Nicht zu vergessen ist, das die meisten Salzwasserkrokodile ihren eigenen Bereich benötigen. Alle Bereiche schienen für uns Laien groß genug und sehr natürlich.

Im Crocoseum

Um kurz vor 11 Uhr nahmen wir im Crocoseum Platz (in welches Sage und schreibe 5000 Leute passen), dessen Bau elf Millionen Dollar gekostet hat, wie Terri dem Publikum später erklärte.

Vor der Croc-Show fand eine ca. halbstündige Birdshow (Vogel-Show) mit Kakadu's, Papageien, Falken und einem Adler (Wedge-tailed Eagle) statt. Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn einem die nicht gerade kleinen Kakadus oder die Falken über den Kopf sausen. Die Trainer der Vögel hatten sich an speziellen Punkten rund um das Crocoseum aufgestellt und schickten die Vögel unter Zuhilfenahme verschiederer Pfeifen von einem Standort zum nächsten.

Terri

Während einer kurzen Comedy Einlage sonnte sich eine riesige Python auf dem Rasen und so nebenbei wurde uns gezeigt, wie man im Falle eines Schlangenbisses reagiert.

DANN... ENDLICH wurde Steve Irwin mit viele Tamtam angekündigt. Nachdem mal kurz ein Möchtegern-Steve in die "Arena" stürmte begann ein Video Countdown und der Meister kam hereingelaufen. Die Menge tobte. Er begrüsste das Publikum und seinem Kollegen Brian (auch aus der Crocodile Hunter Serie auf RTL2 bekannt), der das Krokodil mit im Auge behalten sollte. Nachdem das Publikum den "Crikey " Schrei mit Steve üben durfte, wurde "Graham" das etwa 6m lange Salzwasser-Krokodil hereingelassen. Nach einigen Verhaltenserklärungen demonstrierte uns Steve, was man nie machen sollte, wenn man sich im Jagdrevier eines Krokodils befindet: Er sprang 5 Meter neben Graham ins Wasser, nachdem er uns ganz cool erklärte, dass Krokodile im Wasser genauso schnell wären wie Delfine. Graham ist sofort in seine Richtung geschossen, doch Steve erreichte (oh Wunder) rechtzeitig den rettenden Grund. Graham kroch aus dem Wasser, doch Steve erklärte (mit einem blutigen Fleischklumpen in der Hand) das Graham ihn ausserhalb des Wassers nie zu fassen bekaeme, da Krokodile ausserhalb des Wassern zu langsam und unbeweglich sind.

Steve Irwin Nach dieser kleinen und recht interessanten Einlage kletterte Steve auf den Holzbau, von dem er das Krokodil fütterte. Wie verrückt war ich am knipsen. Allerdings sieht man selbst auf den Reihenbildern nicht viel vom aus dem Wasser hochschiessenden Krokodil, da dies einfach wahnsinnig schnell geschah. Steve "reichte" dem Krokoodil noch einige Fleischklumpen, scherzte etwas mit seiner Frau Terri herum, erzählte etwas über seine Arbeit als "Wildlife Warrior" und verabschiedete sich ca. nach einer halben Stunde.
Krokodil Steve bei der Croc Fütterung
Steve

Claudi, die die Show mit Steve plötzlich doch sehr gelungen fand, und ich machten uns dann auf in Richtung Dingoes, Wombats, Tasmanischen Teufeln und Co. Auf unserem Weg kamen wir an einigen unbewohnten Plätzen sowie dem vom Aussterben bedrohten Cassowary vorbei.

Dingo Dingo
Wombat

 


Weiter geht es durch den Zoo

Dösendes Känguruh Känguruh

Ganz toll fand ich den nicht kleinen Bereich "Roo Heaven" mit den verschiedensten Arten Kängurus, die (mehr oder weniger) frei herumliefen. Um in den Bereich zu gelangen musste man durch zwei Sicherheitstüren maschieren.

Man konnte die Kängurus streicheln, füttern und massig Fotos machen. Die Hopper ließen sich auch von den Besuchern nicht großartig beeindrucken. Einige liessen sich füttern, anderen waren mehr damit beschäftigt, in der Sonne vor sich hin zu dösen, sich mal ordentlich durchzukratzen oder auch die Joey's zu säugen.

Durst!
Es scheint ordentlich zu jucken

Ein Wallaby blieb mir im Gedächtnis: Es wurde erst von einem Paar gefüttert, die nach einer Weile weitermaschierten. Da spielte der Lütte aber nicht mit und begann wie verrückt an dem Rucksack, der sich auf dem Rücken des Mannes befand, zu reißen. Er nahm ihn ab und versuchte ihn festzuhalten, doch als der Lütte auch noch anfing, auf und ab zu hüpfen, schmiss der nette Herr den Rucksack hin und das Wallaby war glücklich. Es bekam natürlich die Reißverschlüsse nicht auf, was zum schnellen Nachlassen seiner Gier herbeiführte.

Anbetungswürdig waren auch die Koalas ganz in der Nähe, die man ebenfalls streicheln dürfte. Die Pfleger und Bezugspersonen der jeweiligen Tiere sind auch immer in der Nähe, was ich super finde.

Albino Känguruh
Erfreulicherweise ein wacher Koala

 

Schappi Schappi

Es gibt einige Kioske und den "Feeding Frenzy Foodcourt", in dem wir gespeisst haben. Die Preise in dem Foodcourt lagen im Normalbereich. Es gibt Pizzen, Spaghettigerichte, Burger, Kartoffelecken, Pommes, Frühlingrollen, Sandwiches und vieles mehr. Highlight ist der Eucalyptusbaum in der Mitte des Foodcourts, denn auf diesem dösen einige Koalas vor sich hin. Vom Restaurant aus hat man auch einen sehr guten Blick auf eines der Krokodile.


Souvenirs

Hätte ich die Preise vorher gewusst, wäre mir das Essen sicher im Halse steckengeblieben. Hier gibt es alles: Von Steve Irwin und Teri "Uniformen", zu Terri's Selbstentwürfen (nicht mein Geschmack!!!), Kinderklamotten, allen möglichen T-shirts und weiteren Klamotten, über Kuschel- und Plastiktieren, zu Videos, Tierbüchern und ähnlichem. Bei dem Anblick der Teri und Steve Puppen habe ich mir ein breites Grinses nund Kichern nicht verkneifen können. Aufgrund der Preise habe ich dort kein Geld gelassen.

In den Wetlands

Wir wanderten auch über einen Boardwalk durch die "Wetlands" am Brolga, Schwarzen Schwan und Jabiru vorbei. Interessant ist, dass sich auch viele der einheimischen Voegel "freiwillig" in diesem Teil des Zoos niederlassen. Die Bereiche in den Wetlands gehören zu den natürlichsten in dem Zoo.

Schwan

Rainforest Aviary

Auch hier maschiert man durch eine Sicherheitstür, bevor man in dem "Regenwald" gelangt. Wir wurden von fröhlichem Gezirpe und Gezwitscher einiger bedohter Vogelarten, wie z.B. dem Eclectus Parrot , dem Sacred Kingfisher oder dem Glossy Ibis begrüßt.

Künstlicher Wasserfall

Vor dem Schlangenhaus kamen wir an dem "Spielplatz" der Bengalischen Tiger Babys vorbei. Ganz schnuckig die Süßen.

Bengalisches Tigerbaby

Ein weiteres Highlight für mich waren die Schlangen, die sich in verglasten Bereichen befanden. Zu sehen waren unter anderem einige der Giftschlangen (z.B. die Brown Snake und der Taipan), sowie einige riesige Pythons und ein paar harmlosere Schlangen, wie z.B. die "Carpet Snake".

Python

Auf dem Weg zum Ausgang kamen wir an einigen Kookaburra's vorbei. Diese befanden sich an in einem offenen, kreisförmigen Plätzchen. Diese Kookaburras wurden alle von der Australia Zoo Crew in irgendeiner Form erretet. Sie konnten nicht fliegen und den ambitionierten Fotografen nicht entkommen. Erfreulicherweise hielten die Gäste auch einigermaßen Abstand.

Tree Snake
Kookaburra

Um ca. 16 Uhr waren wir dann durch, doch wie ich auf der HP des Zoos feststellen musste, haben wir trotzdem einige Tierchen übersehen.


29 AUD Eintritt sind nicht wenig, aber wenn man sich ueber Steve und den Zoo informiert, wird einem schnell klar, dass der größte Teil der Einnahmen aus dem Zoo, sowie aus den TV Shows, in die Zuchtprogramme, Rettungsaktionen, Lebensraumerhaltung und den Zoo selber fließt.

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