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Maerz bis Mai 2004 - 2,5 Monate als Live in Nanny in Rose Bay/Sydney

März 2004
April 2004
14.03. Angekommen 02.04. Alles für das Aussehen
15.03. Genug ist genug - ab nach Rose Bay 04.04. Unterwegs mit Geburtstagsgrüßen
20.03. Maroubra Beach und eine Fahrstunde 05.04. Bummeli, Bummeldi, Bum
21.03. Sonnenbrand 06.04. Larven im Reis
22.03. Pelikane 16.04. In der City
27.03. Reisebinetreffen 17.04. Reinfall
29.03. Treffen, das Zweite 19.04. Powerhouse Museum
  24.04. Sydney Aquarium
27.04. Delfine am Bondi Beach
29.04. Bondi Junction
 
Mai 2004
02.05. Kino 21.05. Stress - die Fortsetzung
10.05. Shoppen 22.05. Ganz kurz
11.05. Neue Digitalkamera 28.05. Abgenervt
20.05. Stress - der Anfang  

Rose Bay ist ein vornehmerer und einer der reicheren Stadtteile Sydneys. Von Sydney CBD aus liegt Rose Bay zwischen Double Bay und Watsons Bay. Zu erreichen ist es via Bus oder Fähre. Eine weitere Möglichkeit ist es, mit dem Zug bis Edgecliff zu fahren und von dort aus mit dem Bus weiter nach Rose Bay. Hier gibt es, außer einigen schönen Häusern, nicht viel zu sehen. Zu Fuß geht man etwa 30 Minuten via der "O'Sullivan Road" bis zum Bondi Beach.
Empfehlenswert ist der "Take Away" Shop an der Ecke Plumber Road/O'Sullivan Road.

Angekommen 14.03.2004

Ich denke es ist an der Zeit, über die letzten 2 Tage zu berichten.

Nachdem ich das Glück hatte, durch eine Website eine Mitfahrgelegenheit (für 20 Euro) nach Darmstadt zu finden, kam ich am Donnerstag Abend (nach etwa fünf Stunden Autofahrt) bei Christina an, die ich durch das Reisebine-Forum kennengelernt habe.

Am nächsten Morgen verpasste ich meine Straßenbahn, da der Fahrkartenautomat sich zierte, meine Karte auszuwerfen. Dummerweise fuhr die nächste Straßenbahn erst eine halbe Stunde später. Die schon leicht panische P. riet mir telefonisch, ein Taxi zu nehmen. Da ich jedoch noch verhältnismäßig gut in der Zeit lag, sah ich es nicht ein, mein Geld für ein Taxi zu verschwenden. Mein Versuch per Anhalter zu fahren scheiterte und so wartete ich zähneknirschend auf die Bahn, die glücklicherweise pünktlich anrauschte und mich (und natürlich auch die andere Fahrgäste) innerhalb weniger Minuten zum Hauptbahnhof brachte. Von dort aus nahm ich den Airport Shuttle Bus. Dieser fuhr erfreulicherweise auch sofort los. Letztendlich kam ich um 9:35 Uhr am Flughafen an. Verhältnismassig schnell arbeitete ich mich in Richtung Check-In vor. Vorher hatte ich telefonisch mit P. abgeklärt, dass sie mir einen Platz reserviert. Bis zur Sicherheitskontrolle klappte auch alles reibungslos. Doch kurz vor der eben genannten Kontrolle fiel mir ein, dass ich vergessen hatte, mein Pfefferspray im Hauptgepäck zu verstauen. Es steckte immer noch in meiner Jackentasche. Da ich die Prozedur schon kannte, gab ich das Spray zur Vernichtung ab. Die P. traf ich erst im Flugzeug. Wir saßen in der 14. Reihe rechts. Da die Maschine nicht ausgebucht war, wechselte ich nach dem Erreichen der vorgeschriebenen Flughöhe den Platz und setzte mich eine Reihe weiter nach hinten.

Der Flug bis Taipei dauerte 14 Stunden und natürlich konnte ich nicht eine davon schlafen. Unterwegs schlossen wir einige Bekanntschaften, was eher auf P. zurückzuführen war, da ich kaum noch klar denken konnte. Meine Auffassungsgabe reichte nicht mal mehr für einen der Filme. Dementsprechend fertig und abgenervt war ich auch während des Fluges und bei der Ankunft in Taipei. Nachdem wir die Kontrollen passiert hatten, mussten wir zum Immigration Point, um unsere Hotelgutscheine abzuholen. Bei mir lief auch alles glatt, doch bei P. war keine Hotelreservierung auf ihrem Ticket vermerkt. Auch Mareike, die ich am Immigration Point angesprochen hatte, hatte ein Problem mit den Gutscheinen. Letztendlich nahm ich P. mit auf mein Zimmer, da sie so nur um die zwei Euro „Twin-Room

Zuschlag“ zahlen musste. Da ich zu müde war, um für das Mittagessen noch mal aufzustehen, gab ich den Gutschein für das Essen an P. weiter.

Ursprünglich wollte ich nur zwei Stunden schlafen, um anschließend an der Taipei Sightseeing Tour teilzunehmen. Jedoch siegte meine Müdigkeit über meine Neugier und so war P. die einzige von uns Vieren, die diese Tour mitmachte. Simon und Philipp verschliefen ebenfalls, fuhren aber noch auf eigene Faust in die Stadt.

Um 19 Uhr, nach etwa 6 Stunden Schlaf und einer wackeligen Dusche, fand ich mich im Restaurant des Airport Hotels ein, um noch eine Kleinigkeit zu mir zu nehmen. Das Restaurant war allerdings nicht wirklich sauber und das Essen war auch nicht so ganz mein Geschmack. Die Milchsuppe mit Erdnüssen, die Frühlingsrollen und das Dessert waren jedoch essbar.

Um 20 Uhr ging es wieder in Richtung Flughafen, da die Maschine um 22:20 nach Sydney abhob. Auf dem Flug habe ich mir "Shattered Glass", "Cheaper by the dozen" (mit Steve Martin) und "Beyond Borders" (mit Angelina Jolie) angesehen. „Shattered Glass“ war relativ langweilig, wenn auch eine wahre Geschichte, bei „Cheaper by the Dozen habe ich mich innerlich weggelacht. Das Lachen musste ich unterdrücken, um die anderen nicht aufzuwecken und bei „Beyond Borders“ habe ich geheult. Leider gab es einige Stunden keine Filme, da alle - außer mir - schliefen.

Um 10:20 Uhr kamen wir auf dem Flughafen von Sydney an. Nach der Sicherheitskontrolle stiefelten wir zum gesonderten „WHV“ Stand, wo wir zügig unsere Stempel in den Pass bekamen.
Mit einem Shuttlebus fuhren wir zum "Sydney Central" Hostel (YHA) am „Rawson Place“, in dem wir uns in ein 6-Bett Zimmer platzieren ließen. Im selben Zimmer schlief auch eine Österreicherin, die uns erzählte, dass sie im Outback von einer Ameise gebissen wurde. Durch den Biss bildete sich eine Beule an ihrem Bauch, die der Größe eines Hühnereis entsprach und von der immer noch ein Rest (plus die Bissspuren) zu sehen war. Ähm ja, jedenfalls empfahl sie uns, doch noch den Markt in den "Rocks" zu besuchen.
Wir gingen auch wenig später los. Ich kaufte mir an der nächsten Ecke eine Prepaid Karte für mein Handy, sah mir die Nummer an, die relativ leicht zu merken war und kaufte mir noch eine Coke im Laden gegenüber. Freundlicher Weise fragte P. mich, ob sie das Prepaid Karten Paket in ihren Rucksack stecken soll, denn für meinen Moneybelt war die Tüte zu groß. Erst verneinte ich, doch dann gab ich ihr das Päckchen. Wir standen an einer Ampel und sie steckte es in das große Fach ihres Rucksacks.

Wir gingen weiter zu den Rocks (P. schnellen Schrittes, als ob es kein Morgen gäbe) und sahen uns ein wenig auf dem Markt um. Irgendwann verlor ich P. aus den Augen, ging alleine weiter, über den doch recht kleinen Markt und setzte mich auf die Stufen neben Beate, die ich kurz zuvor entdeckt hatte. Wir unterhielten uns ganz gut und ca. 10 Minuten später war auch P. wieder da. Ich fragte sie nach meiner Prepaid Karte, da ich vorhatte die Karte zu aktivieren. Sie fragte mich, welche Karte ich meine. Ich erwiderte (schon recht erstaunt):"Die, die ich dir gegeben habe, nachdem du mich gefragt hast, ob du sie für mich einstecken sollst".
P.: "Das habe ich dich nie gefragt"
Ich (in der schon ein übles Gefühl hochstieg): "Ähm, P.... DU hast mich an der Ampel, vor dem kleinen Minimarkt gefragt, ob du die Karte einstecken sollst, weil sie nicht in meine kleine Tasche gepasst hätte...
P.: "Selbst wenn ich dich gefragt habe, hast du mir die Karte nicht gegeben".
Ich: "P., ich WEISS 100%ig, dass ich dir die Karte gegeben habe..."

Ich bin ruhig geblieben, hatte aber das Gefühl, ich müsse ihr jeden Moment an die Kehle springen. Nach einigen Überlegungen und Beates Hin- und Hergerutsche zwischen uns, fragte ich P. (nachdem sie es mir zuvor schon angeboten hat), ob ich in ihren Rucksack schauen darf. Ich WUSSTE instinktiv, das ich die Karte nicht finden würde und so war es auch. Nach weiteren Minuten peinlicher Stille fragte ich sie, ob ich ebenfalls in ihren Moneybelt schauen könnte. Da sie ihn mir fast bereitwillig gab, war mir klar, dass ich sie auch darin nicht finden würde. Ich saß also plötzlich ohne Karte, aber mit $25 weniger in der Tasche da. P. sprang irgendwann auf und verabschiedete sich von uns. Allen Anschein nach muss sie mein Prepaid Paket auseinandergepflückt haben, als sie die 15 Minuten als verschollen galt und hat sicher alles, außer der kleinen Karte, die man ja überall verstecken kann, weggeschmissen.
Ich sprach mit Bea über das Geschehene und konnte es gar nicht fassen. Bea meinte, wenn ihr das passiert wäre, wüsste sie nicht, ob sie die Situation so diplomatisch und ruhig hätte meistern können.

Jedenfalls scheint die Frau echt ein Problem zu haben. Na ja, daraus lernt man nur: Ich werde niemanden mehr so einfach vertrauen. Gott sei Dank geht es nur um einen Wert von 25 Dollar. Das Geld fehlt mir zwar auch, aber es hätte schlimmer kommen können. Die Frau ist jetzt so dreist und tut so, als ob nichts gewesen wäre. Von nun an werde ich mehr auf meine Instinkte achten, denn ich hatte schon bei den Tel. Gesprächen kein gutes Gefühl, bin aber mit ihr zusammen geflogen, weil sie (wissentlich) den Eindruck vermittelte, dass sie für die bürokratischen Angelegenheiten in SYD Hilfe benötigen würde. So hat mein Helfersyndrom wieder zugeschlagen. Vielleicht bin ich ja jetzt dazu in der Lage NEIN zu sagen, denn das wird mir so schnell nicht noch mal passieren.


Sydney Harbour Bridge

 

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Genug ist genug 15.03.2004

Heute Morgen fragte mich P. doch tatsächlich, ob ich mit ihr komme, um ein paar Sachen zu erledigen. Ich dachte ich muss sie erwürgen. Warum ich letztendlich zugesagt habe, weiss ich bis heute nicht. Ich habe echt ein Problem damit NEIN zu sagen. Ich hatte allerdings im Hinterkopf, mich möglichst schnell abzuseilen.
Als ich unten auf P. traf, stellte sich heraus, dass sie Bekanntschaft mit einem Neuseeländer namens Tipene geschlossen hat, der uns in die Stadt begleiten wollte. Nun denn, gemeinsam zogen wir los, Tipene (Gott sei Dank) in unserer Mitte. Er war wirklich ganz nett uns sehr hilfsbereit, hat uns die verschiedenen Bankkonten erklärt etc. Nachdem wir neben der Bank zusammen einen Kaffee getrunken hatten (den ich bezahlte, weil er uns eben so bereitwillig erklärt hatte), gingen wir wieder zur Bank, weil P. ihr Konto eröffnen wollte. Als der Bankangestellte P. nach ihrer Telefonnummer fragte, geriet sie kurz, fast unmerklich, ins Stocken. Ich stand neben ihr uns grinste. Sie reichte dem BA den Aufladebill für ihrer Mobilkarte, worauf ihr der Angestellte erklärte, dass dies nur der Code zum aufladen ihrer Prepaid Karte wäre. Ich fragte sie, wann sie sich die Karte gekauft hat, worauf sie antwortete, dass sie das am Morgen getan hat. Sie wusste angeblich nicht, wie ihre Nummer lautet. Nicht ohne Hintergedanken bot ich ihr an, mich auf meinem Handy anzurufen, damit sie ihre Nummer weitergeben konnte. Sie hatte natürlich *hüstl* ihr Handy nicht dabei.

Nachdem wir die Bank verließen, ging ich noch mit den beiden zur Bibliothek, weil ich dachte, dass man dort kostenlos im Net surfen kann. Da sich das als nicht möglich herausstellte, verließen wir die Biblio wieder. Draußen trennte ich mich von den beiden, das ich die Gegenwart von P. nicht mehr ertragen konnte.

Ich ging zurück in die YHA und rief Alison an, um zu fragen, ob ich heute schon kommen könnte. Sie sagte sofort zu und meinte, dass sie auf der Arbeit, aber eine Babysitterin mit den Kindern zuhause ist. Ich solle doch bitte ein Taxi nehmen, sie würde mir das Geld dann später zurückgeben.
Also packte ich meine Sachen, schnappte mir ein Taxi und fuhr nach Rose Bay. Dort musste ich einen Moment auf Annalies warten, das sie gerade mit Isabella einkaufen war und Matthew Fremden nicht die Tür aufmachen sollte.
Als sie 10 Minuten später wiederkamen, schloss Annalies auf und zeigte mir als erstes mein Zimmer. Später bezogen wir noch zusammen mein großes (1,40m) Bett. Als Alison nachhause kam, unterhielten wir uns noch kurz, bevor ich schlafen ging.

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Maroubra Beach und eine Fahrstunde 20.03.2004

Gestern habe ich durch den Verteiler eine Mail von Daniela erhalten, die spontan nach einem Treffen am Maroubra Beach fragte. Seit einigen Tagen finden dort die "Surf Australian Open" statt. Nachdem ich die Mail an die anderen Leute weitergeleitet hatte, machte ich mir Gedanken darüber, ob ich zu dem besagten Event fahren würde oder nicht. Der Surfwettbewerb interessierte mich eher weniger, doch ein Tag an einem neuen Strand (war ja noch nicht am Maroubra) hatte einen durchaus reizvollen Aspekt.
Nach einigem Hin und Her machte ich mich also heute um 10.30 auf den Weg in Richtung Bondi Junction, von wo aus ich den Bus zum Maroubra Beach nehmen wollte. In Bondi Junction legte ich mir noch schnell ein braunes ärmelloses Top zu, das mich nur 5 $ gekostet hat. Ein Schokoflocken Muffin fand ebenfalls noch Platz in meinem Rucksack.

Rechtzeitig fand ich mich am Stand J ein und hüpfte in den nur wenig später ankommenden Bus. 2,60 $ weniger in der Tasche und 30 Minuten später kam ich am Strand an und machte mich auf der Suche nach Daniela, die ebenfalls zu spät am Treffpunkt ankam. Nun ja, der Strand war relativ voll. Schaulustige tummelten sich schon oben an der Strasse, auf der Mauer und am Wasser. 15 Minuten und x SMS später fand Daniela mich und lotste mich zu ihrem Liegeplatz, eo ein weiteres Au-Pair (aus Amerika) wartete. Leider hatten wir keine Möglichkeit herauszufinden, ob noch weitere Mitglieder des Verteiler zugegen waren.

Als wir uns irgendwann dazu aufrafften, uns ein wenig im Meer abzukühlen, musste ich mich mit meiner Bikinihose abkämpfen, die doch wieder mal etwas zu klein war und immer dahin rutschte, wo sie nicht hin sollte.

An die Wellen an den australischen Stränden muss ich mich erst nach gewöhnen. Ich liebe zwar das Meer und ich liebe es ebenfalls, mich darin treiben zu lassen, doch als Top Schwimmerin würde ich mich nicht gerade bezeichnen. So dachte ich auch einige Mal, dass ich gnadenlos ersaufen würde, als mich die Wellen umrissen und unter Wasser herumwirbelten. Das mit dem "unter der Welle unterdurchtauchen" werde ich mir wohl oder übel aneignen müssen.

Daniela und Sian fuhren etwa eine Stunde vor mir zurück. In Nachhinein wäre es wohl besser gewesen, ich wäre ebenfalls gefahren, denn irgendwann bemerkte ich rote Stellen an Rücken und Schulter. Ich hängte mir mein Hemd darüber, blieb aber noch etwas.

Auf dem Rückweg machte ich noch mal Halt in dem neuen "Westfield" Einkaufzentrum in Bondi Junction, welches ich übrigens sehr empfehlen kann. Dort gibt es Banken (ATM's), Klamottenläden (auch Designer), Friseure, Juweliere, Beautysalons, Woolworth (wie sollte es auch anders sein), einen Foodcourt (sehr interessante Einrichtungen diese Foodcourts in Australien) etc. etc.

Zurück in Rose Bay bekam ich meine erste Fahrstunde "auf Links". ES WAR SCHRECKLICH! Ich habe meinen Führerschein ja nun schon 8 Jahre und bin in der Zeit nicht wenig und umso mehr verschiedene Automodelle gefahren. Dementsprechend fiel mir das Links fahren ziemlich schwer. Erleichtert wurde es nur ein wenig durch die Tatsache, das mein Untersatz ein BMW MX 5 ist, bei dem zumindest der Blinker auf der richtigen Seite sitzt.
Von Alison bekam ich leider viel zu häufig ein sehr zittriges "You are to close, to close" (du bist zu nahe dran) zu hören, was denn da hieß, dass ich fast die Spiegel der links parkenden Autos mit nahm. Das Matthew auf der Rückbank herumnörgelte (Bella hörte gelangweilt ihre Märchenkassette) und Alison sich am Griff der Beifahrertür festkrallte förderte meinen Fahreifer auch nicht gerade. Nun denn, ich fuhr also einmal den Weg zur Schule und zurück, um mich anschließend schweißgebadet wieder ins Haus zu kämpfen. Leicht panisch einigte ich mich mit Alison dahingehend, dass Alistair mit mir üben würde, wenn er nächste Woche zuhause ist.

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Sonnenbrand 21.03.2004


Sunset Ich habe mich gestern verbrannt. Ich habe mich so dermaßen verbrannt, dass nicht nur meine linke Schulter samt Rücken und Gesicht krebsrot waren, sondern auch an Schlaf nicht zu denken war. Da denkt man, man kommt im australischen Herbst in Sydney mit LSF 15 aus und was kommt dabei raus... rot, krebsrot = Schmerzen!!!

Heute Nachmittag fuhr ich noch mal in die Stadt, um auf dem Markt in den Rocks nach einer Tasche zu schauen. Ich fand natürlich keine. Nach einem Eis, einer mittleren Pommes und einem Hamburger fuhr ich zwei Stunden später mit der Fähre zurück nach Rose Bay. Der Bus kostet übrigens 2,60 $ und die Fähre 4,50 $. Unterwegs ist man mit beiden ca. eine halbe Stunde. Manchmal benötigt man auch nur 15 Minuten mit dem Bus. Obwohl die Fahrt mit der Fähre natürlich wesentlich angenehmer und interessanter ist, werde ich wohl meistens den Bus nehmen. Man muss ja nicht unnötig Geld verschwenden.

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Pelikane 22.03.2004


Okay, heute Morgen habe ich die Kids mit dem Bus zur Schule gebracht. Da diese es gewohnt sind, mit dem Auto hinkutschiert zu werden, waren die dementsprechend qüngelig. Da mein Sonnenbrand mir auch die letzte Nacht wieder den Schlaf geraubt hat, war auch meine Stimmung nicht die beste. Im Bus haben sich die beiden geweigert, sich hinzusetzen, weil sie niemanden kannten und an der Schule verschwand Matthew auf nimmer wiedersehen. Nachher werden erst mal Regeln festgelegt.
Na ja, auf dem Rückweg stieß ich bei Rose Bay Wharf mal wieder auf einige Pelikane. Ich habe mich bis auf 3m an sie rangeschlichen und war von deren Größe doch so beeindruckt, dass ich den Abstand schnell wieder etwas vergrößerte.
Pelikane

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Reisebinetreffen 27.03.2004

So, nun folgt ein kleiner Bericht zum 7. Reisebine Treffen...

Ich, die "Organisatorin" (also eigentlich habe ich ja nur alle zusammengeführt), kam natürlich 10 Minuten zu spät. Ein Blick auf die Rasenfläche rechts von mir sagte mir, dass irgendwie die Leute fehlten.

Die Schnecke mit den Union Jack Shirt war meiner Ansicht nach keine Deutsche und zwei andere Mädels sahen auch "fremd" aus. Daniela habe ich irgendwie anfangs übersehen, doch als ich sie anrief erblickte ich den Lockenkopf genau vor mir. Nun waren wir also zu zweit.
Ralf hatte sich per SMS gemeldet, da seine Fähre etwas später ging.

Daniela und ich fingen erst mal an zu quatschen, bis das Union Jack Mädel uns mit dem Satz "Ach ihr seid auch aus Deutschland" ansprach. Sie hat zwar von dem Reisebine Treffen gelesen, aber angeblich das Datum vergessen. Sie war nur zufällig da (ja ja Uta). Sie klingelte dann mal eben schnell ihren Kumpel an, mit dem sie hier angereist ist. Wer stiess noch gleich danach zu uns??? Ah ja, Au-Pair Nr. 3 Linda. Ich glaube danach kamen Minja und Marlene dazu, die erst wenige Stunden zuvor in Sydney gelandet sind. Minja war topfit, Marlene hatte (wie ich übrigens "damals" ebenfalls) etwas mehr unter dem Jetlag Stress zu leiden. Nach einigen Minuten Getratsche schlich ein männlicher Blondschopf um uns rum, der uns (glücklicherweise) ansprach. Andre fand also auch schnell einen Platz ins unserer Mitte. Nach und trudelten dann auch Ralf, Martin (Marty2000), Daniel (Uta's Kumpel), Stefan, Ralf und Sarah ein. Alles in allem waren wir 12 Leute. Also eine noch gut überschaubare Truppe.

Nachdem jeder etwa... ähm ... 10000 Mal erzählt hat, wie lange er schon in SYD ist und was er hier macht, bewegten wir uns nach etwa 2 Stunden in Richtung Bierbrunnen des "Oriental" , wo wir er’st mal einige Gäste von ihren Tischen verscheuchten, damit wir genügend Platz hatten. Irgendwann gesellte sich noch jemand (äh... Josef?) zu uns.

Nach einigen Stunden und einigen Bierchen (oder auch Cola) verabschiedeten sich Minja und Marlene (verständlicherweise). Nach diversen Anläufen a la "Wollen wir nicht was zu essen bestellen, ich habe solchen Hunger" (der Satz fiel wohl von jeder Person einmal, doch immer zu unterschiedlichen Zeiten), befolgten wir den Rat Daniels und krochen –inzwischen am Hungertuch nagend- in Richtung Pizzeria, in der laut Daniel schon etliche VIP's verkehrten (ähm...gegessen haben ). Die Pizzeria war ziemlich eng und einigen mussten warten, da nicht genügend Tische frei waren. Mir war das Stehen in dem engen Gang zwischen den Tischen so peinlich (sorry, is halt so), dass Martin mir zeitweise seinen Platz überlies. Ach ja, zu dem Zeitpunkt (9 oder 10pm?) waren wir nur noch zu sechst: Martin, Andre, Uta, Daniel, Daniela und ich. Die Pizzen die dann irgendwann auch kamen (hatten Füße) waren übrigens ganz lecker. Martins Gnocchi oder Tortelloni oder was auch immer das waren, schmeckten wohl (nach seinem Gesichtsausdruck zu urteilen) nicht so prickelnd. Egal, nach Fütterung der Meute ging es mal kurz ins Löwenbräu (*schlecht*) und wieder zurück ins Oriental.

Nach vielen Geschichten, harten Sprüchen (wir wollen ja niemanden angucken), versauten Verdrehungen (eindeutig zweideutig) und viel Gelächter, trennten sich um etwa 12pm unsere Wege (aber auch nur für einige Stunden) wieder, denn am Sonntag Morgen wollten wir uns wieder treffen.

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Treffen die Zweite 29.03.2004

Gestern hat sich dieselbe (zumindest größtenteils) Truppe noch mal getroffen, um erst ein wenig am Manly Beach zu relaxen, anschließend beim "Birdsman" Event vorbeizuschauen und anschließend bei Martin zu grillen.

Wir (Uta, Daniel, Andre, Mareike und ich) haben uns an der Fähre nach Manly getroffen. Nachdem wir wohlbehalten nach der 30minütigen Fahrt in Manly ankamen, arbeiteten wir uns an den Shop vorbei und trafen am Strand Daniela, die uns schon einen Platz reserviert hatte (mit Stacheldraht und Minen gesichert). Sie wies und gleich darauf hin, dass Blue-Bottle (Quallenart) Alarm herrscht, man aber schwimmen gehen könnte, wenn man unbedingt wollte. Da es sehr warm war, war ich natürlich nicht die einzige, die das Risiko eines Stiches nicht eingehen wollte und so spazierten Uta, Andre und ich in Richtung Schwimmzone. Vorher sagte ich noch zu Daniela: "Wenn jemand gestochen wird, dann ich, denn mir passiert ständig so ein Mist".
Die Wellen waren auch wieder sehr hot, so dass sich zu den Schweißperlen auf meiner Stirn noch Angstperlen dazu gesellten.
Uta und Andre warfen sich sehr schnell ins Meer und verschwanden irgendwo zwischen den Wellen. Da ich das mit dem "unter der Welle unterdurchtauchen" immer noch nicht gerafft hatte, hielt ich mich lieber im etwas flacherem Wasser auf, nachdem mich mal wieder zwei Wellen so gepackt hatten, dass ich unter Wasser herumgewirbelt wurde und nicht hoch konnte. Das wichtigste in so einem Fall ist ruhig zu bleiben und zumindest das gelang mir. Als Daniel ins Wasser kam, war er so nett, mir das System des Unterdurchtauchens (welches logischerweise pupseinfach ist) noch anschaulicher zu erklären als Uta zuvor und so war ich plötzlich dazu in der Lage, die hohen Wellen zu meistern (Danke Schnucki!).
Nach etwa 20 Minuten war ich doch etwas von den Wellen, die mir vor dem "Lehrgang" auf den Rücken geknallt sind, erschöpft, so dass ich beschloss, das Wasser wieder zu verlassen. Auf dem Weg hinaus erwischte mich (wie sollte es auch anders sein) eine Blue-Bottle. Nach einem kurzen "Au" und den Versuchen, die auf meinem Unteram klebenden Tentakeln abzukratzen (der Rest der BB war verschwunden) kam ich "draußen" an. Hinter mir folgte Daniel, den es ebenfalls erwischt hatte. Zusammen gingen/ hüpften/ liefen wir in Richtung Lifesaver, die nicht weiteres tun konnten, als Eiswasser über die betroffenen Stellen zu gießen und uns anschließend unter die Dusche zu schicken. Wir glitten also nach einiger Wartezeit (wir waren nicht die einzigen Opfer) unter die Duschen und machten und danach auf den Weg zu unserem Platz. Mein linker Unterarm brannte inzwischen wie Hulle, war knallrot und schwoll an den Stellen, wo die Blue mich erwischt hatte doch ersichtlich an. Daniel hatte es Gott sei Dank nicht so heftig erwischt und bei Andre und Uta, die es wohl an den Füssen erwischt hatte, sah man gar nichts.
Da mein Arm immer noch brannte , ging ich zum Restaurant, um mir eine Tomate zu holen. In Tunesien habe ich gelernt, dass eine frische Tomate das Brennen der Feuerqualle vermildert. Daniel durfte sich die Tomate (habe nur eine halbe, angeschnittene bekommen) auch mal kurz auf seine Stellen schmieren, bevor ich mir die Frucht auf meinem Arm ausquetschte.
Nach einer halben Stunde (lauft Lifesaver sollte es nach 30 Minuten besser werden) ersetzten Schmerzen dass Brennen und so schickten mich die Jungs zum Haus der Lifesaver. Ich durfte allerdings gang alleine gehen *schluchz*. Dort angekommen wurde ich auf einen Stuhl gesetzt und mir wurde eine Tüte mit Eis gereicht. Im Haus stand ein Mann unter der Dusche, den es am ganzen Rücken erwischt hatte. Nachdem man ihn abgeduscht hatte, wurde ihm Sauerstoff zugeführt, das sein Kreislauf megamäßig im Keller hing. Da war mir mein Herumgejammere sofort peinlich. Ein älterer Lifesaver erklärte mir, dass meine Schmerzen (die übrigens von den Fingerspitzen bis zur Schulter reichten) daher kommen, dass das Gift in die Lymphknoten unter die Achselhöhlen gewandert ist und sich dort verteilt hat.

Nach 20 Minuten kamen Daniel und Andre vorbei, um nach mir zu sehen. Sehr nett!!! Fragt sich nur, ob sie wegen mir oder den weiblichen Lifeguards gekommen sind *grins*. Es war allerdings keine Pamela Anderson dabei. Daniel war von dem einem Mädel (aus der Schweiz?) auch ziemlich schnell angepisst, da sie einen auf "ich bin zwar erst seit Februar hier, aber mein Deutsch hat sich schon zusehends verschlechtert" machte. Zugegebenermaßen finde ich es auch ziemlich albern, wenn die eine Hälfte des Satzes in Deutsch und die andere in Englisch rüberkommt.

Nach der Strandeinheit machten wir uns auf dem Weg zum Birdsman Event, der zum einen sterbenslangweilig und zum anderen schon fast vorbei war.

Auf dem Foto sieht man wie ich armes Hascherl meinen Unterarm mit Andre's T-Shirt bedecke, denn die Schmerzen waren heftiger, wenn auch noch die Sonne darauf knallte.

Nach ca. einer halben Stunde machten wir uns auf zu Coles, wo wir Diverses für das BBQ bei Martin einkauften. Dieser holte uns bei Coles ab und fuhr dann direkt zu seiner WG, Die Wohnung war superschön und der „Indoor Spa“ nebenan so toller. Aber erst mal ging es ans Grillen. War sehr lecker!

Nach Fütterung der Meute ging es in den Spa. Lilly und ich räumten schon ein wenig auf, um aus danach zu den anderen zu gesellen, die es sich schon im Whirlpool gemütlich gemacht hatten.

Das Wasser des normalen Pools hatte mindestens 38'C, wodurch meine Haut für einen kurzen Augenblick brannte. Nun ja, was kann ich noch dazu schreiben... es wurde viel rumgealbert, das Bier ist geflossen (nein, natürlich nicht für mich *bäh*) und Nonsens gesabbelt, wie es an so einem Abend normal sein dürfte. Ich habe mich nach ca. zwei Stunden aus dem Pool verabschiedet, da meine Haut sich schon wellte und ich das schon von klein auf eklig finde. Als ich klein war, habe ich immer meine Hände aus dem Badewasser rausgehalten, damit das nicht passiert. Meine Mutter hat sich immer krummgelacht und sich auch ab und an mal darüber aufgeregt.
Nun denn, ich habe mich dann etwas länger mit den Flatmates von Martin unterhalten und irgendwann gesellte sich auch Lilly dazu, die mit ihrem kalifornischen Slang beeindruckte (zumindest mich, die anderen eher weniger).

Ich denke, dass es so um die 23 Uhr gewesen sein dürfte, als wir uns von Martin verabschiedeten und wieder mit der Fähre zum Circular Quay fuhren, von wo aus wir uns in... ähm quasi alle Himmelsrichtungen zerstreuten.

Noch einmal vielen Dank an Martin für den coolen BBQ Abend. Das muss erst mal übertroffen werden!

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Alles für das Aussehen 02.04.2004

Heute Vormittag war ich mal wieder in Bondi Junction im „Westfield“. Da ich Langeweile hatte, habe ich mir kurzerhand die Augenbrauen in Form bringen lassen und zwar mit Wachs. Das habe ich zuvor auch noch nicht gesehen. Es war aber angenehmer, als das gewöhnlich zupfen. Des weiteren habe ich mir die Wimpern färben lassen. "Wenn schon, denn schon!"

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Unterwegs 04.04.2004

Gestern Abend habe ich mich mit Uta und Mareike an der Townhall getroffen, um einen loszumachen. Wir haben noch ca. eine Stunde auf ein paar Mädels von Mareike gewartet, die mit von der Partie sein sollten.
Zusammen sind wir nach „Darling Harbour“ gegangen, um in „Panthon“ abzutanzen. Nach einiger Zeit kamen auch Daniel und Andre dazu, die zuvor in Nord-Sydney auf irgendeiner Party waren.

Heute Mittag war ich wieder auf dem Markt in den Rocks, wo ich mir weißen Mandelnougat kaufte (wie der von Giannis auf Kreta *schluchz*) und mich anschließend ins Besucherzentrum begab, wo ich mich mit Magazinen und Prospekten zum Thema Backpacking, Sydney, die Blue Mountains etc. eindeckte.

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Bummeli Bummeldi Bum 05.04.2004


Market City Nachdem ich am heutigen Vormittag damit begonnen habe, mich endlich nach Trekking Schuhe umzusehen, fand ich mich letztendlich in der "Market City" wieder, wo es u.a. einige Outlet Geschäfte gibt. Die lohnen sich aber in dem Fall nicht wirklich.

Paddys Market befindet sich ebenfalls in dem Gebäude, doch dass habe ich erst später herausgefunden.

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Larven im Reis 06.04.2004

Heute morgen habe ich mit Isabella "schimpfen" müssen. Erst musste ich die Lütte noch einmal nach oben schicken, damit sie ihre Zähne vernünftig putzt und dann wollte sie sich nicht anziehen. Nach einem kleinen Machtkampf (die Kleine kann unglaublich stur sein) stapfte sie -eine Schnute ziehend- nach oben. Nachdem ich die Kids pünktlich an der Schule abgeliefert hatte, fasste ich allen Mut zusammen und fuhr nach Double Bay um einzukaufen.

Später sah ich mir eine Folge von „7th Heaven“ (Eine himmlische Familie) an. Danach wollte ich mir zuerst noch "Training Day" mit Denzel Washington ansehen, habe aber doch meinem Bett den Vorzug gegeben und schlief... bis um 12.30 Uhr mein Handy klingelte und Daniel mich nach meinen Blue Mountains Plänen fragte.

Als ich die Kids nachmittags von der Schule abholen wollte, musste ich mich in eine schon sehr lange Warteschlange einreihen und das, obwohl ich nur wenige Minuten später als die anderen Tag dort ankam.
Bis zum Abend hatte Isabella Matthew zweimal ungewollt welche gewampst. Nach dem zweiten Mal drehte er etwas ab: Schob das Bett vor die Tür im Fernseh- und Spielzimmer und solche Späße. Da musste ich ausnahmsweise mal etwas lauter werden.

Zu allem Überfluss musste ich feststellen, das sich in dem Reis, den wird in der Woche zuvor noch gegessen hatten, Mottenlarven herumkrochen. Auch in den anderen zwei Reispaketen, sowie in den Linsen und im Salz schwirrten welche herum. Da fing sofort mein ganzer Körper an zu jucken . Hab den ganzen Kram in die Tonne gehauen und der Mom am Abend nahegelegt, den ganzen Schrank auszuräumen oder es den Putzleuten zu sagen, da die Eier überall in den Schränken kleben. Bei dem Gedanken daran wird mir schon wieder leicht übel.

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In der City 16.04.2004

Gestern war ich den ganzen Tag (na ja nicht wirklich) in Jervis Bay. Das war meine erste Tour mit einer Gruppe und Tourguide. Ob ich so etwas noch einmal mitmache, ist eine andere Frage. Zum Bericht geht es hier Dolphin Watch Tour.

Heute Mittag habe ich mich auf dem Weg nach Darling Harbour gemacht, da ich mich auf Paddys Market nach einem kleineren Daypack mit Brustgurt umsehen wollte. Kaufen werden ich allerdings erst einen neuen Rucksack, wenn ich mich hier Mitte Mai vom Acker mache.

Im Anschluss habe ich noch im Outback Center vorbeigeschaut und konnte mein Glück nicht fassen, denn die Didgeridoo Show begann nur wenige Minuten nach meinem Eintreffen, sprich um 15 Uhr. Neben dem Shop gibt es in dem Center eine Galerie und eine Art Minikino mit einer kleinen Bühne. Auf der Bühne befanden sich neben den Strahlern und der Deko einige Didgeridoos. Nach einigen Minuten fand sich ein junger (zwischen 22 und 30) Aborigine ein, der sich als Sean vorstellte. Ich fand ihn zugegebenermaßen recht anziehend. Er begann uns etwas über seinen Stamm zu erzählen und fuhr einige Videos ab, zu denen er das "sprechende Instrument" spielte. Zwischendurch gab er immer ein paar Scherze zum Besten und erklärte uns ebenso, wie ein Didgeridoo hergestellt wird.


Die Aborigines suchen nach jungen Eukalyptusbäumen, die gelbe und braune Blätter aufweisen. Sie legen die Wurzeln frei, um nachzuschauen, ob der Baum tatsachlich von Termiten eingenommen, also ausgehöhlt worden ist. Ist das der Fall, wird das Bäumchen knapp oberhalb der Wurzeln abgeschlagen und zu einen Didgeridoo weiterverarbeitet.

Um 16 Uhr traf ich mich mit Karin, die mir gestern eine PM auf dem Reisebine-Forum schrieb, in Rose Bay, wo sie auch einige Wochen als Au-Pair gearbeitet hat. Ihre Mom brauchte sie aber nicht mehr, bzw. hat einem Au-Pair, das länger bleiben würde, den Vorzug gegeben und so muss Karin nun die Familie wechseln. Sie wird nächste Woche nach Noosa gehen, wo sie eine Woche als Kinderbetreuerin für eine Familie arbeiten wird und dafür ordentlich kassiert.
Jedenfalls haben wir uns ganz gut verstanden und uns für abends verabredet.

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Reinfall 17.04.2004

Nur ganz kurz zum gestrigen Abend. Wir haben uns mit Simon und Peter an der Townhall getroffen, um dann gemeinsam nach Darling Harbour zu gehen. Auf dem Weg dorthin trafen wir noch auf zwei Schüler von Simons Sprachschule. Wie sich herausstellte war einer der beiden Tunesier, was mich natürlich begeisterte und ein paar tunesische Sätze stammeln ließ.
Letztendlich war der Abend ein purer Reinfall, das am Karfreitag (Good Friday) alles geschlossen hatte.

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Powerhouse Museum 19.04.2004

Tja, heute musste ich gezwungenermaßen mit ins Powerhouse Museum. Gestern ist Alisons Schwägerin Maria mit ihren zwei Kindern Jonathan und Rebecca angekommen und diese hat geplant, mit mir und den Kids per Bus dorthin zu fahren. Da sie den Eintritt zahlen wollte, war es mir schnurz und zudem brauchte ich mir nichts für den Tag zu überlegen.

Da ich mich nicht gerade als "Museumsmenschen" bezeichnen kann, habe ich mich dort ziemlich gelangweilt.

Es gab zwar durchaus einige interessante Ausstellungen (z.B. die Recycling Ausstellung), doch von mir aus wäre ich nicht in das Museum gegangen.

Wir waren erst um 17 Uhr wieder zuhause und dementsprechend kaputt waren wir.

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Sydney Aquarium 24.04.2004


Heute habe ich es endlich geschafft, dem Aquarium einen Besuch abzustatten. Nachdem ich die 18$ Eintritt (ermäßigt) bezahlt habe, zückte ich meine Kamera und machte mich auf den Weg durch die Gänge. Das meine kleine DigiCam keine besonders guten Fotos machen würde, war mir schon vorher klar. Die Lichtverhältnisse waren für mein Cam zu schlecht und das teilweise dreckige Glas machte es auch nicht besser.

Es gab Leguane, Enten, giftige und ungiftige Fische, beißende und stechende Fische, riesige und winzige Fische, süße Fische wie den Clownsfisch (alle Kinder im Aquarium wollten Nemo finden), Wasserschlangen, Korallen, Robben und Seelöwen (das Aquarium nimmt kranke und alte auf), Haie und ein Krokodil zu sehen.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass meine Beschreibung der Fische nicht wirklich hilfreich ist, doch ich habe mir so gut wie keine Namen merken können, da diese natürlich alle auf Lateinisch auf den Tafeln vermerkt waren.

Am besten haben mir natürlich die riesigen Aquarien mit den nachgebauten Riffen gefallen, die man mittels eines gläsernen Tunnels durchwandern konnte, gefallen. In diesen befanden sich Haie (Riffhaie, weiße Haie, Ammenhaie,...), riesige Schildkröten, Mantas etc. Es war schon sehr beeindruckend, wenn die Haie über einen rüber geglitten sind. Doch auch die Mantas haben mich sehr beeindruckt. Unfassbar wie groß die sind.
Gleich zu Anfang ist mir ein Paar (Mutter und Sohn???) aufgefallen, das wahrscheinlich aus der Schweiz, Tirol oder Süddeutschland kam. Das männliche Wesen sah echt "hola" aus. Kennt noch irgendjemand Pierre Cosso? So ähnlich sah er aus, obwohl ... ne, eher besser.
Ich habe die beiden noch mal am Ende meiner Tour getroffen, das gab es aber keinen passenden Moment, in dem ich mich getraut hätte ihn anzusprechen. Im Nachhinein kam mir so vor, als ob wir (unbewusst?) umeinander herumgeschlichen sind. Kann aber auch Einbildung gewesen sein. Diesen Moment gab es am Anfang, aber da war ich mir etwas unsicher, welche Rolle die ältere (40?) Begleitung spielte.

Delfine am Bondi Beach 27.04.2004

Am späten Vormittag machte ich mich auf, um mich mal wieder ein bissl am Bondi Beach zu sonnen. Nach einiger Zeit sah ich aus dem Augenwinkel heraus eine Frau, die plötzlich "Dolphins" rief. Ich, wie eine Rakete, ans Wasser und tatsächlich schwammen dort drei (wahrscheinlich waren es insgesamt vier) Delfine herum. Der eine war sehr nahe am Strand, sprang aus dem flachen (aber durch den Wellengang zeitweise erhöhten Wasserspiegel) heraus und drehte sich draußen einmal in unsere Richtung (denn ich war natürlich nicht die einzige die grinsend gaffte), bevor er wieder ins Meer eintauchte. Die Menge gab ein einträchtiges "aaah" und "oooh" von sich. Das war doch mal wieder ein sehr schönes Erlebnis.

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Bondi Junction 29.04.2004

Heute Morgen habe ich mich auf den Weg nach Bondi Junction gemacht, um dem Internet Cafe einen Besuch abzustatten. Ich habe mir mal wieder ellenlang die Digitalkameras angesehen, weil ich mir unbedingt noch eine Superzoom Kamera kaufen möchte, bevor ich weiterziehe. Ich kann mich aber noch nicht so recht entscheiden.
Zudem hatte ich ein Problem mir meiner 64MB SM Karte. Immer wenn ich sie einlegte, zeigte meine Kamera "unformatierte Karte" an. Ich konnte also keine Bilder mehr darauf speichern. Kurzerhand fragte ich den Asiaten am Counter, ob er die Karte mal checken und ggf. formatieren könnte. Er war auch so nett, das ganze mal abzuchecken, konnte mir aber nicht weiterhelfen. So gab er mir den Card-Reader, damit ich selber noch mal nachschauen konnte. Ich wurschtelte ein bissl herum, bis ich mir endlich die Eigenschaften der Karte ansah und feststellte, das "Read only" angekreuzt war. Ich entfernte das Kreuz (keine Ahnung, ob und wann ich die Karte gesichert habe) und *schwupps* war wieder alles in Ordnung. Dankend gab ich den Reader an den Angestellten zurück und machte mich (nach einem Abstecher im "Westfield" ) wieder auf den Rückweg.

Übrigens hat Alison in den letzten Tagen immer wieder verlauten lassen, wie schade es ist, dass ich nicht länger bleiben möchte. Nach reiflicher Überlegung habe ich ihr heute gesagt, dass ich bis zum 30. Mai bleiben würde, wenn es für sie okay ist. Sie freute sich einen Ast ab und war regelrecht begeistert.

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Kino 02.05.2004

Ursprünglich wollte ich mich gestern um 17 Uhr mit Daniela an der Townhall treffen. Vorher hatten wir uns etlichen SMS geschickt. Ihr letzte Nachricht und Zusage habe ich aber erst um 16.30 Uhr bekommen. Das mag daran gelegen haben, dass ich erst um 15.30 Uhr bemerkt habe, dass mein Nachrichtenspeicher voll ist. Jedenfalls dachte ich, dass das mit dem Treffen nicht klappt und war dementsprechend noch nicht fertig, als ihre Zusage kam. Ich nahm also erst den Bus um ca. 17 Uhr und war so erst 17.20 Uhr an der Townhall. Von Daniela (die mir später schrieb, dass sie eine halbe Stunde gewartet hat und ihr Handyakku leer war) war nicht zu sehen. Ich suchte die Umgebung ab: Nichts! Also machte ich mich auf den Weg zu einem der Starbucks Läden, wo ich mich für 18 Uhr mit Uta und Daniel verabredet hatte. Als die beiden dann auf der Bildfläche erschienen, wurde erst mal alles durchgequatscht, was in den letzten (2 oder 3) Wochen passiert ist, in denen wir uns nicht gesehen haben. Später entschlossen wir uns dazu, ins Kino zu gehen, um uns "Gothica" anzusehen. Der Film begann erst um 21.20 Uhr, so machten wir noch einen Abstecher zu der WG der beiden. Die haben doch tatsächlich einen Pool auf dem Dach von denen man nachts einen genialen Ausblick auf die Stadt hat.

Da ich mir ziemlich sicher war, dass das Kino voll sein würde, drängelte ich die Beiden, um endlich loszukommen. Ach ja, Andre wollte sich ebenfalls noch dazugesellen. Jedenfalls mussten wir uns dann tatsächlich in schon eine etwas längere Schlange einreihen, worauf ich ein altkluges "Ich habs euch ja gesagt... die wollen bestimmt alle in unseren Film", ablies. Andre kam auch ziemlich spät und so fanden wir nur noch sehr weit oben vier zusammenhängende Außenplätze. Na ja, Hauptsache Uta und ich hatten alles im Blick *grins*. Der Film war ganz nett, auch wenn ich ihn mir noch etwas schockiger vorgestellt hatte. Zumindest war es kein rausgeschmissenes Geld.
Nach dem Film statteten wir McDonalds einen Besuch ab, wo wir zwischen "HipHop Gangs", Freaks und Barbiepuppen einen Platz fanden. Ich habe noch keinen Mann erlebt, der so lästert, wie Daniel. Da kann man sich echt wegschmeißen.
Ich schätzte wir waren ca. eine Stunde bei MC Doof, bevor wir uns trennten. Mein Bus fuhr um 12.38 Uhr und so war ich um 1 Uhr morgens zuhause.

Ursprünglich wollte ich am 19.05. zum N.E.R.D. Konzert gehen, musste aber heute feststellen, dass es längst ausverkauft ist. So nen Sche..e.

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Shoppen 10.05.2004

Heute hatte ich mal wieder frei, weil Alistair ja mal wieder für ein Wochenende da war und somit die Kids heute versorgt hatte.
Darum machte ich mich auf dem Weg zu "I-Tech", weil man über diese Firma die "Fuji S5000" relativ günstig bestellen konnte. Nachdem ich von der Elisabeth Street bis nach Ultimo gelaufen bin und mich dort mit einem der Angestellten unterhalten habe, entschied ich mich dazu, mir die Kamera noch mal in einem Fotoladen anzusehen, bevor ich sie bestelle, denn bei I-Tech hätte ich kein Rückgaberecht gehabt. So machte ich mich auf dem Weg in das Broadway Einkaufzentrum in Ultimo. Karin hatte mir zuvor mal erzählt, dass sie da unbedingt mal hin wollte, aber nicht genau wüsste, wo es ist. "Mädel, falls es dich tröstet: Ich bin auch nur zufällig darauf gestoßen".
Im ersten Stock sah ich mir die Fuji an, die in dem Laden natürlich zu teuer war. Danach schlenderte ich durch die verschiedenen Stockwerke. In der 2. Etage nahm ich den K-Mart ein. Das ist glaube ich genau der Laden, der Karin für Klamotten empfohlen wurde und... ja, was soll ich sagen. Ich kann den Laden nur wärmstens empfehlen. Ich habe mir dort vier Paar Socken, Latexeinlegesohlen (shockabsorbierend) für meine Walking Boots, drei Baumwoll Sleeve Shirts (um die 7$/Shirt) und zwei ganz netten Baumwoll Pullover gekauft.

In einem benachbarten CD Shop hätte ich mich an CD's totkaufen können. In die engere Wahl gelangten D12 World, Yeah (Usher), Dance with you (Lemar) und die CD von Twista. Da ich was Ruhiges wollte, entschloss ich mich nach einigen Hörproben für die CD von Lemar. Eine sehr schöne RnB CD. Empfehlenswert!
Nachdem ich also mal wieder etwas zuviel Geld ausgegeben habe, wanderte ich zurück zur Bushaltestelle, um nachhause zu schunkeln.

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Neue Digitalkamera 11.05.2004

Ähm...ja! Ich hatte auch heute Vormittag wieder frei, da Alistair die Kinder zur Schule gefahren hat, bevor er seinen Rückflug nach Hong-Kong angetreten hat.

Da ich jetzt unbedingt die Kamera haben wollte, fuhr ich wieder in die Stadt, um sie bei I-Tech zu bestellen. Nachdem ich vorher noch beim "Travellers Contact Point" vorbeigeschaut hatte, schlenderte ich langsam die George Street hoch. Da mir ein Fotogeschäft in die Augen stach, dachte ich, ich frage einfach mal nach, wieviel die Kamera dort kostet. Zielstrebig fand ich den Weg zur Fuji: 599$! Zügig machte ich dem Verkauufer klar, dass ich nur nach dem Preis sehen wollte, da mit schon klar war, dass wohl keiner die 545$ des anderen Ladens unterbieten kann. Der Verkäufer grinste nur und erwiderte trocken, dass das ein verdammt guter Preis ist, er mir die Kamera aber für 535$ geben würde. Gesagt, getan: Ich zückte mein ganze Kohle inklusive meiner letzten Reiseschecks und schon hielt ich die Kamera in meinen Händen. Da ich meine Neugier kaum zügeln konnte, ging ich ins "Queen Victoria Building", setzte mich dort auf eine Stufe und schusterte meine Kamera zusammen.
Leider ist standardmäßig nur eine 16MB SD Speicherkarte dabei. Damit kann man gerade 20 Bilder in 3MP Auflösung machen. Ich werde mir also schnellstens eine größere Speicherkarte anschaffen müssen. Das Problem ist, dass die 512er hier in den Shops nicht unter 220$ (eher weit drüber) zu bekommen sind.

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Stress- der Anfang 20.05.2004

Bin heute um 10.30am nach Bondi Junction gefahren, um mal wieder ein bissl im Internet zu surfen. Da ich wusste, dass ich länger brauchen würde, ging ich in die "4$ pro Tag" Einrichtung. Nachdem ich etwa 3,5 Stunden im Internet war, schlurfte ich (wie immer) noch ins Westfield Einkaufszentrum. Hauptsächlich um den "Restroom" zu besuchen. Wooli stattete ich auch einen Besuch ab, um mir 2 Muffins (1,30 pro Stück) zu kaufen, von denen ich einen gleich in Angriff nahm.
Im Busbahnhof ist mal wieder ein Bus nicht gekommen und der nächste kam auch zu spät. So musste ich also eine halbe Stunde auf einen Bus warten.

Back Home hörte ich als erstes den AB ab, weil dieser wieder nervenaufreibend piepte. Eine aufgeregte Alison erklärte, das Bella sich in der Schule übergeben hätte, und ich solle sie bitte sofort anrufen. Genervt warf ich einen Seitenblick auf mein Handy, welches ich zuhause vergessen hatte: 3 Anrufe, eine SMS. SMS: "Ich brauche Hausschlüssel! Ruf mich an!"
Am Telefon erzählte Alison, das ihre Freundin Anna Isabella von der Schule abgeholt hat, weil Alison weder einen Hausschlüssel, noch einen Autoschlüssel dabei hatte. Sie und Isabella (der es inzwischen wieder sehr gut ging) befänden sich noch bei Anna und hätten nur auf meinen Anruf gewartet.
Da Alison morgen für einige Stunden nach Melbourne fliegt, hat sie mich darum gebeten, morgen mein Handy mitzunehmen, falls noch mal was mit Bella sein sollte. Isabella machte auf mich (und auch auf ihre Mom) einen putzmunteren Eindruck und gemein wie ich bin, habe ich ihr gesagt, dass ich ihr das mit dem Übergeben nicht abnehme.

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Stress - die Fortsetzung 21.05.2004

Heute Morgen meinte Bella, es könne sein, dass sie eine 24 Stunden Kotzeritis hat, so dass sie sich heute zur Lunchtime wieder übergeben würde. Man müsse sich dann einmal pro Tag übergeben und das wäre dann ja wieder zur Mittagszeit. Ich ging nicht weiter darauf ein.

GOTT SEI DANK bin ich nicht in die Stadt gefahren, denn um 13.30 Uhr kam der gefürchtete Anruf von der Schule: Isabella wurde zu uns ins Büro geschickt, weil sie sich scheinbar wieder übergeben hat. Ist es vielleicht möglich, dass sie sie abholen?
Ich schwang mich also auf mein Ross... äh in MEINEN X5 und fuhr zur Schule, wo ich die Sekretärin als erstes fragte, ob ihr Lehrer gesehen hätte, dass sie sich übergeben hat. Die Antwort war natürlich nein. Bella sah aus wie ein Häufchen Elend, regelrecht mitleiderregend. Sie ist eine unbeschreiblich gute Schauspielerin für ihr Alter. Da kann so schnell keiner mithalten.
Zuhause steckte ich sie erst mal ins Bett, obwohl mir klar war, dass sie nicht schlafen würde. Ich verbot ihr allerdings, in ihrem Zimmer zu spielen. Ich ließ sie eine Stunde herumwälzen, bis ich zu ihr ging und wiederholte, dass ich ihr nicht abkaufe, dass es ihr schlecht ging. Immer wieder fragte ich sie, was vor der "Kloschüsselumarmung" passiert ist, was währenddessen und danach. Sie war gut und selbst ihre Verhaspelungen verstand sie gekonnt hin und herzudrehen, damit es halbwegs passte. Irgendwann sagte ich ihr, dass sie mir jetzt (nach 30 Minuten Bearbeitung) die Wahrheit sagen könne. Ich würde es auch nicht ihrer Mom sagen. NICHTS, keine Reaktion außer: "Aber ich hab mich übergeben". Nächste Frage: "Bella, hast du irgendwelche Probleme gehabt, hat dich jemand geärgert?" KNACKPUNKT! Ihr kamen die Tränen. Ja, sie wäre sehr traurig gewesen, weil sie zur Lunchtime (man erinnere sich hier an die 24 Stunden Kotzeritis) ganz toll mit einem Mädel gespielt hat, als ein anderes Mädel
dazukam und (wie auch gestern) zu ihr sagte, sie können nur die halbe Pause mit ihnen spielen. UND nein, sie hätte sich nicht übergeben. Das hätte sie nur gesagt, weil sie so traurig war und deswegen nachhause wollte. Ich nahm das inzwischen in Tränen aufgelöste Mädel in den Arm, tröstete sie und sagte ihr, sie könne jetzt runter kommen und TV gucken, wenn sie ihrer Mom später erzählt, was los war. Plötzlich sprang sie wieder lachend herum. Uns ist wohl beiden ein Stein vom Herzen gefallen.

Übrigens habe ich heute einen Hackbraten "gemacht". Ich habe versucht, die Rezepte von Mama und Papa zu mixen. Keiner hat mir geschrieben, dass Zwiebeln mit hineinmüssen!!! Auf dem Rezept von meiner Mom stand nix von Zwiebeln und da die Rezepte von ihr penibel genau für mich aufgeschrieben wurden, habe ich mich darauf verlassen. "Liebe Mutti, deine SMS kam leider zu spät" (ich habe ihr eine SMS mit der Frage nach den fehlenden Zwiebeln geschrieben, weil es mir komisch vorkam). Noch dazu haben die hier einen riesigen Backofen, so dass der Braten 1,5 Stunden brauchte, bis er 90%ig fertig war. Nun ja, man konnte ihn essen, war aber nicht wirklich lecker.

Während des Abendessen fragte Bella, warum ich nicht hier bleiben und ihre große Schwester sein könnte. Gott, war das süß! Alison meinte, sie würden einfach ein Elektrozaun um dass Haus ziehen und mich nicht rauslassen, oder mir einfach so schwere Gewichte an die Füße binden, dass ich nicht weglaufen kann.

Alison hat wieder ihr Laptop mitgebracht, so dass ich vorhin meine Mails checken konnte.

Überraschenderweise hatte ich 4 Mails von HelpXchange Hosts im Briefkasten. Ich bin da zwar schon länger angemeldet, habe aber erst gestern ein Profil eingegeben.
So haben mir also 2 Hosts geschrieben, die Interesse an meiner Hilfe hätten. Einer aus Katoomba/Blue Mountains und der Hoyt *wink* (steht sogar schon in meinem GB) von Magnetic Island. Des weiteren ist da eine Familie aus Nord-Queensland, die Hilfe auf ihrer Farm gebrauchen könnten und ein anderer Host aus Nambucca Heads. Jetzt muss ich mich gerade fragen, warum ich mich bei WWOOF angemeldet habe. Nun ja, beim "Teddy" werde ich auf jeden Fall vorbeischauen und was sich mit Nambucca Heads ergibt wird sich herausstellen, denn ich warte noch auf eine Mail von einem Mädel, das mich am 30. Mai bis Nambucca mitnehmen könnte.

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Ganz kurz 22.05.2004

Stundenlang habe ich vergebens nach einer günstigen SD Karte gesucht. Was würde mein Patere jetzt sagen: "Das hast du dir alles selbst eingebrockt. Du hättest dir die Kamera ja längst in Deutschland kaufen können, aber du musst ja immer alles auf den letzten Rest machen." Er hätte natürlich wieder mal Recht.

Sydney Opera House

Heute Abend dürfte ich bis um 23:45 Uhr babysitten. War also “on duty”. Vorher habe ich mir ein halbes Hühnerl und ne mittlere Pommes (die so gross war, dass 3/4 jetzt im Kühli stehen) und das Video "Das Texas Chainsaw Massaker" geholt. Sehr empfehlenswert und wesentlich blutiger als "13 Geister".

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Abgenervt 28.05.2004

ES IST VERDAMMT KÜHL geworden in den letzten Tagen. Na ja, Sonntag geht es ja langsam in den Norden.

Bella hatte heute Morgen nur ihr Hemd, Röckchen und Pulli an. Kam mir ein bissl zu kalt dafür vor, aber sie wurde ja von ihrer Mom eingekleidet. Ursprünglich wollten wir heute morgen etwas früher los, da ich noch 2 Polo Shirts (für sage und schreibe 45$ pro Stück) im Kincoppal Shop kaufen sollte. Natürlich sind wir nicht früher losgekommen, was dazu führte, das Matthew im Shop herumblaffte und drängelte (weil es kurz vor Unterrichtsbeginn war), was mich etwas böse gemacht hat. Abgenervt schickte ich sie nach dem Einkauf in ihre Klassen und fuhr nachhause. 25 Minuten später klingelte das Telefon: "Jennifer es ist doch ein bisschen kühl heute, kannst du nicht noch mal zur Schule fahren, um Bella eine Strumpfhose und eine Jogginghose zu bringen? Nimm eine von Matthew, die liegt links im Schrank. So kann sie wählen, ob sie nur mit dem Rock oder lieber mit einer Hose rumlaufen möchte.“ Selbstverständlich brachte ich die Sachen wie angewiesen zu Bellas Klasse und gab sie Mrs. Murphy, die mich etwas unentschlossen vor dem Klassenraum stehen sah und Gott sei Dank herauskam, um mir die Sachen abzunehmen. Ich hatte nämlich nicht vor hineinzugehen, denn dann hätte Bella später einen Aufstand gemacht.

Vor einigen Minuten (inzwischen ist es 12.30 Uhr) hat Alison noch mal angerufen, um mir mitzuteilen, dass sie Matthew nun doch nicht vom Schachturnier in der anderen Schule abholt, sondern eine andere Mom ihn wieder mit zur Kincoppal nimmt. Deswegen müsste ich mit Bella (die um 15 Uhr Schluss hat) und Alison (das neue 34jährige Au-Pair) so lange am Fußballfeld warten, bis Matthew kommt, was so zwischen 15:30 und 16 Uhr sein sollte *stöhn*.

Ja und das die Neue heute mit herumschwänzelt nervt mich auch. Ich weiß, ich war ja auch froh, dass ich Annalies für die ersten Tage hatte, aber trotzdem...

Übrigens habe ich inzwischen eine 256MB XD Speicherkarte, die mich satte 144$ gekostet hat.

Am selben Abend
Sooo, nur zur Info: Letztendlich hat Alison doch Matthew abgeholt und wir haben 30 Minuten umsonst gewartet, was aber meiner Vergesslichkeit anzurechnen ist, denn Alison hat mich versucht anzurufen... leider lag mein Handy im Auto. Zu guter Letzt hat sie Alison auf ihrem Handy erreicht.

Mein letztes Taschengeld habe ich auch bekommen: 180$ plus einen Bonus von 120$. Darüber habe ich mich echt tierisch gefreut. Auch ein perfektes DIN A4 Seiten langes (soviel gab es zu meiner Person und der geleisteten Arbeit zu sagen) Referenzschreiben habe ich bekommen.

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